1. tz
  2. Sport
  3. FC Bayern

Weidenfeller stichelt: Lewandowski ist nach einer Stunde gegangen – Brazzo weiß es nicht

Erstellt:

Von: Kai Hartwig

Kommentare

Den zehnten Meistertitel in Folge hat der FC Bayern eingetütet. Sportvorstand Hasan Salihamidzic spricht bei Sky90 aber auch über Enttäuschungen der Saison 2021/22.

München – Der FC Bayern hat es schon wieder getan. Am Samstagabend (23. April) krönten sich die Münchner gegen den BVB zum zehnten Mal in Folge zum deutschen Meister. Durch einen 3:1-Sieg in der Allianz Arena gegen Borussia Dortmund stand bereits am 31. Spieltag der Bundesliga-Saison 2021/22 der Titelgewinn des FCB fest. Bayern-Coach Julian Nagelsmann durfte seinen ersten Meistertitel als Trainer bejubeln.

Zehn Meisterschaften in Serie – eine Leistung für die Geschichtsbücher. Das schaffte noch nie ein Klub in den fünf großen europäischen Ligen (Deutschland, England, Spanien, Italien Frankreich). Schon zuvor war der FCB in Sachen Meisterserie Rekordhalter, allerdings nicht alleine. Die Bayern mussten sich den bisherigen Rekord von neun Meisterschaften nacheinander mit Juventus Turin teilen. Juve holte von 2012 bis 2020 in Italiens Serie A neun Scudettos am Stück.

Hasan Salihamidzic bei Sky90
Hasan Salihamidzic zog bei Sky90 Bilanz. © Screenshot / sport.sky.de

Einen Tag nach dem 32. Meistertitel der Vereinsgeschichte ist Hasan Salihamidzic zu Gast bei Sky90. Der FCB-Sportvorstand äußerte sich dort zum historischen Titelgewinn des Rekordmeisters. Doch auch die Enttäuschungen der Saison, wie das Aus in der Champions League gegen Villarreal oder die derbe Pokal-Blamage beim 0:5 in Mönchengladbach, dürften zur Sprache kommen.

FC Bayern: Sportvorstand Hasan Salihamidzic bei Sky90 über...

... die Meister-Party der Münchner nach dem BVB-Sieg: „Es war sehr schön, die Jungs waren sehr gut drauf. Mit Familie und freunden Es war ein toller Abend – volle Allianz Arena, die Fans haben uns toll unterstützt.“

... das überraschende Aus im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Villarreal: „Natürlich ärgere ich mich und wir alle, weil wir eine große Chance gehabt haben. Ich habe mir große Chancen ausgerechnet. Wir haben in Spanien nicht gut gespielt. Da waren wir gut bedient, wir hätten auch drei vier Tore kassieren können.(...)Wir müssen jetzt zur Tagesarbeit übergehen, aber das bleibt schon hängen.“

… den BVB als Hauptkonkurrent in der Meisterschaft: „Selbstverständlich haben wir großen Respekt vor der Arbeit, was Borussia Dortmund macht. Das ist der Rivale Nummer eins. Was in Leipzig und Leverkusen passiert ist auch klasse, die Bundesliga braucht das. Wir wollen nicht mit 15, 20 Punkten Vorsprung Meister werden.“

FC Bayern: Weidenfeller stichelt gegenüber Sportvorstand Salihamidzic zu Lewandowski

… Trainer Julian Nagelsmann und die Zusammenarbeit: Mich freut es, dass wir es mit diesem Trainerteam geschafft haben. Deswegen haben wir den Julian geholt, weil wir eine neue Ära starten wollen mit diesem Trainer, diesem Trainerteam. Unsere Arbeit ist sehr sehr gut, wir unterhalten uns viel, versuchen jeden Tag zu analysieren, das Training anzuschauen. Er ist ein sehr kommunikativer Trainer, sehr offen. Es macht unheimlich Spaß, mit ihm zu arbeiten. Es ist auch ein Prozess für die Mannschaft, die Jungs sehen, dass er großes Know-how hat. Das was da entsteht – die Jungs merken, dass mit dem Julian wirklich was drin ist. Das werden wir versuchen auszubauen.

