Stimmen zum DFB-Pokal-Halbfinale

Trotz Pokal-Erfolg: Thomas Müller gibt alarmierenden Einblick in Bayern-Kader - „Wir waren geschlaucht“

FC Bayern München Thomas Müller
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Leistungsträger des FC Bayern München: Thomas Müller.

Nach dem Sieg im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt erzählt Thomas Müller von den Belastungen beim FC Bayern München durch die Terminhatz. Hansi Flick hat einiges an der zweiten Halbzeit auszusetzen. Die Stimmen.

  • DFB-Pokal: Der FC Bayern München* steht durch ein 2:1 gegen Eintracht Frankfurt im Finale.
  • Im Endspiel in Berlin (4. Juli) wartet nun Bayer Leverkusen auf den deutschen Rekordmeister.
  • Thomas Müller berichtet von müden Bayern, Trainer Hansi Flick relativiert die fahrige zweite Halbzeit - die Stimmen.

München - Sportmediziner und Physiotherapeuten hatten vor dem Corona-Restart der Bundesliga* und im DFB-Pokal davor gewarnt: Wegen der langen Unterbrechung und der ungewöhnlichen Vorbereitung sei das Verletzungsrisiko sehr hoch. Von der hohen Belastung für die Spieler ganz zu schweigen.

So waren der enge Terminplan von Deutscher Fußball Liga (DFL) sowie Deutschem Fußball-Bund (DFB) samt der damit verbundenen Herausforderungen beim FC Bayern München* nach dem 2:1 (1:0) im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt* auch das vorherrschende Thema. Am Samstag folgt bereits das entscheidende Bundesliga-Match gegen Mönchengladbach.

Hansi Flick, der den DFB vor Millionenpublikum kritisierte, nahm das Bayern-Team * für eine fahrige zweite Halbzeit in Schutz; Thomas Müller berichtete von einer müden Münchner Mannschaft, bei Sky äußerte er sich außerdem zu Kai Havertz.

Wir haben die Stimmen aus der ARD zum Spiel zusammengefasst.

Thomas Müller (FC Bayern München): „Wir waren geschlaucht“

... über das Spiel: „Auch schon in der ersten Halbzeit können wir nicht zufrieden sein. Da hat Frankfurt sehr viel Müdigkeit gezeigt. Sie haben sehr viele Räume in der Defensive weggegeben. Wir müssen in der ersten Halbzeit deutlich höher führen. Aber wir waren durchaus auch pomadig, müde, geschlaucht von den letzten Wochen. Ganz klar. Und das hat sich leider in der zweiten Halbzeit durchgezogen und verschlimmert. Wir waren unsauber, wie wir es von uns nicht gewohnt sind. Unser Pressing konnte heute über weiter Strecken eigentlich so nicht genannt werden. Unsere Jungs hinten drin haben viel weggearbeitet. Spielerisch, auch der letzte Pass - gefühlt alles andere als zufriedenstellend heute. Wir haben uns dagegen gestemmt, nach dem 1:1 das Extra-Gas rausgeholt. Aber summa summarum war es das pomadigste Halbfinale, das ich so in Erinnerung habe.

... über die fahrige zweite Halbzeit des FC Bayern*: „Wie ich schon gesagt habe: In der zweiten Halbzeit hatten wir keine Beweglichkeit, waren wirklich ganz, ganz unsauber, haben die Bälle nicht gehalten. Das hat sich durch die ganze Mannschaft durchgezogen. Die Frankfurter haben uns in der ersten Halbzeit deutlich mehr gelassen. Wir haben es nicht geschafft, das noch mehr zu bestrafen. Wir hatten ja fünf sehr, sehr große Chancen. So haben wir knapp gewonnen. Auch wenn wir ins Finale eingezogen sind, müssen wir uns sicher jetzt nochmal erholen für Samstag. Ganz klar.“

Hansi Flick (Trainer FC Bayern München): „Haben uns nicht geschickt angestellt“

... über das Spiel des FC Bayern*: „Die zweite Halbzeit war nicht ganz so gut. Da haben wir uns nicht geschickt angestellt, zu wenig den Ball laufen lassen. Aber es ist ein Pokal-Spiel. Der Gegner hat uns sehr, sehr gut unter Druck gesetzt. Wir sind das eine oder andere Mal ins Schwimmen gekommen. Trotzdem: Am Ende ist es ein verdientes Weiterkommen meiner Mannschaft.“

... über den Leistungseinbruch in der zweiten Halbzeit und Frankfurter Gegenwehr: „Es ist ja normal: Wenn du 0:1 hinten bist, musst du was probieren. Für uns war schon klar, dass sie uns unter Druck setzen wollen. Wir müssen gerade in der ersten Halbzeit unsere Chancen reinmachen. Von den vielen Chancen müssen wir ein oder zwei Tore mehr machen, dann ist die zweite Halbzeit anders. Diese zweite Halbzeit müssen wir einfach auch mal hinnehmen. Entscheidend ist, dass wir bei solch einem Pokal-Fight dann auch weiterkommen. Das war der Schritt, den wir ins Pokal-Finale nach Berlin machen wollten.“

Timothy Chandler (Eintracht Frankfurt): „Die Enttäuschung ist sehr groß“

... über die zweite Hälfte und das Spiel: „Wir sind in der zweiten Halbzeit mutig aus der Kabine gekommen, haben gepresst. Hätten wir das in der ersten Halbzeit gemacht, wäre mehr drin gewesen. Die Enttäuschung ist sehr groß. 1:2 in München zu verlieren ... die Mannschaft hat alles rausgeholt.“

pm

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