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Müller schiebt Schuld für peinlichen Fehlschuss auf Gnabry - „Nicht-Tor des Jahrzehnts“

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Von: Marius Epp

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Thomas Müller traf im Spiel gegen Eintracht Frankfurt das leere Tor aus fünf Metern nicht. Der Bayer nimmt es mit Humor - im Internet ging der Clip viral.

Frankfurt - Am Ende machte es keinen Unterschied, trotzdem bleibt ausgerechnet ein Fehlschuss beim fulminanten 6:1-Sieg des FC Bayern über Eintracht Frankfurt (Ticker zum Nachlesen) hängen. Thomas Müller verstolperte ein sicher geglaubtes Tor in unnachahmlicher Manier, für viele Twitter-User ein gefundenes Fressen.

Nach zehn Minuten stand es durch die Tore von Joshua Kimmich und Benjamin Pavard schon 2:0. Die Frankfurter Defensive war mit den schier überall wirbelnden Bayern-Angreifern heillos überfordert. In der 24. Minute liefen Serge Gnabry und Thomas Müller nach einem Steilpass von Sadio Mané plötzlich zu zweit allein auf das Tor von Kevin Trapp zu.

Müller nach peinlichem Fehlschuss: „Habe es schon kommen sehen“

Es kam, wie es kommen musste: Gnabry legte quer auf Müller, doch der geriet aus dem Tritt und traf fünf Meter vor dem leeren Tor nur den Pfosten. Der heranstürmende Filip Kostic hatte ihn wohl noch leicht irritiert. Im Liegen versuchte er noch, den Pfostenabpraller mit dem Kopf zu versenken - ohne Erfolg. Müller gab ein extrem unglückliches Bild ab, zur Wahrheit gehört aber auch, dass Gnabrys Pass die Schärfe und der richtige Zeitpunkt fehlte.

Müller stolpert, der Ball geht an den Pfosten: Die Riesen-Chance des FC Bayern bleibt ungenutzt.
Müller stolpert, der Ball geht an den Pfosten: Die Riesen-Chance des FC Bayern bleibt ungenutzt. © IMAGO/Jan Huebner

Nach dem Spiel analysierte Müller seinen Fehlschuss gewohnt humorvoll. „Ich habe es schon kommen sehen, der Ball von Serge war etwas kurz und dann ist es so passiert. Er hatte sehr viel Zeit zum Nachdenken. Und ich musste dann auf den Ball warten“, sagte er bei Sat.1.

FC Bayern zerlegt Eintracht Frankfurt: Müller bekommt trotzdem Häme ab

Lachend fügte er hinzu: „Also im Internet wird das sicher schon kursieren.“ Natürlich hatte er recht. Innerhalb weniger Minuten war der Fehlschuss schon Thema in den sozialen Medien. Besonders auf Twitter konnten es viele Fans nicht fassen. Vom „Nicht-Tor des Jahrzehnts“ war die Rede, andere fühlten sich an den legendären Pfostentreffer von Frank Mill erinnert.

Sogar im Ausland wurde die Szene diskutiert. Der englische Journalist Ronan Murphy sprach vom „Fehlschuss der Saison“. Von einem User wurde Müller sogar als „Stümper“ bezeichnet. Dass er das nicht ist, zeigten seine drei Torvorlagen beim Schützenfest in Frankfurt. Wie fast alle zeigte er eine bärenstarke Leistung (zur Einzelkritik).

Auch Neuzugang Sadio Mané hätte sich sein erstes Bundesliga-Spiel wohl nicht besser vorstellen können. Nach dem Spiel schnappte er sich ein Megafon und stieg auf den Zaun. (epp)

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