... die Aussage von Roman Weidenfeller, Robert Lewandowski habe die Meister-Party nach einer Stunde verlassen: „Kann ich nichts zu sagen, ich hab‘ keine Ahnung. Ich war an einem anderen Tisch und kann nur sagen, dass die Stimmung top war.“

FC Bayern: Salihamidzic fordert von Sané Steigerung - „Erwarte von ihm, dass er explodiert“

… Leroy Sane und dessen Leistungsschwankungen: „Leroy ist ein unheimlich talentierte junger Mann, der alles hat. Er ist sauschnell, hat ein Dribbling, auch die mentale Spannung. Aber jetzt muss erkommen. Wenn er diese Körperspannung hat, macht es Spaß, ihm zuzuschauen. Wenn nicht, dann gefällt mir das nicht. Das möchte ich nicht sehen.“

„Wir sprechen immer vom Potential. Das möchte ich auf dem Platz sehen. Wenn man es ihm ein Mal, zwei Mal, drei Mal sagt. (…) Irgendwann muss es knallen. Auch die Mannschaft erwartet von ihm, dass er explodiert, dass er auch im Training und im Spiel Gas gibt. Das kann er. In den letzten Wochen, hat er das nicht abrufen können. Er ist einer, der sich das anhört, was Trainer und Mannschaft mit ihm besprechen. Ich hoffe, dass er das umsetzt.“

FC Bayern: Salihamidzic schließt vorzeitigen Abgang von Lewandowski aus

... die Vertragssituation um Rekord-Torjäger Robert Lewandowski: „Wir haben alle Zeit der Welt, mit ihm über den Vertrag zu sprechen. Wir haben noch nicht verhandelt. Machen wir.“

„Na klar, wollen wir ihn halten. Lewy genießt die größte Wertschätzung, die man haben kann. Er revanchiert sich mit Leistungen. Wir wollen sehen, wie weit können wir unsere Ziele erreichen. Das muss man dem FC Bayern erlauben, zu schauen: Wie weit kommen wir, wie viel Geld haben wir? Wir haben ab und zu gesprochen. Über alles, natürlich spricht man über Verträge, auch mit seinem Berater. Trotzdem sind wir glücklich und stolz darauf, dass er da ist. Jetzt warten wir die Gespräche ab. Dass er einen Vertrag für die nächste Saison hat, ist klar.“

... auf die Frage, ob der FC Bayern Lewandowski für eine Summe von 30 bis 40 Millionen nach Saisonende verkaufen würde: „Nein.“

... auf die Frage, ob er einen Verkauf von Lewandowski im Sommer 2022 ausschließen kann: „Ja. Er hat Vertrag.“ 

FC Bayern: Süle-Verbleib scheiterte laut Salihamidzic am Geld

… Niklas Süle und dessen Abgang zum BVB: „Niklas ist ein super Junge. Was ist das schlimmste für einen Klub? Wenn ein Spieler in diesem Alter ablösefrei wechselt. Man muss auch sagen, dass wir nicht das Kleingeld gehabt haben, um ihn zufriedenzustellen. Wir haben schon versucht, Niklas zu halten. Wir wissen auch, wie wichtig er in der Kabine ist. Mir tut es leid, dass der Niklas geht. Aber wir müssen nach vorne schauen.“

… möglicherweise fehlende Wertschätzung für Süle: „Wir haben öfters gesprochen, auch mit dem Management. Die Spielzeit, die Julian ihm in diesem Jahr gegeben hat, ist für mich die größte Wertschätzung für einen Spieler gewesen. In den Verhandlungen haben wir es nicht schaffen können.“

… auf die Frage, ob der Süle Verbleib letztlich am Geld gescheitert sei: „Am Ende, ja.“

FC Bayern: Sportvorstand Salihamidzic zu Gravenberch-Transfer - „Es ist schwierig“

… ablösefreie Spielerabgänge wie im Fall Süle: „Das macht den Fußball kaputt. Ablösefreiheit macht uns Vereine immer schwächer. Gerade in der Pandemie.“

... den möglichen Wechsel von Ajax-Star Ryan Gravenberch nach München: „Er ist ein guter Spieler. Wir sind in Gesprächen, so viel kann ich sagen. Bei so einem Transfer muss einiges passen. Tendenz? Kann ich nicht sagen. Es ist schwierig. Alle Transfers sind schwierig.“ 

Auch interessant

Kommentare