Neun Millionen neue Follower

Social-Media-Macht FC Bayern - und ein Spieler ist das Zugpferd der Liga

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In den sozialen Netzwerken heiß begehrt: Die FCB-Stars Kimmich, Alaba und Hummels mit ihren Fans.

In der Champions League werden dem FC Bayern in diesem Jahr nur Außenseiterchancen eingeräumt. In Sachen Medienpräsenz sind die Münchner jedoch international bereits ganz vorne dabei.

München - Der FCB hat eine Mission. An der Säbener Straße will man dem ganzen Scheichtum, Transferwahn und Gehaltsirrsinn zum Trotz weiterhin mit den Großen mitspielen – und zwar ohne fremde Hilfe. „Ich habe keine Sorge, dass der FCB in der Zukunft keine Rolle mehr spielt“, meinte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge am Sonntag bei Sky und schloss dabei auch Transfers in Höhe von „80 bis 100 Millionen“ nicht aus. Aber: „Wir müssen unser Geld vorher verdienen, bevor wir es ausgeben.“ Und hier muss der FCB – im Gegensatz zu PSG, City & Co. - kreativ sein. Eine besonders wichtige Rolle kommt dabei den sozialen Medien zu.

Die Zeit, in der Facebook & Co. lediglich zum Freundschaften knüpfen genutzt wurde, ist schon längst passé. Die sozialen Netzwerke hegen ein enormes Potenzial für Fußballklubs, wobei es auch hier letzten Endes um bares Geld. Stichwort: Monetarisierung! Wie sich aus einem Posting ein Euro machen lässt, erklärt Marketing-Experte Dr. Peter Rohlmann der tz: „Die großen Sponsoren haben ihre Zielmärkte und sind natürlich daran interessiert, über das weltweite Interesse für einzelne Klubs in die Köpfe dieser Fußballfans zu kommen. Das funktioniert über bezahlte Postings oder gesteuerte Inhalte, was sich diese Firmen innerhalb ihrer Sponsorenverträge mit den Klubs auch gerne etwas kosten lassen.“

„Feedback in den einzelnen Kanälen ist entscheidend“

Das goldene Kalb innerhalb der Bundesliga: natürlich Bayern! Eine Studie der Education Gateway GmbH von Juni 2017 belegt, dass die Accounts des Rekordmeisters mit einem Gesamtwert von rund 385 Millionen Euro in Deutschland mit Abstand am wervollsten sind. Zum Vergleich: Der BVB liegt auf Platz zwei mit 178 Millionen. Bei der Studie wurden nämlich verschiedene Aspekte wie Reichweite, Interaktionen und Qualität der Postings berücksichtigt – und nicht nur die Anzahl der Follower. Rohlmann dazu: „Der Quantitätsgedanke allein bringt nichts. Entscheidens ist, wie das Feedback in den einzelnen Kanälen ist. Melden sich Sponsoren bei uns? Oder Fans aus Indonesien, die ein Bayerntrikot bestellen? Darauf kommt es an!“

Bilder vom Bayern-Training: Hummels fehlt krank

Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag.
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag. © MIS
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag.
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag. © MIS
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag.
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag. © MIS
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag.
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag. © MIS
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag.
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag. © MIS
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag.
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag. © MIS
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag.
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag. © MIS
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag.
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag. © MIS
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag.
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag. © MIS
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag.
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag. © MIS
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag.
Die Trainingsbilder der Bayern vom Dienstag. © MIS

James ist das Zugpferd der Bundesliga

International gesehen haben die Roten aber noch etwas Rückstand auf die Big Player. Dass etwa Real Madrid im Netz in anderen Sphären schwebt, zeigt allein schon der Blick auf den Wert der Accounts: 1,4 Milliarden Euro laut der Social-Media-Analysten von MVPindex, also rund eine Milliarde mehr als der FCB. Einen Trumpf halten die Bayern allerdings in ihren Händen: James! Der Kolumbianer hat die gerade die spanischsprachigen Kanäle des Rekordmeister nochmal auf eine andere Sphäre gehoben und ist das absolute Leitpferd der Bundesliga. Seine Accounts, auf denen er insgesamt 78 Millionen Anhänger versammelt hat, sind knapp 160 Millionen Euro Wert und damit ein Viertel soviel wie die 100 populärsten Spieler der Bundesliga.

Die Accounts von James Rodriguez sind 160 Millionen Euro wert.

Eine Gunst für Rummenigge & Co – gleichzeitig aber auch eine Herausforderung, wie Rohlmann der tz erklärt: „Bayern erlebt zum ersten Mal, dass ein ausländischer Star über mehr Follower verfügt als der Klub selbst. Solche Zugpferde sind fundamental, um mit den übrigen Top-Playern des Weltfußballs konkurrieren zu wollen. Auch Bayer Leverkusen hatte durch Chicharito eine große Followerschaft gewonnen, muss jetzt aber zusehen, dass diese ganzen Mittelamerikaner dem Klub nicht wieder entfolgen. Die Bayern müssen nun zusehen, wie sie die James-Follower dauerhaft, und nicht temporär binden.“ Um die Fans und die Taler wird nämlich nicht mehr auf der Straße, sondern im Netz gebuhlt.

Die Follower des FC Bayern in den sozialen Netzwerken

Kanal

Zahl der Follower

Youtube

810.000

Instagram

11.600.000

Facebook

43.700.000

Twitter

5.700.000

Barca klickt gut

Im Ranking der Klubs mit den meisten Followern liegt der FC Bayern auf Platz sechs. Ganz oben thront der FC Barcelona mit 218,1 Millionen Followern auf all seinen Kanälen (Facebook, Twitter, Instagram, Google+, Periscope und Youtube), dahinter kommen Real Madrid (218 Millionen), Manchester United (119,2 Millionen), Chelsea (80,7 Millionen), Arsenal London (66,5 Millionen) - und erst dann werden die Münchner mit 64,7 Millionen aufgeführt. Wie der Rekordmeister erst vergangenen Dezember mitteilte, haben die FCB-Kanäle 2017 sage und schreibe neun Millionen Follower dazugewonnen.

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