1. tz
  2. Sport
  3. FC Bayern

Nianzou-Rückkehr günstiger möglich – Transferfuchs Brazzo baute gewiefte Klausel ein

Erstellt:

Von: Marius Epp

Kommentare

Tanguy Nianzou sah beim FC Bayern keine Zukunft mehr – und wechselte zum FC Sevilla. Die Münchner haben sich eine ungewöhnliche Rückkauf-Klausel gesichert.

München – Ralf Rangnick gab Tanguy Nianzou einst „ein, zwei Jahre“, bis er beim FC Bayern Stammspieler wird, Hasan Salihamidzic pries den Franzosen als „eines der größten Talente in Europa“ an. Zwei Jahre später verabschiedet sich der 20-Jährige wieder aus München und sucht sein Glück beim FC Sevilla.

Der Rekordmeister kassiert eine stattliche Ablösesumme von kolportierten 16 bis 20 Millionen Euro für das Innenverteidiger-Talent aus Spanien. Die Bayern haben sich Medienberichten zufolge allerdings eine Rückkaufoption gesichert. Die Bild will nun wissen, wie hoch sie sein soll.

Nianzou-Abgang: FC Bayern baute wohl gleich drei Klauseln ein – Rückkauf möglich

Demnach soll der FC Bayern die Möglichkeit haben, Nianzou nach der ersten Saison in Sevilla für die stattliche Summe von 50 Millionen Euro zurückzuholen. Ab dem 19. September 2023 steige die Summe auf 55 Millionen Euro an. Klar scheint zunächst: Die Bayern werden in Sachen Rückkauf also nur aktiv werden, wenn Nianzou so richtig durchstartet.

Hasan Salihamidzic greift im Transfergeschäft zu durchdachten Strategien.
Hasan Salihamidzic greift im Transfergeschäft zu durchdachten Strategien. © IMAGO/Michael Taeger

Salihamidzic, der fleißig daran arbeitet, dem Spitznamen „Transferfuchs“ immer gerechter zu werden, hat aber offenbar noch zwei weitere Klauseln in den Kaufvertrag des Franzosen einbauen lassen. Die erste: Wird Nianzou weitertransferiert, sollen dem FC Bayern weitere vier Millionen Euro sicher sein. So weit, so üblich – im Fußballgeschäft ist das mittlerweile keine Seltenheit mehr.

FC Bayern soll sich bei Nianzou „Matching-Right“ gesichert haben

Die zweite Klausel ist da schon ungewöhnlicher: Offenbar besitzt der FC Bayern das Recht, den Franzosen auch günstiger wieder an die Isar zu locken. Im Deal soll ein sogenanntes „Matching-Right“ enthalten sein, das besagt: Sevilla muss die Münchner bei jedem Angebot eines anderen Klubs für Nianzou informieren.

Stimmen die Andalusier dem gebotenen Betrag zu, hat der FC Bayern ein Vorkaufsrecht und kann Nianzou für exakt die Summe zurückholen. Entscheiden sich die Bayern in diesem Fall nicht für einen Transfer, streichen sie dem Bild-Bericht zufolge 22,5 Prozent der von einem anderen Klub bezahlten Ablösesumme ein. Ganz schön gewieft!

Wie die weiteren Pläne des FC Bayern für den Transfer-Endspurt aussehen, lesen Sie hier. (epp)

Auch interessant

Kommentare