Es gab Offerten aus England

Thomas Müller: Darum bleibe ich beim FC Bayern

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Thomas Müller möchte bis zum Ende seiner Karriere nur für den FC Bayern spielen.

München - Die Premier League ist für Stürmer Thomas Müller keine Option. Das Bayern-Urgestein erklärt, warum er beim Rekordmeister einen "Rentenvertrag" unterschrieben hat.

Champions League-Gewinner, DFB-Pokalsieger und mehrfacher Deutscher Meister - Thomas Müller hat mit dem FC Bayern alles erreicht. Der ein oder andere sehnt sich nach solch einer Erfolgsserie nach mehr Abwechslung, nach etwas Neuem. Viele reizt der Wechsel in die Premier League - nicht so den 26-jährigen Weilheimer.

Erst im vergangenen Dezember verlängerte er beim Rekordmeister bis 2021. Wie er in einem Interview mit der Abendzeitung verriet, identifiziere er sich mit dem Klub und möchte dort alles für dessen Erfolg tun. "Wenn man die Unterschrift unter einen Vertrag setzt, geht man auch davon aus, dass er erfüllt wird. Es ist zwar noch lange hin, aber der Verein und ich fühlen uns miteinander wohl. Wenn der Vertrag ausläuft, bin ich auch schon über 30. Ich hoffe, dass ich das Niveau halten kann, um auch die nächsten Jahre hier erfolgreich zu sein."

"Ja, es gab Offerten"

Es hat zwar auch Angebote von der Insel gegeben, doch die fußballerische Qualität sei Müller einfach wichtiger als noch mehr Kohle. "Ja, es gab Offerten. Aber wenn man auf das Fußballerische schaut, sind wir in den Top 3 in Europa mit dem FC Barcelona und Real Madrid. Die Engländer sind zwar sehr finanzkräftig, aber ob sie deshalb auch an die europäische Spitze zurückkehren, wird man sehen. Aus sportlicher Sicht war es einfach, hier zu verlängern."

Auf die Frage, ob Pep Guardiola aufgrund seines bevorstehenden Wechsels zu Manchester City bereits mit dem FC Bayern abgeschlossen hat, scheint sich Müller sicher: "Überhaupt nicht. Es ist eher so, dass er noch akribischer ist. Vielleicht ist das wie im Jugendfußball, wenn der Vater seinen eigenen Sohn trainiert. Dann nimmt er ihn auch eher härter ran, um sich nichts nachsagen lassen zu müssen. Außerdem: Unser Job ist total transparent. Ein normaler Mitarbeiter in einer 5000-Mann-Firma kann es vielleicht ein bisschen schleifen lassen, wenn sein Abschied feststeht. Aber bei uns sind überall Kameras. Wenn wir nicht funktionieren, kommt sofort ein anderer. Das gilt für Spieler genauso wie für Trainer."

Ziel ist das Maximum an Titeln

Vielleicht gelingt es ja dem Team, Guardiola das gleiche Abschiedsgeschenk zu machen wie 2013 Jupp Heynckes - damals gab es das Triple. "Wir wollen mit Pep Guardiola und gemeinsam als Team das Maximum an Titeln gewinnen, wie wir das schon die Jahre zuvor versucht haben. Wir sind sehr fokussiert."

Linda Carstiuc

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