Vernichtendes Urteil

„Jämmerlich“: So hart wird Bayern-Leihgabe Renato Sanches in England kritisiert

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Renato Sanches wird in England heftig kritisiert.

Nach der EM 2016 wurde der FC Bayern für die frühzeitige Verpflichtung von Renato Sanches gefeiert. Nach einer verkorksten Saison 2016/17 soll der Portugiese bei Swansea City Spielpraxis sammeln. Doch auch in England wird harsche Kritik an Sanches laut.

München - Youngster des Turniers, Europameister, Mega-Talent - die Presse lobte den Portugiesen Renato Sanches nach der Fußball-Europameisterschaft 2016 in den Himmel. Gefreut hatte sich damals wohl auch der FC Bayern, der den damals 18-Jährigen bereits vor der EM für 35 Millionen (die Ablösesumme hätte durch Bonuszahlungen sogar auf bis zu 80 Millionen Euro steigen können). Nach dem Turnier wäre er wohl für diese verhältnismäßig günstige Basissumme nicht mehr zu haben gewesen.

Umso ernüchternder verlief das erste Jahr von Sanches beim deutschen Rekordmeister. Wenige Einsätze, schwache Leistungen - so hatten sich die Bayern die Entwicklung des Talents nicht vorgestellt. So verliehen sie den Mittelfeldspieler im Sommer 2017 nach England zu Swansea City, um ihm wieder mehr Spielpraxis zu ermöglichen. Der Tapetenwechsel soll aber nicht nur sportliche Gründe gehabt haben.

In Wales bläst Sanches nach nur drei Monaten heftiger Gegenwind ins Gesicht. In insgesamt acht Spielen in Liga und Pokal konnte der Portugiese nur eine einzige Torvorlage sammeln. Nur dreimal spielte der 20-Jährige durch und wurde zuletzt nach dem 0:0 seines Teams (derzeit nur auf Platz 19 der Premier League) gegen den AFC Bournemouth im TV hart kritisiert.

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TV-Experte Savage: „Jämmerlich“

„Ich sah ihn bei Bayern München und in der Champions League spielen. Er ist hierher gekommen und du denkst: ‚Was hat dieser Junge eigentlich?‘ Ich mache keine Späße“, sagte Robbie Savage, ehemaliger walisischer Nationalspieler und TV-Experte, bei BT Sports. „Was er zeigt, ist jämmerlich.“ 

Und nicht nur Savage übt Kritik an Sanches. In der Expertenrunde saß auch der ehemalige englische Nationalspieler Tim Sherwood. Auch sein Urteil fiel vernichtend aus: „Wenn er (Sanches) aus der Jugendakademie stammen würde, würde man ihn nie wieder sehen.“ Ist die Idee, dem Youngster durch die Leihe mehr Selbstvertrauen zu verschaffen, schon gescheitert? 

Noch hat Sanches, der beim FC Bayern bis 2021 unter Vertrag steht, mehr als ein halbes Jahr, um die TV-Kritiker auf der Insel durch gute Leistungen verstummen zu lassen. Dass er das Potenzial dazu hat, weiß jeder, der Sanches bei der EM 2016 gesehen hat.

sh

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