„Das wusste ich nicht“

Thomas Müller völlig baff: Mega-Spielplan wirbelt Urlaubspläne von Bayern-Star durcheinander

Nationalspieler vom FC Bayern: Thomas Müller (li.) und Niklas Süle.
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Nationalspieler vom FC Bayern: Thomas Müller (li.) und Niklas Süle.

Der Fußball steht im kommenden Jahr wegen der Winter-WM 2022 vor einem ungemein straffen Terminplan. Thomas Müller vom FC Bayern reagiert irritiert.

München - 2022 wird ein besonders forderndes Fußball-Jahr für die Stars der Branche. Natürlich gilt das auch für die Spieler des FC Bayern München. Hintergrund ist die Winter-WM in Katar mit Länderspielen vom 21. November bis zum 18. Dezember. Das bedeutet einen sehr straffen Zeitplan.

Wie straff dieser wohl sein wird, sorgte vor dem WM-Qualifikationsspiel Deutschlands in Nordmazedonien bei Thomas Müller vom FC Bayern München für Verwunderung. Konkret: Der Weltmeister war davon ausgegangen, dass er spätestens nach dem Champions-League-Finale am 28. Mai in St. Petersburg in den Urlaub fliegen oder fahren kann. Aber: In den ersten beiden Juni-Wochen stehen gleich vier Spiele mit der deutschen Nationalmannschaft in der Nations League an.

DFB-Team: Thomas Müller (FC Bayern) ist überrascht über straffen Terminplan in WM-Jahr

„Das wusste ich nicht“, erklärte der 32-jährige Müller. Markant: Das DFB-Team könnte in der Liga A der Nations League im spektakulärsten Fall auf die Top-Nationen Italien und England sowie den Nachbarn Österreich treffen. Und damit nicht genug. Stand Mitte Oktober 2021, wird die Bundesliga-Saison 2021/22 bereits am 29. Juli beginnen - und damit drei Wochen früher als üblich. Der letzte Bundesliga-Spieltag vor der Weltmeisterschaft ist zwischen dem 11. und 13. November geplant. Ab dem 14. November sollen die WM-Teilnehmer jedoch die Nationalspieler abgestellt bekommen. Und am 18. November beginnt bereits das Turnier im Emirat.

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Thibaut Courtois von Real Madrid hat sich im Rahmen der Nations League jetzt über die Terminhatz beschwert. „Dieses Spiel um Platz drei und vier ist nur ein Spiel ums Geld, und da müssen wir ehrlich sein. Wir spielen es nur, weil es für die Uefa zusätzliches Geld bedeutet“, meinte der belgische Torhüter bei Sky: „Die Uefa hat eine zusätzliche Trophäe geschaffen, die Conference League. Es ist immer das Gleiche. Man kann sich beschweren, dass andere Mannschaften eine Super League wollen, aber um die Spieler kümmern sie sich nicht. Sie kümmern sich nur um ihre Taschen, um das Geld.“

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Es sei eine schlechte Sache, „nicht über die Spieler zu sprechen. Und jetzt hört man, dass jedes Jahr entweder eine EM oder eine WM ausgetragen werden. Wann ruhen wir uns aus? Niemals. Wir sind keine Roboter!“, sagte Courtois weiter: „Es gibt immer mehr Spiele und weniger Ruhephasen für uns und niemand kümmert sich um uns.“ Die Müllers müssen im kommenden Sommer offenbar wohl selbst ihren Urlaub verschieben. (pm)

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