Wie geht es mit dem Schweizer weiter?

Effe: "... dann muss Shaqiri Bayern verlassen"

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Stefan Effenberg.

München - Xherdan Shaqiri hat mit seinen drei Treffern im WM-Spiel für die Schweiz gegen Honduras aufhorchen lassen. Doch wo liegt seine sportliche Zukunft? Stefan Effenberg rät dem Kraftwürfel, bei Bayern zu bleiben. Es sei denn ...

Xherdan Shaqiri hat bei dieser WM schon gemerkt, wie schnell sich die Dinge im Fußball-Business doch verändern können: Nach den ersten beiden WM-Spielen mit den knappen Siegen gegen Ecuador (2:1) und der Klatsche gegen Frankreich (2:5) war der Bayern-Spieler in den Schweizer Medien teilweise harsch kritisiert worden. Nach dem abschließenden 3:0-Sieg gegen Honduras, den "Shaq" mit drei Toren förmlich im Alleingang sicherte, dann die totale Kehrtwende: Shaqiri ist plötzlich der Star und der große Hoffnungsträger für die Schweizer im Achtelfinale gegen Argentinien.

Klar ist: Mit seiner Leistung gegen Honduras hat sich der 22-Jährige für diverse Klubs in Europa noch interessanter gemacht, als er es ohnehin war. Zwar hat Shaqiri bei den Bayern noch einen Vertrag bis 2016, doch in den vergangenen Wochen deutete er mehrmals an, sich auch einen Abschied vom Rekordmeister vorstellen zu können. Im Prinzip fühlt er sich bei den Bayern zwar wohl, Knackpunkt ist aber die fehlende Einsatzzeit. Trainer Pep Guardiola hält große Stücke auf den Schweizer, den Sprung in die Stammelf hat er ihm aber dennoch bislang verwehrt. Auch deshalb kokettiert Shaqiri mit dem Interesse aus dem Ausland. "Klar ist, dass ich so nicht weitermachen will. Wenn sich nicht viel ändert, werde ich etwas ändern müssen", sagte er bereits am Ende der Bundesliga-Saison, und deutete an, dass ein Wechsel nach England interessant sein könnte.

Davon rät ihm Bayern-Altstar Stefan Effenberg ab. "Grundsätzlich rate ich ihm, in München zu bleiben. Er hat bereits bewiesen, dass er zum Klub passt. Wenn er fit ist und keine Verletzungssorgen hat, wird er sich über kurz oder lang als Stammspieler durchsetzen", schreibt Effe in seiner Kolumne in der Schweizer Zeitung "Blick". Allerdings: "Nun ist es aber wichtig für ihn, das Gespräch mit Pep Guardiola zu suchen. Der Trainer muss ihm sagen, ob er ihm sein hundertprozentiges Vertrauen schenkt und ob er in seinen Plänen eine große Rolle spielt. Das heißt: Sagt ihm Guardiola, er sei ein wichtiger Bestandteil seiner Überlegungen, sollte Shaqiri bei Bayern bleiben. Ist das nicht der Fall, muss er über einen Wechsel nachdenken und Bayern verlassen."

Den Bayern rät Effenberg, den Spieler nicht gehen zu lassen. Auch weil Franck Ribéry nicht mehr der Jüngste ist. "Guardiola weiß natürlich, dass Franck Ribéry mit seinen 31 Jahren immer wieder verletzt ist. Und nun auch mit Rückenschmerzen die WM verpasst hat. Die Frage ist für mich, ob er mit seinem Körper überhaupt wieder der Ribéry der besten Tage werden kann und nochmals hundertprozentig fit wird. Darum wäre es falsch von Bayern, Shaqiri abzugeben. Wenn ein Spieler wie er auf rechts, auf links und in der Mitte eingesetzt werden kann, dann ist das Gold wert."

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