Heißer Favorit auf Ancelotti-Nachfolge

Wie lange der FC Bayern wirklich schon hinter Tuchel her ist

Thomas Tuchel scheint beim FC Bayern momentan der Favorit auf die Nachfolge von Carlo Ancelotti zu sein. Doch die Bayern-Bosse wollten den 44-Jährigen offenbar schon seit geraumer Zeit haben. 

München - Carlo Ancelotti ist beim FC Bayern Geschichte, einen Nachfolger für den vom Hof gejagten Italiener hat der Rekordmeister noch nicht präsentiert. Doch es scheint klar, wer der Favorit auf die Nachfolge des „Misters“ ist: Ex-Dortmund-Trainer Thomas Tuchel soll in Zukunft die Münchner coachen. Interessant ist dabei der Aspekt, dass das Interesse am 44-Jährigen nicht zum ersten Mal besteht. 

Bereits im Frühjahr 2015, als Pep Guardiola noch die Geschicke an der Seitenlinie der Bayern lenkte, traf sich Hoeneß mit Tuchel in München. So berichtet es die SportBild. Der Bayern-Präsident, der anders als Vorstands-Boss Rummenigge wohl eine Verpflichtung von Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann favorisiert, wollte sich einen Eindruck von dem Mann machen, auf den Guardiola so große Stücke hielt. Der Katalane traf sich mit Tuchel mehrmals zum Abendessen und fachsimpelte mit seinem späteren Rivalen über Taktik. Sogar als Nachfolger wollte er den gebürtigen Krumbacher haben. Und so machte sich Hoeneß einen Eindruck von Tuchel, das Treffen hatte Michael Reschke, der im Sommer zum VfB Stuttgart abgewanderte ehemalige Technische Direktor des FC Bayern, organisiert. 

Sehen wir Thomas Tuchel bald häufiger in der Allianz Arena?

Doch aus einer Verpflichtung wurde bekanntlich nichts, Tuchel unterschrieb kurze Zeit später bei Borussia Dortmund, während der FC Bayern den mittlerweile wieder entlassenen Carlo Ancelotti holte (Alle Infos in unserem Live-Ticker). Gut zweieinhalb Jahre später könnte es also soweit sein, dass Thomas Tuchel Trainer des FC Bayern wird. Pep Guardiola, der am Dienstag mit Uli Hoeneß essen ging, weiß bereits, wer neuer Coach der Münchner wird - und gab dazu seinen Segen. 

Diese Spieler standen hinter Ancelotti - und diese nicht

Einer der Gründe für Ancelottis Rausschmiss war der fehlende Rückhalt der Mannschaft. Einige Führungsspieler brachte der Italiener aufgrund laschen Trainings und fehlenden taktischen Angaben gegen sich auf, darunter Kapitän Manuel Neuer, die beiden Innenverteidiger Mats Hummels und Jerome Boateng, Identifikationsfigur Thomas Müller - der seinem Unmut nach dem Bremen-Spiel Ende August öffentlich Luft machte - und die beiden Flügelflitzer Arjen Robben und Franck Ribéry. Vor allem Letzterer soll innerhalb der Mannschaft Stimmung gegen den Trainer gemacht haben.

Video: Salihamidzic nennt Gründe für Ancelotti-Rauswurf

Auf der anderen Seite standen die beiden Spanier Thiago und Javi Martinez, sowie die beiden Lateinamerikaner Arturo Vidal und Ancelottis Wunschspieler James Rodriguez. Diese vier sollen laut SportBild ein wesentlich besseres Verhältnis zum Trainer gehabt haben, auch weil er ihnen oftmals das Vertrauen geschenkt hatte. 

Es scheint, als habe es einen tiefen Riss durch Klub und Mannschaft gegeben. Will der FC Bayern zurück an die nationale und internationale Weltspitze, müssen Verein und Team wieder zusammenwachsen. Vor allem die Alphatiere Hoeneß und Rummenigge, die oftmals verschiedener Meinungen sind, müssen wieder an einem Strang ziehen. 

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tor/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © MIS

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