FCB-Spiel in der Horizontalen

FC Bayern schauen in der Suite mit Bett in der Allianz Arena: Ist das wirklich möglich?

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Ist die Kommerzialisierung schon so weit gegangen, dass man die Spiele künftig in der Horizontalen anschauen kann, solange man den Geldbeutel nur weit genug aufmacht?

Die Kommerzialisierung im Profifußball treibt manchmal seltsame Blüten. So sahen wir vor einiger Zeit ein Schlafzimmer mit Blick auf das Spielfeld der Allianz Arena. Ist das Realität? Wir haben nachgehakt.

München - Seit Anfang des Jahres kursiert im Internet ein gewöhnungsbedürftiges Foto: Zu sehen ist ein modern ausgestattetes Schlafzimmer mit Bett, an der rechten Wand lodert ein Kaminfeuer. An der Frontseite erstrahlt die volle Allianz Arena während eines Spiels – der Aufschrei war groß: Ist die Kommerzialisierung schon so weit gegangen, dass man die Spiele künftig in der Horizontalen anschauen kann, solange man den Geldbeutel nur weit genug aufmacht?

Die Antwort lautet: Nein. Eine Situation, wie sie das bearbeitete Foto der Arena-Loge der Hotelkette Courtyard zeigt, wird es auf absehbare Zeit nicht geben. „Das Bett wird nur für spezielle Promotion-Anlässe aufgebaut“, erklärt Astrid Scheppelmann von Courtyard bei unserem Besuch der Loge während des Länderspiels zwischen Deutschland und Frankreich. Was in der Vorstellung zunächst reizvoll, wenn auch fußballfremd scheint, wäre in der Realität ohnehin nur semispektakulär: Einerseits verdecken Sitze und ein kleiner Tresen den Blick in die Arena, andererseits wäre vom Bett aus ohnehin nur die gegenüberliegende Eckfahne erkennbar.

Die Antwort lautet: Nein. „Das Bett wird nur für spezielle Promotion-Anlässe aufgebaut“, erklärt Astrid Scheppelmann von Courtyard.

Courtyard-Loge in der Allianz Arena: Das sind die Voraussetzungen

Einmal wurde das Bett jedoch tatsächlich als Schlafstätte genutzt, in der Nacht vor dem letzten Bundesliga-Heimspiel der vergangenen Saison. Das soll vorerst eine Ausnahme bleiben, ist für die Zukunft aber nicht ausgeschlossen – schließlich läuft die Partnerschaft zwischen Courtyard, Teil des Imperiums von Marriott, und dem FC Bayern München mindestens noch drei Jahre.

Wer auch ohne Bett in die Loge will, muss Kunde der Kette sein, und das nicht nur eine Nacht: Über ein Treueprogramm muss man mindestens 30.000 Punkte sammeln (zehn Punkte entsprechen einem Dollar), dann wird die Loge für ein Spiel an den Meistbietenden vergeben. Knapp 2580 Euro muss man also ausgegeben haben, um für das Zimmer überhaupt infrage zu kommen – kein Wunder, dass dort hauptsächlich Geschäftsleute zu Gast sind. 

Max Kramer

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