Burghausens Trainer über das Topspiel und die Hinrunde

Schellenberg: „Beide Gegentore total bitter“ 

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Wacker Burghausens Trainer Wolfgang Schellenberg war trotz der Niederlage seiner Mannschaft zufrieden. 

Wacker Burghausen verliert das Topspiel gegen die FC Bayern Amateure und damit auch Boden auf den Tabellenführer. Trotzdem zeigt sich Trainer Wolfgang Schellenberg mit dem Auftritt und der Hinrunde seiner Mannschaft zufrieden.  

Zum Abschluss des 17. Spieltags und zugleich zum Abschluss der Hinrunde stand am Montagabend zur besten Sendezeit nochmal ein wahres Spitzenspiel in der Regionalliga Bayern auf dem Programm. Die Tabellenführer FC Bayern Amateure empfingen im heimischen Grünwalder Stadion den Tabellenvierten Wacker Burghausen. Mit einem Sieg wären die Burghauser punktgleich mit den Bayern und der Aufstiegskampf vorerst wieder offen. Die Partie versprach also pure Spannung und ein Spiel auf Augenhöhe. Diese Erwartungen erfüllten sich auch wie Burghausens Cheftrainer Wolfgang Schellenberg nach der Partie feststellte: „Wir haben uns komplett auf Augenhöhe bewegt“.

Trotz leichter Außenseiterrolle erwischte Wacker den besseren Start. Die Taktik der Gäste war bereits nach wenigen Minuten zu erkennen. Die Burghauser pressten sehr hoch und ließen den Bayern so kaum Räume zur Entfaltung ihrer berühmt-berüchtigten dominanten, auf Ballbesitz ausgelegte, Spielweise. „Wir haben versucht ihre Viererkette anzulaufen und ihre Passwege zuzustellen um ihnen die Pässe in die Tiefe zu erschweren“, erklärte Schellenberg den Matchplan seiner Mannschaft. Dieser Plan ging in den ersten Minuten voll und ganz auf und so ging Wacker nach genau einer Viertelstunde durchaus verdient in Führung. Nach einem Pass in die Tiefe tauchte Muhamed Subasic alleine vor Früchtl auf und ließ dem Bayern-Keeper aus zwölf Metern keine Chance. Auch in der Folge überließen die in schwarz-gekleideten Gäste dem Tabellenführer kaum Räume. 

„Wir müssen uns da cleverer verhalten“

Erst nach 24 Minuten kamen die Bayern Amateure zu ihrer ersten Großchance. Nach einem Seitenwechsel kam Bayern-Talent Franck Evina auf einmal alleine vor Burghausens Schlussmann Flückiger zum Abschluss, der 27-Jährige rettete aber mit einer Glanzparade zur Ecke. Sieben Minuten später machte es Bayerns Youngster aber besser. „Wir müssen uns da cleverer verhalten“. Nach einem Pass von Zaiser in die Tiefe behielt Topstürmer Wriedt die Übersicht und bediente in der Mitte den eingelaufenen Evina, der den Ball zwischen Flückigers Beine hindurch schob. „So ein Tor sollte eigentlich nicht passieren, dass man sich bei einer 1:0-Führung auswärts auskontern lässt“, bewertete Schellenberg das Gegentor. Nur fünft Minuten später verpasste Wacker die direkte Antwort. Wächter scheiterte freistehend aus fünf Metern an Bayern-Talent Früchtl. 

Kurz vor der Pause bekamen die Bayern im rechten Halbfeld einen Freistoß zugesprochen. Nach der Flanke von Maximilian Welzmüller kommt Wriedt frei zum Kopfball. Flückiger kann den zu zentralen Kopfball aber parieren. Beim nachfolgenden Eckball ist der Schlussmann dann aber machtlos. Feldhahn nickt die Welzmüller-Ecke fies per Aufsetzter zur Führung in die Maschen. „Beide Gegentore sind im Endeffekt total bitter“, ärgerte sich Burghausens Trainer über den Halbzeitstand. 

„Komplett auf Augenhöhe“

Auch in der zweiten Hälfte präsentierten sich beide Teams „komplett auf Augenhöhe“. Aber „viele Chancen waren jetzt nicht mehr da, auch bei den Bayern“, kommentierte Schellenberg den Verlauf des zweiten Durchgangs. Keines der beiden Teams schaffte es, sich ein klares Übergewicht zu erspielen. Trotzdem sah der Ex-NLZ-Leiter des TSV 1860 „insgesamt kein schlechtes Spiel“ mit „relativ viel Tempo“. Die Bayern Amateure und auch Wacker Burghausen „haben versucht nach vorne zu spielen“, es gab „aber auch Phasen in denen man verteidigen musste“. Deswegen reichte es für aussichtsreiche Chancen nur selten. Den Burghausern war die laufintensive Spielweise anzusehen, den Münchnern das Fehlen von drei Leistungsträgern. Die einzige hochkarätige Chance des FCB vergab Wriedt nach einem Einwurf, als der ghanaische Stürmer freistehend den einzig verbleibenden Gegenspieler anschoss. Burghausen bemühte sich zwar Chancen herauszuspielen, das Fehlen von Stürmer Marinkovic machte sich aber in genau diesen Situationen durchaus bemerkbar. So stand unterm Strich ein nicht unverdienter Favoriten-Sieg des Tabellenführers. 

Insgesamt zeigte sich Schellenberg aber zufrieden mit dem Auftreten seines Teams: „Eigentlich haben wir grundsätzlich ein gutes Spiel gemacht“, wusste aber auch warum es für seine Elf zu keinem Punktgewinn reichte: „Die Chancen die wir hatten, hätten wir nutzen müssen“. Trotz der Niederlage zum Hinrunden-Abschluss zeigte sich der 46-Jährige zufrieden mit der Hinserie seiner Mannschaft: „Mit 30 Punkte sind wir  zufrieden und absolut im Soll“. Vor der Winterpause wollen die Burghauser aber trotzdem „noch einige Punkte holen um dann bereits schnellst möglich in Richtung neue Saison blicken zu können“. Einen Angriff auf die Tabellenspitze will Wacker trotz sechs Punkt aber nicht mehr starten, so Schellenberg: „Auf Dauer werden sich die beiden Profimannschaften durchsetzen, das zeichnet sich bereits jetzt ab“ gibt aber gibt er einen Titel-Tipp ab: „Vor allem beim FC Bayern“. 

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