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Sammers HSV-Absage: Was läuft da mit Bayern?

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Matthias Sammer (l.) im Gespräch mit FCB-Sportdirektor Christian Nerlinger
Matthias Sammer (l.) im Gespräch mit FCB-Sportdirektor Christian Nerlinger © Getty

München - Die Gründe für Matthias Sammers Absage beim Hamburger SV sind undurchsichtig. Jetzt macht ein wildes Gerücht die Runde. Hatte FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß seine Finger im Spiel?

Was für ein Paukenschlag! Die Absage von Matthias Sammer an die Hamburger war wie ein kleines Erdbeben im deutschen Fußball, die Nachwirkungen rütteln die Liga bis in den Süden durcheinander – und sind mittlerweile beim FC Bayern angekommen!

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Sportdirektor-Posten beim HSV aussteht, gibt es Spekulationen. So schreibt der Hamburger Journalist und HSV-Experte Dieter Matz in seinem Blog: „Besonders interessant finde ich dabei die Theorie, Sammer sei nur umgefallen, weil ihn am Donnerstag Uli Hoeneß kontaktiert habe und ihm die Rolle des Cheftrainers beim FC Bayern in Aussicht gestellt hat.“

Ein Hammer! Bastelt Hoeneß schon an der Ära nach van Gaal und versucht Sammer für diese Zeit zu gewinnen? Fakt ist: Der Sportdirektor des DFB wohnt mit seiner Frau Karin und den drei Kindern in Grünwald. Auch das Trainergeschäft ist dem Sachsen nicht neu: So wurde er mit dem BVB 2002 Deutscher Meister, und zwar als jüngster Coach aller Zeiten. Auch in Stuttgart hat er schon als Fußballlehrer gearbeitet.

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Zusätzlichen Zündstoff bietet der nächste Teil des Dauerzwists Hoeneß/van Gaal. Sollte der Holländer vielleicht doch vorzeitig gehen müssen, wäre Sammer sicherlich Kandidat für den Rekordmeister. Das weiß Sammer – und hat vielleicht deswegen den Hamburgern eine Absage erteilt.

Diese waren nach Sammers Mitteilung entsetzt. Noch Stunden danach liefen die Mitglieder des Aufsichtsrates orientierungs- und fassungslos durch die Gänge des Hamburger Stadions. „Wir sind ratlos“, gestand der erst wenige Tage zuvor in den Aufsichtsrat gewählte Ex-Präsident Jürgen Hunke.

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Sammer erläuterte am Samstag seine Absage und gab dem neuen HSV-Aufsichtsratschef Ernst Otto Rieckhoff Mitschuld. Der Funktionär habe „durch seine Äußerungen einen öffentlichen Druck in die Gespräche gebracht. Es entstand der Eindruck, alles sei bereits beschlossene Sache. Dem war aber nicht so“, sagte er der BamS. Mit dem HSV sei vieles besprochen gewesen, er habe aber das Wochenende für Gespräche mit seiner Familie gebraucht, so Sammer. Doch Theo Zwanziger habe auf einer sofortigen Entscheidung bestanden. Sammer: „Deshalb habe ich mich klar zum DFB bekannt“, sagte er. Auf die Frage, ob er seine Meinung wegen eines Telefonats mit Hoeneß geändert habe, antwortete der Rotschopf in der WamS: „Das entspricht nicht der Realität.“

Fakt ist: Sammer wollte Miki Stevic, mit dem er seit BVB-Zeiten befreundet ist und der nicht weit entfernt in Grünwald wohnt, mit nach Hamburg nehmen. Der Löwen-Sportdirektor sprach mit HSV-Vertretern (was die 1860-Führung wusste), aber durch Sammers Absage sind auch dahingehende Planspiele hinfällig.

tz

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