Bayern-Star auf dem Weg zu Jogi?

Test bestanden! Rafinha ist jetzt offiziell Deutscher

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Herzlich Willkommen! Rafinha hat den Einbürgerungstest bestanden und ist jetzt auch deutscher Staatsbürger.

München - Ist in diesen Tagen ein neuer deutscher Nationalspieler geboren? Nominiert wurde er zwar noch nicht, doch die Voraussetzungen dafür sind jetzt erfüllt – Rafinha ist Deutscher!

Der gebürtige Brasilianer hat den Einbürgerungstest bestanden, darf sich ab sofort als deutscher Staatsbürger bezeichnen. „Ich freue mich und bin sehr glücklich“, sagte Rafinha der tz.

Den Test hatte er bereits vor gut einem Monat absolviert, an ein Scheitern dachte der selbstbewusste Strahlemann von Anfang an nicht. „Es hat alles ganz gut geklappt. Ich habe ein gutes Gefühl“, verriet Rafa im Anschluss – und sollte recht behalten. Die tz erfuhr bereits vor zwei Wochen von seiner Einbürgerungszusicherung, doch unter Umständen hätte diese noch zurückgezogen werden können. Wurde sie aber nicht, und so ist Rafa jetzt auch offiziell Deutscher. Inzwischen hat er die Einbürgerungsurkunde erhalten, sie sichert ihm alle Rechte und Pflichten eines deutschen Staatsbürgers zu. Auf seinen neuen Pass muss der Familienvater allerdings noch ein bisschen warten, „die Papiere müssen noch beklebt werden, das dauert rund drei Wochen“, erklärte der Rechtsverteidiger des FC Bayern.

Bekleidet er diese Position künftig vielleicht auch in der deutschen Nationalmannschaft? Fakt ist: Bislang sträubten sich sowohl Rafinha als auch Bundestrainer Jogi Löw vor einem klaren Bekenntnis. Der Brasi hatte Anfang September im tz-Interview betont, den Test „für meine Familie, nicht für den DFB“ machen zu wollen. Auch Löw äußerte sich zunächst zurückhaltend, sagte zuletzt aber: „Solange er keinen deutschen Pass hat, ist es für uns kein Thema. Erst dann beschäftigen wir uns damit.“ Das dürfen Löw und sein Trainerstab nun also tun.

Denn Fakt ist auch: Seit dem Rücktritt von Philipp Lahm fehlt dem Weltmeister ein Rechtsverteidiger mit internationaler Klasse. Ebenso verhält es sich auf der Position des linken Verteidigers, dort schon deutlich länger. Rafinha wäre die Ideallösung. Auch beim FCB vertritt er Lahm unter Pep zuverlässig hinten rechts, zuletzt überzeugte der Samba-Kicker mit den deutschen Tugenden in Abwesenheit von David Alaba auch als Linksverteidiger. „Das ist kein Problem. Wenn der Trainer mich braucht, bin ich immer bereit – egal ob rechts oder links“, sagte Rafinha. So verwundert es nicht, dass Pep voll des Lobes für Rafa ist: „Er ist die Person, die in der Kabine die Musik macht. Er lacht immer. Für ihn ist es kein Beruf, keine Arbeit. Er genießt es, Fußball zu spielen. Als Trainer bin ich glücklich, einen Spieler wie Rafinha zu haben.“ Ein Wink in Richtung Jogi? Die FCB-Kollegen würde es jedenfalls freuen. „Wir machen schon immer Witze darüber, ob er jetzt bald eine Rolle in der Nationalelf spielt“, verriet Thomas Müller. Und bald könnte aus den Späßen sogar Ernst werden…

sw, lop

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