"Hier geht es um den FC Bayern"

Spanien-Fraktion? Pep wischt Kritik weg

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Bayern-Trainer Pep Guardiola.

München - Die beiden Neuzugänge könnten beim Bayern-Spiel am Samstag gleich ihr Debüt geben. Kritik an einer Spanien-Fraktion wischt Trainer Pep Guardiola weg.

Schalke gegen Bayern, die Titelträumer empfangen den Titelfavoriten. Der Klang der Partie verspricht viel Brisanz, wenn der Vorjahresdritte Samstag Abend (18.30 Uhr, Sky) den Meister zum Topspiel erwartet. Pep Guardiola könnte der Begegnung sogar noch eine besondere Note verleihen. Die Last-Minute-Transfers Xabi Alonso und Mehdi Benatia stehen am Samstag auch im Kader. Lässt Pep die neuen Stars schon gegen Schalke ran?

„Beide kommen mit. Sie sind super Spieler“, kündigte Guardiola Freitag Mittag an. Allerdings nicht aus Angst vor den Schalkern, sondern um Alonso und Benatia so schnell wie möglich in die Mannschaft zu integrieren. Die nackten Fakten sind auch das Einzige, das die Erwartungen auf einen Leckerbissen ein wenig dämpfen. Denn die Reise ins Ruhrgebiet haben die Münchner schon mal ehrfurchtsvoller angetreten. Die letzte Niederlage in Gelsenkirchen liegt fast vier Jahre zurück, und auch Guardiola hat mit dem S04 bislang nur gute Erfahrungen gemacht. Im letzten Jahr zeigten die Münchner den Königsblauen die Grenzen auf und siegten am 6. Spieltag auswärts 4:0. Die erste Gala unter Guardiola war pepfekt – doch fünf Stars des damaligen Triumphzuges (Rafinha, Kroos, Schweinsteiger, Ribéry und Mandzukic) sind nicht mehr da oder verletzt.

Die beiden Neuzugänge könnten am Samstag ihr Debüt geben. Dabei hat Alonso noch kein einziges Mal mit seinen neuen Teamkollegen trainiert. Nach dem Medizincheck am Donnerstag flog er am Freitag zurück nach Madrid, um sich von Real zu verabschieden. Für Pep kein Problem. „Xabi ist fit. Er hat für Real schon im Supercup gespielt. Wir brauchen einen Spieler wie ihn. Er ist schnell im Kopf und sehr intelligent. So einen Spieler brauchen wir im Mittelfeld“, erklärt Guardiola den Transfer seines Landsmanns, der inzwischen der fünfte Spanier im Kader des Rekordmeisters ist. Kritik an der größer werdenden Spanien-Fraktion wischte er weg: „Hier geht es um den FC Bayern, nicht um die Nationalität der Spieler.“ Alonso freut sich nach fünf Jahren in Madrid auf die neue Herausforderung an der Isar. „Als Profi sucht man immer eine neue Motivation. Ich glaube, ich brauchte diesen Wechsel“, erklärte der 32-Jährige bei seinem Abschied in der spanischen Hauptstadt. Beim FC Bayern soll er den Ausfall der wohl noch länger fehlenden Bastian Schweinsteiger und Thiago kompensieren und trägt künftig die Rückennummer drei.

Benatia dagegen hat seine neuen Kollegen zumindest schon mal kennengelernt, bevor er am Freitag mit der Mannschaft die Reise nach Gelsenkirchen antrat. „Er ist handlungsschnell und in einem super Alter“, lobte Pep den neuen Abwehrstar. Der 27-Jährige dürfte künftig in der Defensive des Rekordmeisters gesetzt sein, ein ähnliches Privileg genießt in Reihen der Verteidiger wohl nur Jerome Boateng. Auf das heiß ersehnte Duell mit seinem Bruder muss der 25-Jährige aber verzichten. Kevin-Prince leidet an einer Sprunggelenksverletzung. Der Schalker Star ist also nur Zuschauer, falls Pep seine neuen Stars zum ersten Mal loslässt.

sw

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