Ex-Mainz-Trainer über Mega-Talent

Andersen: "Ödegaard sollte in Norwegen bleiben!"

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Martin Ödegaard wurde mit 15 National­spieler.

München - Europas größtes Fußballtalent auf Probetour beim FC Bayern – und der Trainer schmunzelt nur zu allen Spekulationen. Dafür äußert sich Norwegens Ex-Bundesligaspieler und -Trainer Jörn Andersen.

Nachdem die tz am Donnerstag exklusiv vermeldete, dass Norwegens neues Fußball­sternchen Martin Öde­gaard zum Vorspielen bei Pep Guardiola war, wollte der Coach des FCB nichts weiter zu diesem Thema sagen. „Das ist eine perfekte Frage für Matthias Sammer“, erklärte Guardiola, als der tz-Reporter von ihm wissen wollte, welchen Eindruck der 15-jährige Skandinavier bei ihm hinterlassen hat. Dann lächelte Pep nur.

Gut möglich, dass eben jener Matthias Sammer schon bald zuschlägt und dass sich der FC Bayern den Mittelfeldspieler der Zukunft schnappt. Ob dieser dann aber auch gleich dauerhaft an der Säbener Straße anzutreffen ist, bleibt fraglich – glaubt zumindest Jörn Andersen. Der Norweger, ehemaliger Bundesligaspieler und -trainer, hat einen Rat für seinen Landsmann. „Er sollte in Norwegen bleiben“, sagt Andersen. „Da hat er seine Freunde und die Eltern, geht dort zur Schule. Man muss überlegen: War ich als 15-Jähriger bereit, einfach von zu Hause weg und ins Ausland zu gehen? Es gibt ja viele Möglichkeiten, zum Beispiel, dass er jetzt unter Vertrag genommen und wieder nach Norwegen ausgeliehen wird.“

Diesen Vertrag könnte Ödegaard bei Bayern unterschreiben, und zwar ab dem 17. Dezember. Dann wird der Jungspund 16 und darf laut FIFA-Statuten offiziell wechseln. Interessiert sind neben den Bayern allerdings auch andere Klubs. Genau dieses Interesse hat ihn in Norwegen mittlerweile schon zu einer Berühmtheit gemacht, wie Andersen erklärt. „Solche Talente wachsen bei uns nicht auf den Bäumen. Nachdem herauskam, dass er so gefragt und umworben ist, stand er in jeder norwegischen Zeitung!“

Seit dieser Zeit hat Ödegaard eine wahre Europatour hinter sich gebracht, war bei Real Madrid zu Gast, in Liverpool „und bei vielen weiteren Vereinen mehr. Das ist nur nie bekannt geworden“, sagt Andersen. Der Ex-Trainer von Mainz und Karlsruhe stellt klar: „Wir haben schon einige gute Fußballer hervorgebracht, aber in so jungen Jahren war noch niemand so gut!“

Beraten und begleitet wird der junge Bursche derzeit von seinem Vater, auch wenn schon viele Agenten angeklopft haben und ihn unter Vertrag nehmen wollen. Vielleicht fällt auch in dieser Hinsicht bald eine Entscheidung.

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