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Lewandowski verabschiedet sich vom FC Bayern: Kahn und Brazzo berichten von letztem Büro-Treffen

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Von: Marius Epp, Manuel Bonke, Philipp Kessler

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Robert Lewandowski und der FC Bayern - noch kein Thema fürs Archiv. Nach dem öffentlichen Disput ist der Stürmer nun für eine Aussprache nach München zurückgekehrt.

Update vom 2. August, 13.53 Uhr: Wenig später meldet sich auch der FC Bayern mit einer offiziellen Abschiedsmeldung: „Robert Lewandowski sagt Servus“. Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic richteten noch einmal persönliche Worte an den Superstar.

Oliver Kahn: „Es war schön, dass Robert noch einmal bei mir im Büro vorbeigeschaut hat. Wir haben uns über alles unterhalten, gehen im Guten auseinander und werden auch in Zukunft in Kontakt bleiben. Robert und der FC Bayern, das war und ist eine besondere, erfolgreiche Geschichte. Wir wünschen ihm beim FC Barcelona alles Gute.“

Hasan Salihamidzic: „Robert ist in mein Büro gekommen, um sich zu verabschieden, und wir haben noch einmal 15 Minuten gesprochen. Ich habe alles angesprochen, wir haben alles geklärt. Robert hat für den FC Bayern Großes geleistet, das soll in Erinnerung bleiben. Auch er weiß, was er dem FC Bayern zu verdanken hat. Wir haben ihm alles Gute für seine neue Herausforderung gewünscht.“

Lewandowski spricht über Bayern-Besuch - Spott von den Fans

Update vom 2. August, 11.56 Uhr: Robert Lewandowski hat sich nach seinem Besuch an der Säbener Straße geäußert. „Es ist alles okay. Ich habe mich mit allen getroffen und kann jetzt mit sauberem Herzen gehen“, sagte er bei Sky vor seiner Abfahrt vom Bayern-Trainingsgelände.

„Ich werde immer dankbar sein für das, was ich hier erlebt habe.“ Sich von allen zu verabschieden, sei ein „emotionaler und schwieriger Moment“ gewesen. „Die letzten vier Wochen waren ein bisschen kompliziert für alle. ich vergesse aber nie, was in den letzten acht Jahren hier passiert ist.“

Er bedankte sich auch nochmal ausdrücklich bei den Fans des FC Bayern: „Die Bayern-Fans bleiben für immer in meinem Herzen.“ Im Profi-Trakt verschenkte der Ex-Bayern-Star teure Champagnerflaschen. Offenbar sind bei den Fans allerdings noch lange nicht alle Gemüter besänftigt: Einige Anhänger verabschiedeten den Torjäger mit ironischen „Hala Madrid!“-Rufen.

Lewandowski trifft sich mit Salihamidzic: Streitschlichtung an der Säbener Straße

Update vom 2. August, 10.57 Uhr: Weitere Details zur Lewandowski-Rückkehr kommen nun ans Licht: tz-Informationen zufolge verabschiedete sich der Stürmer zunächst in der Bayern-Kabine von seinen Ex-Teamkollegen. Danach war er bei Sportvorstand Hasan Salihamidzic, der am Samstag bereits ein Gespräch angekündigt hatte.

Am Montag war Lewandowski in der Allianz Arena, schoss Fotos im Vereinsmuseum und traf den Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn.

Lewandowski fährt an der Säbener Straße vor - Klärendes Gespräch mit dem FC Bayern?

Update vom 2. August, 10.02 Uhr: Der verlorene Sohn ist wieder da! Zumindest für einen Tag. Robert Lewandowski stattet dem FC Bayern nochmal einen Besuch ab, um sich angemessen von dem Verein zu verabschieden, mit dem er auf Klubebene alles gewonnen hat und für den er unglaubliche 344 Tore geschossen hat.

Um 9.08 Uhr fuhr der Pole im roten Audi in die Tiefgarage der Säbener Straße. Dort will er nochmal allen Bayern-Mitarbeitern ein freundliches „Cześć“ (polnisch für „tschüss“) überbringen. bevor er das Kapitel München für sich endgültig schließt und sich voll auf die Saison mit dem FC Barcelona fokussiert.

Nicht ganz leicht zu erkennen, aber er ist es: Robert Lewandowski fährt nochmal an der Säbener Straße vor.
Nicht ganz leicht zu erkennen, aber er ist es: Robert Lewandowski fährt nochmal an der Säbener Straße vor. © Kessler

Am Trainingsgelände des FC Bayern will Lewandowski außerdem das Gespräch mit der Führungsetage suchen, um die Wogen zu glätten. Ob das Verhältnis noch zu retten ist?

Lewandowski zofft sich nach Abgang mit dem FC Bayern

Erstmeldung vom 1. August: München - Die Giftpfeile fliegen munter hin und her zwischen dem FC Bayern und seinem Ex-Stürmer Robert Lewandowski, auch nach dessen Wechsel zum FC Barcelona. Nachdem der 33-Jährige den Münchnern Lügen vorwarf, schoss die Säbener Straße zurück und bezichtigte ihn des Nachtretens.

„Ich verstehe überhaupt nicht, wenn Robert Lewandowski nochmal nachtritt. Jeder hat bekommen, was er wollte“, bekräftigte Bayern-Präsident Herbert Hainer nochmal am Sonntag, nachdem Hasan Salihamidzic am Tag zuvor schon ausgeteilt hatte. Sowohl Brazzo als auch Trainer Julian Nagelsmann kündigten ein klärendes Gespräch mit dem Polen an.

Lewandowski wieder in München: Nicht nur, um sich zu verabschieden

Dazu ist Lewandowski nun bereit - und ist bereits nach München zurückgekehrt. Spanische Medien vermelden übereinstimmend, „Lewy“ sei am Sonntag mit dem Privatjet in die bayerische Landeshauptstadt geflogen, um sich noch einmal angemessen zu verabschieden. Das hatte er bereits zuvor angekündigt.

Robert Lewandowski hat offenbar doch noch nicht ganz mit dem FC Bayern abgeschlossen.
Robert Lewandowski hat offenbar doch noch nicht ganz mit dem FC Bayern abgeschlossen. © IMAGO/Michael Weber

Nun geht es aber nicht nur um seinen Abschied, sondern auch um die Schlammschlacht, die er sich vor und nach seinem Wechsel mit dem Rekordmeister geliefert hat. Beide Seiten wollen die Unstimmigkeiten ausräumen - und vor allem eins: Keine Unruhe mehr.

Nach Bayern-Abschied: Lewandowski will die Wogen glätten

Wie die tz erfuhr, war der Stürmer am Montag noch einmal in der Allianz Arena und posierte mit seinen in München gewonnenen Trophäen. Am Dienstag verabschiedet er sich von seinen ehemaligen Kollegen und Bayern-Mitarbeitern. Bei den Fans hat er sich bereits einige Sympathien verspielt, auch seine „Abschiedstournee“ im Verein könnte unter Umständen zum Spießrutenlauf werden.

Julian Nagelsmann mahnte allerdings nach dem Supercup-Sieg gegen Leipzig: „Er hat acht Jahre herausragend hier gespielt - mit unfassbar vielen Toren. Man muss Lewy auf ewig dankbar sein.“ Der Trainer zog Positives aus dem Abgang des 40-Tore-Manns: „Jetzt sind wir variabler, nicht mehr so leicht zu verteidigen.“ (epp)

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