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Lewandowski-Wechsel im Sommer ausgeschlossen: Salihamidzic mit Bayern-Machtwort

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Von: Tom Offinger

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Der Vertragspoker um Robert Lewandowski bestimmt weiter die Diskussionen an der Säbener Straße. Sportdirektor Hasan Salihamidzic wird nach dem vorzeitigen Titelgewinn deutlich.

München - Die Freude über den Gewinn der zehnten deutschen Meisterschaft in Folge währte bei Hasan Salihamidzic nicht lange. Wenige Stunden nach dem 3:1-Sieg im Topspiel gegen den Erzrivalen und engsten Verfolger Borussia Dortmund war der Sportdirektor des FC Bayern München zu Gast in der Fußball-Talkshow Sky90. Neben dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschale bestimmte ein Thema die Diskussionsrunde: Bleibt Star-Stürmer Robert Lewandowski in München oder nicht?

Hasan Salihamidzic bei „Sky90“: Robert Lewandowski bestimmt die Diskussion

„Na klar, wollen wir ihn halten. Lewy genießt die größte Wertschätzung, die man haben kann“, stellte Salihamidzic frühzeitig klar. Gegenüber Moderator Patrick Wasserziehr betonte der Bosnier, dass man auch schon Gespräche über ein neues Arbeitspapier geführt habe. Man sei stolz, den Polen in München unter Vertrag zu haben, gleichzeitig sei an einen Wechsel nicht zu denken: „Dass er einen Vertrag für die nächste Saison hat, ist klar.“

Wasserziehr blieb hartnäckig und schaltete in den Angriffsmodus: „Ist es eine Option, ihn 2022 abzugeben, zum Beispiel, wenn Barcelona Ablösesumme XY zwischen 40 und 50 Millionen Euro auf den Tisch legt?“ Ohne zu zögern schüttelte Salihamidzic den Kopf und antwortete klar mit „Nein.“ „Können Sie das ausschließen“, schob der Moderator sofort hinterher, doch auch hier blieb „Brazzo“ deutlich: „Ja.“

Auch diese Antwort genügte Wasserziehr nicht, der noch einmal konkreter wurde: „Können Sie generell ausschließen, dass Lewandowski 2022 die Bayern verlässt?“ Der 45-jährige Bosnier schien nun genug von den Fragen zu haben, lehnte sich in seinem Sessel nach vorne und unterstrich: „Er hat einen Vertrag bis zum 30.06.2023.“ Der Pole werde seinen Kontrakt bis zum Ende erfüllen, bestätigte der Sportdirektor nochmals auf Nachfrage des Moderators. Das Vorgehen für die kommenden Wochen sei dennoch klar: „Jetzt haben wir Zeit, darüber reden, was danach passieren könnte.

Robert Lewandowski: Kein klares Bekenntnis zum FC Bayern München

Während sich der Bosnier klar zu einem Verbleib des 33 Jahre alten Stürmers bekannte, hielt sich Robert Lewandowski selbst bedeckt und vermied ein klares Bekenntnis zum deutschen Rekordmeister. „Bald gibt es ein Treffen, aber bisher ist nichts Besonderes passiert“, schilderte der Pole das weitere Vorgehen nach dem Sieg gegen Dortmund bei Sky. Seine anschließende Aussage ließ viele Fans allerdings aufhorchen: „Ich merke auch, was alles läuft. Die Situation ist nicht so einfach für mich.“

In den vergangenen Tagen war Lewandowski, der seit Jahren zu besten Torjägern der Welt gehört, immer wieder mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht worden. Polnische Medien hatten berichtet, dass sich die Katalanen und der Stürmer bereits auf einen Vertrag geeinigt hätten. Da das aktuelle Arbeitspapier des Polen erst im Sommer 2023, könnte der FC Bayern in dem kommenden Transferfenster noch eine ordentliche Ablösesumme mit einem Verkauf verdienen.

Lewandowski trägt seit 2014 das Trikot des FC Bayern und konnte in 372 Pflichtspielen 342 Treffer erzielen. (to)

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