FCB vor den Wochen der Wahrheit

Das stört Müller an Robbens Vollgas-Fußball

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In sportlichen Dingen nicht immer einer Meinung: Thomas Müller (r.) und Arjen Robben (l.)

Dass die vielen hochdekorierten Stars im Kader des FC Bayern nicht immer einer Meinung sind, überrascht nicht. Nun hat Thomas Müller sich kritisch zum Spielstil seines niederländischen Teamkollegen geäußert.

München - Wenn man in einem Champions-League-Gruppenspiel schon frühzeitig mit 3:0 in Front liegt, kann man es schon einmal ruhiger angehen lassen. Auch die Bayern schalteten beimsouveränen Sieg gegen Celtic Glasgow in der zweiten Halbzeit einen Gang zurück. Für einen Tempo-Dribbler wie Arjen Robben, der 90 Minuten auf den eigenen Torerfolg pocht, ist das manchmal nur schwer zu ertragen. „Ich liebe Fußball, ich liebe es, nach vorne zu spielen. Wenn wir Tore schießen können, gehe ich immer mit nach vorne. Das ist auch normal und das ist auch nicht schlimm“, erklärt Robben in der Bild.

Der Rekordmeister ist gerade dabei, die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive zu finden - Tempo-Dribbler Robben in ein taktisches Korsett zu zwingen, gestaltet sich erfahrungsgemäß schwierig. Unter anderem Thomas Müller ist nicht immer ganz einverstanden mit dem Vollgas-Fußball seines niederländischen Teamkollegen. „Wir müssen noch an der Feinabstimmung arbeiten. Wir haben das Spiel manchmal zu schnell gemacht, obwohl wir 3:0 geführt haben. Wenn wir den Ball haben, fällt es Arjen zum Beispiel schwer, nicht nach vorne zu rennen“, so Müllers Vorwurf.

Reibereien vor den Wochen der Wahrheit

Balance hin oder her - ob Robben sich die Worte seines Mitspielers schon beim Bundesliga-Gastspiel am Samstag beim Hamburger SV (wir berichten im Live-Ticker) zu Herzen nehmen wird, ist fraglich. Immerhin haben die Bayern gegen die Norddeutschen zuletzt mit schöner Regelmäßigkeit wahre Schützenfeste veranstaltet. Im Mai 2013 gelang unter der Regie von Jupp Heynckes gar ein 9:2-Erfolg. Gerade Robben dürfte gegen den wankenden Bundesliga-Dino sein Torkonto aufstocken wollen.

Ist die Diskussion zwischen Robben und Müller ein weiterer Beleg für die kürzlich von Mats Hummels beklagten teaminternen Differenzen beim Rekordmeister? Nein, auch diese kleine Reiberei zeigt, dass die hochdekorierten Stars ihren Erfolgshunger nicht verloren haben und gemeinsam das Maximum erreichen wollen. Gerade im offensiven Mittelfeld, wo sich Müller und Robben tummeln, sind die Startelfplätze umkämpft. Keiner darf sich seiner Sache zu sicher sein. Erst am Donnerstag hatte ein Trainingszwist an der Säbener Straße für Aufsehen gesorgt.

lks

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