Telefonat im Trainingslager

Weggefährte enthüllt: So sagte Hoeneß damals Klopp am Telefon ab

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Jürgen Klopp wurde bereits im Winter 2008 vom FC Bayern kontaktiert.

Als potenzieller Nachfolger von Jupp Heynckes wird sein Name immer wieder genannt. Nun hat ein langjähriger Weggefährte enthüllt, dass Jürgen Klopp bereits im Jahr 2008 fast beim FC Bayern gelandet wäre.

München - Die neue Klopp-Biographie von Raphael Honigstein wird in Kürze veröffentlicht. Vorab hat die Bild bereits einige interessante Ausschnitte zitiert. So war unter der Woche bereits bekannt geworden, dass während Klopps Amtszeit in Dortmund Profis mehrfach angetrunken zum Training erschienen waren. Eine weitere Enthüllung der Honigstein-Biographie betrifft den geplatzten Wechsel des 50-jährigen Übungsleiters zum FC Bayern. Der heutige Schalker Manager Christian Heidel, Klopps langjähriger Weggefährte in Mainz, denkt an eine Episode aus dem FSV-Trainingslager im Winter 2008 zurück.

Der Rekordmeister befand sich seinerzeit auf der Suche nach einem Nachfolger für Trainer-Veteran Ottmar Hitzfeld. Bei der Fahndung der FCB-Granden war auch Klopp, der mit seinen Mainzern die Bundesliga mit erfrischendem Offensivfußball aufgemischt hatte, in den Fokus gerückt. Die Rheinländer waren gerade dabei sich auf die Rückserie vorzubereiten, als plötzlich das Telefon klingelte. Am Apparat: Uli Hoeneß, der sein Interesse am Mainzer Shootingstar hinterlegte. Klopp habe die Frage, ob er sich einen Wechsel an die Säbener Straße generell vorstellen könne, bejaht, erinnert sich Heidel. „Wir haben eine große, internationale Lösung und eine kleine, nationale Lösung. Sie sind die nationale Lösung“, soll Hoeneß in den Hörer gesprochen gehaben.

„Wir haben uns für den anderen Jürgen entschieden“

Nur zwei Tage später war der Flirt schon wieder beendet. „Wir haben uns für den anderen Jürgen entschieden“, erinnert sich Heidel an die Kunde aus München. Es war schließlich Klopps Namensvetter Jürgen Klinsmann, der Hitzfeld im Sommer 2008 an der Säbener Straße nachfolgte. Den „Pöhler“ verschlug es wenig später zu Borussia Dortmund, wo er dem Rekordmeister mit einem jungen, hungrigen Team das ein oder andere Schnippchen schlug. In seine Ägide bei den Westfalen fielen unter anderem die Deutschen Meisterschaften in den Spielzeiten 2010/11 und 2011/12.

Vor knapp zehn Jahren hat sich ein mögliches Klopp-Engagement in München noch zerschlagen. Wenn es aktuell um einen möglichen Nachfolger für Jupp Heynckes geht, wird auch immer wieder der Name des 50-Jährigen genannt. Die FCB-Granden möchten sich mit der Neubesetzung des Trainerstuhls zur Spielzeit 2018/19 noch Zeit lassen. Zuletzt war auch ein amtierender Bundesliga-Coach mit einem Wechsel an die Säbener Straße in Verbindung gebracht worden.

lks

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