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Thomas Müller emotional: FC Bayern hat noch immer am Champions-League-Aus zu knabbern

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Von: Christoph Klaucke

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Der FC Bayern ist in der Champions League nur noch Zuschauer. Thomas Müller verrät, warum die Bayern das Aus noch nicht verdaut haben.

München – Fast drei Wochen ist es nun her: Der FC Bayern erlebt eine seiner bittersten Stunden der jüngeren Vereinsgeschichte und scheidet im Viertelfinale der Champions League sensationell gegen den krassen Außenseiter FC Villarreal aus. Die Saison der Bayern lag von einem Moment auf den anderen in Trümmern. Was blieb war die Deutsche Meisterschaft, die gefühlt seit Monaten feststand. Das Scheitern in der Königsklasse mussten die Bayern erst einmal sacken lassen, Thomas Müller blickt emotional zurück.

Thomas Müller
Geboren: 13. September 1989 (Alter 32 Jahre), Weilheim in Oberbayern
Größe: 1,85 m
Verein: FC Bayern
Ehepartnerin: Lisa Müller (verh. 2009)

FC Bayern: Thomas Müller hat CL-Niederlage noch „tagelang beschäftigt“

„Ich kann mich kaum an eine sportliche Niederlage erinnern, die mich tagelang so beschäftigt hat“, schreibt Thomas Müller in seinem monatlich Newsletter. „Die vorherrschenden Gefühle zu unserem Ausscheiden waren und sind: Enttäuschung und sauer auf sich selbst sein.“

Nach einem glücklichen 0:1 beim FC Villarreal im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League wollte der FC Bayern München im Rückspiel den Spieß noch umdrehen. Bis kurz vor Schluss lagen die Bayern durch einen Treffer von Robert Lewandowski mit 1:0 in Führung, was eine Verlängerung bedeutet hätte - doch dann kam die 88. Minute, in der Samu Chukwueze einen Konter abschloss.

Thomas Müller: CL-Aus des FC Bayern war „ein absoluter Schlag in die Magengrube“

„Mit dem Gegentor zum 1:1 war es, als hätte man im Stadion den Stecker gezogen“, erklärte Müller die gespenstische Stimmung in der vollbesetzen Allianz Arena. „Einfach ein absoluter Schlag in die Magengrube für alle Beteiligten, die es mit dem FC Bayern halten.“ In der Nachbetrachtung der beiden Spiele sei man verdient ausgeschieden, „auch wenn der Fußballgott im Rückspiel keine Lederhosen anhatte.“

Am Boden: Thomas Müller und der FC Bayern haben das Aus in der Champions League noch immer nicht verdaut.
Am Boden: Thomas Müller und der FC Bayern haben das Aus in der Champions League noch immer nicht verdaut. © Revierfoto/Imago

„Bei allem Schmerz“, gratulierte Müller dem FC Villarreal zum Weiterkommen. „Für uns geht es darum, uns jetzt wieder aufzurappeln“, blickt der FCB-Anführer in die Zukunft. Dass dies noch eine Weile dauern könnte, zeigte nicht zuletzt die hochverdiente 1:3-Pleite in Mainz in der Bundesliga.

FC Bayern: Thomas Müller hält Meistertitel „wichtig für die Seele“

Den April werde Müller jedenfalls so schnell nicht vergessen. „Erst die extrem schmerzhafte Niederlage in der Champions League und dann die Rekordmeisterschaft mit der 10. Schale in Folge. Eine absolute Achterbahnfahrt der Gefühle“, schreibt der 32-Jährige. Der Sieg im Prestige-Duell gegen Borussia Dortmund und dem damit verbundenen Meistertitel „war diesmal ganz besonders wichtig für die Seele.“

Müller erinnert sich an schöne Momente nach Schlusspfiff. Das Feiern mit der Mannschaft und den Fans habe ihn an den langen Weg erinnert, „den wir alle gemeinsam gegangen sind.“ Immerhin: „Die herbe Niederlage in der Champions League war für den Augenblick vergessen.“ Wenn auch nur für einen kurzen Moment. Ablenkung holten sich nach der Mainz-Pleite, bei der Müller krankheitsbedingt fehlte, einige FCB-Stars mit einem Ibiza-Trip bei einem Party-Urlaub. (ck)

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