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Brutale Attacke nach Sieg gegen FC Bayern II: Drei Bayreuth-Spieler ins Krankenhaus geprügelt

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Von: Moritz Bletzinger

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Hier war die Bayreuther Fußballwelt noch in Ordnung: Im Spiel gegen den FC Bayern II durften die Wespen viermal Jubeln.
Hier war die Bayreuther Fußballwelt noch in Ordnung: Im Spiel gegen den FC Bayern II durften die Wespen viermal Jubeln. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Goldberg

Drei Spieler der SpVgg Bayreuth wurden in der Nacht nach dem Sieg gegen den FC Bayern II brutal zusammengeschlagen. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck.

Bayreuth - „Es hätte das schönste Fußballfest der letzten 35 Jahre werden können“, beginnt die SpVgg Bayreuth ihre Stellungnahme zu den Vorfällen vom Ostermontag. Eine brutale Prügel-Attacke auf drei Spieler überschattet nun aber den 4:0-Erfolg gegen die Amateure des FC Bayern München.

Im Regionalliga-Spitzenspiel gegen die FCB-Reserve hatte Bayreuth ein spielerisches Feuerwerk veranstaltet und vor ausverkauftem Haus eine Vorentscheidung im Meister-Rennen eingefahren.

Danach war Party erlaubt. „Klare Ansage vom Trainer: Heute macht ihr mal richtig einen drauf. Heute ist euer Tag und ab morgen oder spätestens übermorgen gilt der Fokus dem Spiel in Rosenheim“, berichtet Bayreuths Medienbeauftragter Andreas Bär. Die Mannschaft sei im engen Kreis, ohne das Trainerteam, begleitet von Freunden und Familien, in die Stadt gezogen.

Prügel-Attacke nach Spiel gegen FC Bayern München: Zwei Bayreuth-Spieler auf der Intensivstation

Am späten Abend ging das feiernde Team in den Club „Fabrik“ in der Bayreuther Innenstadt. Eigentlich hatte die Diskothek geschlossen, aber sie gehört einem ehemaligen Spieler der SpVgg Bayreuth. Er hatte seinen Schlüssel dabei und sperrte spontan für die private Runde auf.

Gegen 3 Uhr Nachts kam es dann in der Erlanger Straße zur Attacke auf drei Spieler. Sie wurden außerhalb des Lokals brutal zusammengeschlagen. „Zwei Spieler mussten in die Intensivstation eingeliefert werden“, teilte die SpVgg mit, der dritte Spieler blieb wegen Kopfverletzungen zur Beobachtung im Krankenhaus. Die Polizei bestätigte den Vorfall und konnte am Mittwoch glücklicherweise ergänzen: „Inzwischen konnten alle verletzten Spieler das Krankenhaus verlassen.“

„Das war rohe Gewalt“: Unbekannte treten noch am Boden auf Regionalligaspieler ein

Die Namen der Spieler möchte die SpVgg Bayreuth auf ärztlichen Rat noch nicht bekannt geben. Sie sind zwar nicht mehr im Krankenhaus, brauchen aber Ruhe. Anrufe von Bekannten und Presse möchten sie verhindern. „Im Vorbericht für das Spiel am Freitag werden wir sie wahrscheinlich nennen, wenn es den Jungs gut geht und sie das Okay geben“, verspricht Bär.

Der Vorfall vom Montagabend hat den Regionalligaverein schockiert. Von einer Gewalteskalation dieser Art habe er in Deutschland noch nicht gehört, sagt Andreas Bär. Noch als ein Spieler auf dem Boden lag, sollen die Verdächtigen auf ihn eingetreten haben. „Ich habe Fotos gesehen: Zwei Runden gegen Klitschko und du schaust nicht schlimmer aus. Das war rohe Gewalt“, berichtet Bär.

SpVgg Bayreuth: Drei Spieler in der Nacht nach Ostermontag brutal zusammengeschlagen - Polizei sucht Zeugen

Aktuell gehen Klub und Polizei von vier Angreifern aus. Sie konnten aber noch vor Eintreffen der Streife fliehen und waren nicht Teil der Feiergesellschaft. „Die Polizei Bayreuth-Stadt ermittelt mit Hochdruck wegen gefährlicher Körperverletzung und bittet um Mithilfe: Zeugen, die am frühen Dienstagmorgen die Auseinandersetzung in der Erlanger Straße beobachtet haben, werden gebeten, sich mit der Polizei Bayreuth-Stadt unter der Tel.-Nr. 0921/506-2130 in Verbindung zu setzen“, teilt die Pressestelle mit.

Täter wohl keine Fans des FC Bayern: SpVgg Bayreuth vermutet keinen Zusammenhang zum Topspiel

Die SpVgg Bayreuth geht nicht davon aus, dass die Prügel-Attacke in Zusammenhang mit dem FC Bayern München steht: Die vier Verdächtigen waren wohl zufällig in der Innenstadt und hätten sich ihre Opfer wahllos ausgesucht. „Wir wollen sagen: Das ist Scheiße!“, macht Bär deutlich, „Unabhängig davon, ob es Fußballer getroffen hat. Wir wollen den Fahndungsdruck hoch halten, deshalb berichten wir ungeschönt über den Vorfall.“

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