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FC Bayern II: Wie reagieren die Fans nach dem Spielabbruch gegen Türkgücü München?

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Das Comeback von Trainer Holger Seitz in der Vorwoche dauerte nur wenige Sekunden.
Das Comeback von Trainer Holger Seitz in der Vorwoche dauerte nur wenige Sekunden. © Imago Images / Beautiful Sports

Der Spielabbruch gegen Türkgücü war sogar Thema im Landtag. Geht es beim Spiel des FC Bayern II am Freitag wieder um Sport oder verschaffen sich die Fans Gehör?

München - Sechs Tage ist es her, seit die Partie vom 22. Spieltag der Regionalliga zwischen Türkgücü München und dem FC Bayern II abgebrochen wurde. Am Freitagabend sollen wieder sportliche Themen im Vordergrund stehen, wenn Aufsteiger DJK Vilzing gegen die U23 aus München bestehen möchte.

FC Bayern II: Spielabbruch gegen Türkgücü München sogar Thema im Bayerischen Landtag

Der Einsatz am vergangenen Samstag hat hohe Wellen geschlagen. Nachdem einige Fans der Roten zu Spielbeginn ein Banner des „FC Bayern Fanclub Kurdistan“ präsentierten, versuchten zunächst Türkgücü-Verantwortliche, dieses zu entfernen. Klappte nicht, denn die Anhänger des FC Bayern weigerten sich standhaft. Der Unparteiische unterbrach zunächst und schickte die Mannschaften in die Kabine, später wurde das Spiel abgebrochen. Die Polizei übernahm das Kommando und die Beamten griffen nach erfolglosen Diskussionen mit den Fans zu Pfefferspray und Schlagstock.

Die traurige Bilanz des Nachmittags: 19 Verletzte, darunter laut Augenzeugen ein Kind. Schnell kursierten in den Sozialen Medien Videos vom Einsatz. Die Fan-Vereinigung „Club Nr. 12“ erhob schwere Vorwürfe und unterstellte den Beamten „einen unverhältnismäßigen und extrem gewalttätigen Polizeieinsatz“. Sogar im Bayerischen Landtag wurde der Vorfall thematisiert. Wie und ob das Spiel gewertet oder neu angesetzt wird, entscheidet das Sportgericht.

FC Bayern II gegen DJK Vilzing: Wie reagieren die Fans nach dem Spielabbruch vom Samstag?

Zum Auftakt des 23. Spieltags soll wieder Normalität einkehren und die 2. Mannschaft des FC Bayern empfängt die DJK Vilzing. Ob es aber dann wirklich nur um Sport im Grünwalder Stadion gehen wird? Die Fans der Münchner sind dafür bekannt, ihren Unmut in Richtung der Verbände oder der eigenen Klubführung mit Bannern kund zu tun. Und wegen des Spielabbruchs in Heimstetten prangerte der „Club Nr. 12“ in einer langen Stellungnahme nicht nur den Einsatz der Polizei, sondern auch die Reaktion der eigenen Klubführung an: „Wir verwehren uns dagegen, dass auch durch unseren eigenen Verein eine Darstellung in den Medien verbreitet wird, das Problem der Eskalation sei gewesen, dass die Fahne nicht angemeldet war.“

Besonders Trainer Holger Seitz wird hoffen, dass sich die treuen Anhänger wieder verstärkt ihrer eigentlichen Passion widmen und die U23 nach vorne peitschen. Für den Publikumsliebling war es am vergangenen Samstag sicherlich besonders bitter. Nach wenigen Sekunden war sein Comeback schon wieder beendet: „Das ist ein trauriger Tag für den Fußball“, sagte er gegenüber dem kicker. (jb)

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