Er spricht auch über Robben

Müller: Kritik an Alonso und Schweini zu oberflächlich

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Thomas Müller braucht manchmal Feuer von Philipp Lahm.

Ismaning - Philipp Lahm trainiert endlich wieder mit dem Ball. Das freut auch Thomas Müller, der den Kapitän nicht nur auf dem Platz vermisst. Außerdem spricht Müller über die Torjägerkrone und die Mittelfeldzentrale mit Alonso und Schweinsteiger.

Thomas Müller hätte im Kampf um die Torjägerkanone noch einmal eingreifen können. Allerdings überließ er den Elfmeter seinem Teamkollegen Arjen Robben. Denn der sprang durch seinen Doppelpack in Paderborn am Samstag auf Platz 1. "Er liegt aussichtsreich in der Torschützenliste, jetzt natürlich noch besser. Vielleicht kann er sich den Titel ja schnappen", erklärt Müller gegenüber Sport1 sein Verhalten. Zudem sei Robben ein echtes Vorbild: "Man muss nur auf seine Vita schauen und was er für ein Typ ist. Er ist in einigen Bereichen eine absolute Ausnahme, zum Beispiel beim Arbeitseinsatz, auch neben dem Platz. Momentan kommt ihm das zugute, wenn er mal eine Verletzung hat, heißt es, dass er zu viel macht und es wird negativ ausgelegt. Aber er arbeitet sehr hart an seinem Körper.“ Trotzdem wird sich der 25-Jährige vermutlich beim nächsten Mal den Ball wieder selber schnappen.

Auch wenn er das nicht als großes Ziel ausgibt, aber eine eigene Bestmarke will Müller in dieser Saison noch knacken. 13 Tore in der Bundesliga. "Hoffen wir mal, dass der Elfmeter nicht ausschlaggebend war, dass ich es nicht schaffe (lacht). Aber ich definiere mich nicht darüber", sagt er. Derzeit steht Müller bei neun Treffern. Das sollte machbar sein in den verbleibenden 14 Spielen. Anders als die 100-Tore-Marke. "Wichtig ist, dass wir die Spiele gewinnen. Jetzt haben wir 59 Tore, da brauchen wir uns nicht mit 100 beschäftigen. Wir müssen im nächsten Spiel wieder drei Punkte einfahren – ob mit einem oder drei Toren Unterschied, ist nicht so wichtig", stellt er klar.

Müller: Von Lahm kriege ich Feuer

Entscheidend für einen Sieg ist aber auch, dass man defensiv gut steht. Das war gegen Wolfsburg zu erkennen, als die Mittelfeldzentrale mit Xabi Alonso und Bastian Schweinsteiger die temporeichen Angriffe des VfL nicht stoppen konnte. Die Debatte, ob Schweinsteiger und Alonso gemeinsam auf dem Platz funktionieren können, kann Müller nicht nachvollziehen. "Diese Diskussion wird von Leuten geführt, die entweder die Augen nicht aufmachen wollen oder sich nicht so gut mit Fußball auskennen, dass sie wirklich die Unterschiede sehen. Die sehen zwei große Namen und sagen: ‚Wenn die gemeinsam auf dem Spielbericht standen, waren die Ergebnisse nicht so brillant. Die können nicht miteinander spielen.‘ Aber diese Leute können noch nicht einmal darlegen, wieso sie nicht funktionieren, was sie sich auf dem Platz wegnehmen. Das wird zu oberflächlich gehandhabt.“

Für mehr Stabilität sorgt natürlich Kapitän Philipp Lahm, der derzeit noch im Aufbautraining ist. "Er ist ein riesen Spieler und ganz wichtig für den Verein", sagt Müller. "Ich vermisse ihn auf jeden Fall als Mensch, als Schafkopfspieler natürlich auch. Ich unternehme auch neben dem Fußball immer mal wieder was mit ihm. Die Diskussionen fehlen mir schon, weil ich da auch mal ein bisschen Feuer kriege", erklärt der Offensivmann schmunzelnd.

So richtig Feuer spüren die Bayern derzeit eher wenig in der Bundesliga. Vielleicht eine kleine Flamme. Trotzdem warnt Müller vor dem Zweitplatzierten VfL Wolfsburg. "Wir haben national genug Konkurrenz. Wolfsburg lässt ja nicht locker. Erstaunlich ist das nicht, aber man hofft natürlich trotzdem, dass sie irgendwann auch mal wieder ein Spiel verlieren", findet er.

ms

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