Bayerns Mutmacher freut sich auf Barça

Thiago: "Ich bin nicht Peps Liebling"

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Nach oben soll es gehen für die Bayern: Thiago könnte der entscheidende Mann für den Endspurt der Saison sein.

München - Seit der Rückkehr von Thiago Alcántara hat der FC Bayern wieder einen Unberechenbaren mehr auf dem Feld. Der Spanier sieht sich selber noch nicht in Topform.

Wenn er am Ball ist, kommt meistens etwas Gutes heraus: Seit Thiago Alcántara Anfang April nach über einem Jahr quälender Verletzungspause sein Comeback feierte, ist das FC-Bayern-Mittelfeld um einen Genie-Faktor reicher. Beim Champions-League-Hinspiel in Porto hielt er mit seinem Anschlusstreffer die Tür ins Halbfinale um den entscheidenden Millimeter offen und sorgte mit einem Kopfballtor in der Allianz Arena für den Anfang eines denkwürdigen Sturmlaufes der Roten.

Am kommenden Mittwoch steht für den Spanier die Rückkehr in seine fußballerische Heimat an: Gegen den FC Barcelona wollen die Bayern im Camp Nou die Tür zum Finale in Berlin ein wenig weiter aufschieben als noch gegen die Portugiesen. Und Thiago wird dabei einmal mehr ein entscheidender Faktor sein. Für ihn werde das "eine ganz spezielle Partie", wie er im Interview mit der Sportbild mitteilte. "Ich habe großen Respekt vor Barcelona und bin ihnen sehr dankbar, ich habe in La Masia (die Nachwuchsakademie der Katalanen, Anm. d. Red.) viel gelernt."

Trifft Thiago gegen Barca auf seinen Bruder Rafinha?

Allerdings gebe es für ihn während der beiden Spiele keine alten Rechnungen zu begleichen und er schaue auch nicht darauf, wer beim Gegner auf dem Platz steht. Möglicherweise wird für Barca auch sein Bruder Rafinha auflaufen.

Die lange Verletzungsphase hat Thiago auch abgehakt. "Ich vertraue meinem Körper, ich habe keine Angst", berichtet er. Und das merkt man auch, wenn man dem Edeltechniker beim Spielen zusieht. Kein Zweikampf wird gescheut, keine Grätsche verweigert. Seinen Spaß am Leben zieht er durch das Spiel mit dem Ball: "Das Feld ist meine Bühne, dort fühle ich mich wohl. Was gibt es Schöneres? Wovor sollte ich Angst haben?"

Thiago: Bin nicht Peps Liebling

Man merkt dem 24-Jährigen an: Er hat mit dem FC Bayern in der Zukunft noch Großes vor. Allerdings sieht er sich dabei als Teil des Teams. "Mir hat es noch nie gefallen, dass ich der Liebling von Pep sein soll. Das glaube ich auch nicht", gibt Thiago zu bedenken. Doch beide halten offensichtlich viel voneinander: Mit den Worten "Thiago oder nix" ließ Guardiola nach seinem Einstand beim FCB zum ersten Mal den Wunsch nach einem Spieler verlauten. Und die Bayern-Bosse erfüllten ihrem Trainer diesen Wunsch für geschätzte 25 Millionen Euro.

Für den lange Verletzten ist dies jedoch kein Herausstellungsmerkmal. Zwar kenne man sich schon lange, doch das sei nur hilfreich, um den anderen besser einschätzen zu können. Schließlich, so Thiago, "sind wir 25 Spieler, der Trainer muss auf alle zählen können".

Das Mia-san-Mia der Münchner hat er trotz seiner relativ wenigen Einsätze schon verinnerlicht: "Bayern ist einfach ein Wahnsinns-Klub, ein toller Verein. Das spürst du, wenn du das Trikot anziehst." Und Thiago kündigt trotz seiner jetzt schon starken Form an: "Ich habe noch Luft nach oben."

Das dürften die Fans der Bayern gerne hören. Noch maximal drei wirklich wichtige Spiele wird es in dieser Saison geben: Am 6. Mai in Barcelona, am 12. Mai das Rückspiel in der heimischen Allianz Arena und am 6. Juni das CL-Finale in Berlin. Und bei allen dreien könnte ein Thiago in Topform der entscheidende Mann auf dem Feld sein.

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bix

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