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Magischer Musiala: Bosse überwältigt – Bayern-Star trotzdem selbstkritisch

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Von: Philipp Kessler

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Der FC Bayern München hat im Supercup gegen RB Leipzig gewonnen. Für viele Beteiligte war er der Mann des Spiels: Jamal Musiala.

München - Einfach nur magisch! Jamal Musiala (19) überragte beim Supercup-Sieg der Bayern am Samstag in Leipzig alle. Seine Ausbeute beim 5:3: das Tor zum 1:0, das 2:0 mit einem überragenden Pass auf Serge Gnabry (27) eingeleitet und den dritten Münchner Treffer von Benjamin Pavard (26) vorbereitet. Dazu glänzte der deutsche Nationalspieler mit einigen Gustostückerln am Ball: tz-Note 1.

„Ich bin ganz gut ins Spiel reingekommen. Ich habe einfach Spaß gehabt. Dann kommen auch mehr Situationen, wo ich vorne etwas kreieren kann“, sagte Musiala nach dem 5:3 gegen RB. „Ich habe immer hohe Erwartungen an mich selbst. Zweite Halbzeit war es nicht mehr so gut. Aber von den Ideen, die ich hatte, war es ein gutes Spiel. Ich habe noch viele Ziele und kann noch besser spielen.“

Jamal Musiala mit Gala-Auftritt: Lob von den Kollegen und Bossen

Die anderen Münchner lobten das Offensiv-Juwel unisono. „Was für ein Spieler! Er war der Mann des Spiels“, fand Weltstar Sadio Mané (30). „Jamal hat gezeigt, dass er im Moment einer der besten deutschen Spieler ist, die wir haben. Er ist auf einem sehr guten Weg“, betonte Vorstands-Boss Oliver Kahn (53) in den Katakomben der Red Bull Arena.

Bundestrainer Hansi Flick (57), der auf der Tribüne saß, sah es ähnlich. Auch Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic (45) war voll des Lobes ob der starken Leistung Musialas. „Überragend. Er war eine Augenweide. Er ist so gut drauf. Ein Spieler, der wirklich Freude macht“, schwärmte Brazzo. „Er ist in seinen jungen Jahren so abgeklärt, so gut am Ball, einfach wahnsinnig gut. Wir sind froh, dass er in unserer Mannschaft spielt und langfristig an uns gebunden ist.“ Beim FC Bayern steht Musiala bis Sommer 2026 unter Vertrag.

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann war mit Jamal Musiala natürlich zufrieden.
Bayern-Trainer Julian Nagelsmann war mit Jamal Musiala natürlich zufrieden. © Sven Simon / Imago

Musiala kam einst als Super-Schnäppchen zum FC Bayern

Im Juli 2019 wechselte der Ballzauberer für eine Ablöse von 250.000 Euro vom FC Chelsea in den Bayern-Nachwuchs. Seit Sommer 2020 zählt er dauerhaft zu den Profis. Nun möchte Musiala den Schritt zum Stammspieler schaffen. „Ich mache einfach mein Ding. Wir haben so einen wahnsinnigen Kader. Es wird nicht einfach, jedes Spiel in der Startelf zu stehen“, so Musiala zurückhaltend. „Ich versuche, einfach meine Leistung zu bringen, damit wir so viele Spiele gewinnen wie möglich.“

Trainer Julian Nagelsmann (35) sagte nach der Partie in Leipzig: „Wenn er so spielt wie heute, dann ist er für die Mannschaft unverzichtbar.“ Am liebsten sieht sich Musiala, der auch schon im defensiven Mittelfeld eingesetzt wurde, im Angriff: „Offensive Positionen taugen mir am meisten. Ich denke, die auf der Zehn oder außen links machen am meisten Spaß. Aber wenn ich auf dem Feld bin, bin ich schon glücklich.“

Magischer Musiala: Bosse überwältigt – Bayern-Star gibt sich trotzdem selbstkritisch

Trotz der Lobhudeleien weiß Musiala auch, dass er noch Luft nach oben hat. „Da gibt es viele Sachen, die ich verbessern kann: dass ich in der Defensivarbeit das ganze Spiel durchhalten und auch in der zweiten Halbzeit weiter Gas geben kann. Oder dass ich jeden Tag hart im Training arbeite, damit ich bei Torschüssen so effizient bin wie möglich“, meinte der Champions-League-Sieger von 2020. Fakt ist: Macht er so weiter, ist auf dem Weg zu einem absoluten Weltklasse-Spieler. (pk)

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