Rummenigge spricht Machtwort, schränkt aber auch ein

Müller im Fokus: Diese vier Topvereine wollen den Weltmeister

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Thomas Müller war Kapitän der Bayern beim Telekom Cup und überzeugte mit seiner Leistung.

Thomas Müller will beim FC Bayern zurück zu alter Form finden, er ist aber nicht unumstritten. Vier europäische Topklubs wittern ihre Chance, den Weltmeister zu verpflichten.

München - Nein, es war nicht die Saison von Thomas Müller. 2016/17 stand er in 42 von 47 Pflichtspielen auf dem Platz, absolvierte davon aber nur 28 mal über die volle Distanz. Neun Tore und 17 Vorlagen konnte er für sich verzeichnen, in den entscheidenden Spielen in der Champions League saß er fast immer zunächst auf der Bank. Der 27-Jährige will in der neuen Saison zu alter Stärke finden.

Trotz der Formkrise der vergangenen Spielzeit steht der 27-Jährige noch immer hoch im Kurs, die geschrumpften Einsatzzeiten Müllers blieben in Europa nicht unbemerkt. Die Folge: Nach Informationen der Sport Bild sind Juventus Turin, der FC Chelsea, der FC Arsenal (Testspiel am Mittwoch, bei uns im Live-Ticker) und der FC Liverpool an einer Verpflichtung des Weltmeister interessiert. Vor allem Teammanager Jürgen Klopp soll heiß darauf sein, Müller bei sich im Liverpooler Trikot zu sehen. Pikant: Die Reds gastieren am 1. und 2. August in der Allianz Arena, nehmen zusammen mit dem FC Bayern, Atlético Madrid und dem SSC Neapel am Audi Cup teil. In der Vergangenheit hatten bereits Chelsea, Inter Mailand und Manchester United bei Müller angeklopft.

Rummenigge: „Thomas ist immer noch unverkäuflich“

Bei den Münchnern denkt man aber nicht daran, seinen letzten verbliebenen Ur-Bayer abzugeben. „Thomas ist immer noch unverkäuflich, weil er perfekt zum FC Bayern passt. Darüber gibt es gar keine Diskussion“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge dem Blatt, um gleich darauf einzuschränken: „Aber Thomas als auch wir sind uns in der Bewertung der letzten Saison einig: Es war keine gute. Aber das ist auch kein Problem. Thomas weiß auch, dass er da ein Stück mehr bringen muss.“

Der Druck auf Bayerns Nummer 25 wächst, auch und besonders nach der Verpflichtung von James Rodriguez, der die gleiche Lieblingsposition hat wie Müller. Er war Wunschspieler von Trainer Carlo Ancelotti, unter dem Müller nicht unumstritten ist. Ex-FCB-Sportvorstand Sammer aber ist der Meinung: „Die Führungsposition von Thomas muss anerkannt werden, das ist absolut notwendig.“ Er vermisst eine deutsche Führungsachse, wie sie der FC Bayern 2012 hatte, bestehend aus Manuel Neuer, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger. Nach Schweinsteigers Abschied sollte Müller dessen Part übernehmen, doch derzeit ist nur noch Neuer vom geplanten neuen Trio auf dem Platz.

Müller oder James? Es ginge auch gemeinsam

Beim Telekom Cup am Wochenende zeigten Müller und James Rodriguez, dass sie sehr wohl gemeinsam agieren können. Der 27-Jährige war der Mann des Turniers. Die Frage ist nur: Kommt es auch nach der Rückkehr der angeschlagenen Akteure und der Nationalspieler überhaupt noch einmal zu einer entsprechenden Aufstellung, oder muss Müller im Zweifel wieder auf die Bank? Rummenigge und der FC Bayern wünschen sich jedenfalls, dass Müller wieder zu alter Stärke findet und wieder Stammspieler bei den Roten wird. Konkurrezn belebt ja bekanntlich das Geschäft.

fw

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