Hohe Konkurrenz

Müller über FCB-Kader: "Eventuell könnte Unruhe aufkommen"

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Thomas Müller macht sich auch Gedanken über die verworrene Situation in der Ukraine.

München - Vor dem Hinspiel gegen Donezk macht sich natürlich auch Thomas Müller Gedanken über die Situation in der Ukraine. Den mit Topleuten gespickten Bayern-Kader sieht der Weltmeister mit gemischten Gefühlen.

Thomas Müller hat vor dem Champions-League-Spiel gegen Schachtjor Donezk ein „ganz komisches Gefühl“. Es sei „schwer zu begreifen und ein eigenartiges Empfinden, gegen eine Mannschaft zu spielen, die in einem Kriegsgebiet beheimatet ist“, sagte der Torjäger des FC Bayern München dem „Kicker“ (Montag) vor der Partie am Dienstag. Das Achtelfinal-Hinspiel wird wegen des Konflikts in der Ostukraine nicht in Donezk, sondern in Lwiw im Westen des Landes ausgetragen. „Es ist seltsam, dass man Champions League spielt und dazu in eine andere Stadt ausweichen muss“, sagte Müller.

Die Mannschaft des FC Bayern wollte die Reise nach Lwiw erst am Montagnachmittag antreten. Nach der Partie am Dienstagabend (20.45 Uhr/Sky) geht es noch in der Nacht zurück nach München. „Diese Situation ist irgendwie surreal. Man weiß, dass dort dieser schreckliche Krieg ist, realisiert es aber nicht so, weil man so eine schlimme Situation nicht kennt - Gott sei Dank nicht kennt“, beschrieb Müller seine Gefühlslage.

Müller: "Es kann auch unangenehme Situationen geben"

Der 25-Jährige macht sich auch Gedanken über die Konkurrenzsituation im mit internationalen Topstars gespickten Kader des Rekordmeisters. Nach und nach leert sich das Bayern-Lazarett, vor allem in der Offensive wird es eng, der ein oder andere herausragende Kicker wird sich gezwungenermaßen auf der Bank wiederfinden. "Es wird interessant", glaubt Müller: "Beim FC Bayern herrscht enorme Konkurrenz, da muss man schauen, wie die nächsten Wochen laufen. Wir müssen uns alle in den Dienst des Vereins stellen." Denn der Weltmeister weiß: "Es kann auch unangenehme Situationen geben."

Demnächst werden wohl auch wieder Philipp Lahm, Thiago und Javi Martinez zur Verfügung stellen, die Dichte an Topspielern also noch höher. "Wenn alle fit sind, haben wir die Qual der Wahl", erklärt Müller: "Jeder von uns weiß, dass diese Konstellation mit so vielen Topspielern Gefahren birgt, dass eventuell Unruhe aufkommen könnte." Insgesamt überwiegen für den Nationalspieler aber die Vorteile eines so hochkarätig besetzten Kaders: "Wenn es Verletzte gibt, wollen wir trotzdem konkurrenzfähig sein. Die herausragende Hinrunde bestätigt dieses Modell."

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dh/ dpa

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