Bayern-Topscorer plaudert aus dem Nähkästchen

Müller: "Sonst bekomme ich Bauchschmerzen"

+
Diese Kraxel-Einlage hätte für Thomas Müller beinahe böse geendet.

München - Für die Fans des FC Bayern ist Thomas Müller eine DER Identifikationsfiguren in der Mannschaft. In einer Kolumne schrieb er nun über seinen Drang, immer zu reden.

Wenn sich einer beim FC Bayern nicht für die Öffentlichkeit verstellt, ist es wohl Thomas Müller. Vier Mal wurde er inzwischen Meister, drei Mal holte er den DFB-Pokal, die Krönung der bisherigen Karriere waren der CL-Sieg 2013 und natürlich der Weltmeistertitel in Brasilien. Der Pähler identifiziert sich wie nur wenige andere mit seinem Klub und seiner Heimat. Wegen seiner authentischen Art ist er auch bei den Fans extrem beliebt. Doch am letzten Spieltag hätte seine Nähe zu den Anhängern beinahe schmerzhaft geendet.

In seiner Kolumne im "Kicker" berichtet der Außenstürmer der Bayern, was genau da nach dem Heimsieg gegen Mainz beinahe schief gelaufen wäre: Nach seiner Auswechslung zur Halbzeit hatte er "zumindest die Gewissheit, dass ich mich vor dem Urlaub nicht mehr verletzen kann." Doch diese Vorfreude wäre beinahe enttäuscht worden. Denn: "Fast wäre es noch dumm gelaufen", so Müller.

Die Fans wollten ihn nämlich unbedingt bei sich haben. Und das heißt: Kraxeln war angesagt! Müller kletterte auf den Metallzaun an der Südkurve und schnappte sich ein Megafon. Dann wäre fast das Unglück passiert: "Nachdem ich die Humba angestimmt hatte, wäre ich fast abgeschmiert, aus rund drei Metern Höhe." Seine Stollenschuhe wären ihm auf dem Zaun beinahe zum Verhängnis geworden. "Mit Hilfe von ein paar Fans habe ich mich aber Gott sei Dank noch abgefangen. Das wäre ja was gewesen!" Die Aktion hätte wahrlich ziemlich unschön ausgehen können. Deswegen richtet Müller im "Kicker" noch einmal ausdrücklich den Dank an die "reaktionsschnellen Fans".

Allerdings ändert auch so ein Fast-Unfall nichts an der grundsätzlichen Einstellung Müllers. "Ich werde immer meinen Mund aufhaben, auf dem Spielfeld und abseits." Anders geht es für ihn gar nicht. "Sonst bekomme ich Bauchschmerzen." 

Ob er sich damit schon als zukünftiger Bayern-Kapitän ins Gespräch bringen möchte? Schließlich ist er seit seinem Bundesliga-Debüt vor fast sieben Jahren inzwischen zu einem nicht mehr weg zu denkenden Teil des FCB geworden.

"Aber in das Thema Hierarchie möchte ich nicht zu viel hineininterpretieren", gibt Müller in der Kolumne selber zu bedenken. Seine Prioritäten liegen eh woanders. Das ganze Rundum in München, sein Privatleben, seine Heimatliebe sind für ihn ein wichtiger Teil der Zukunftsplanung. Man darf sich wohl auch zu Recht Hoffnung machen, dass er seinen bis 2019 laufenden Vertrag bestimmt erfüllen, ziemlich sicher gar verlängern wird.

Und dass dabei nicht immer das Triple herausspringen kann, ist für Müller eh klar. "Platz eins in der Champions League kann kein Verein in der Welt planen." Dennoch will er natürlich auch in der kommenden Saison mit seinen Bayern wieder angreifen, allein um mit "einem guten Gefühl zur Europameisterschaft 2016 nach Frankreich zu fahren."

Ein paar wenige Titel fehlen Müller nämlich noch in seiner Sammlung.

bix

Auch interessant

Meistgelesen

Neuer Versuch: Zidane will Alaba zu Real locken
Neuer Versuch: Zidane will Alaba zu Real locken
Goretzka: Angeblich gibt es eine Tendenz
Goretzka: Angeblich gibt es eine Tendenz
Transfergerüchte und aktuelle News: Welche Spieler sind beim FC Bayern München im Gespräch?
Transfergerüchte und aktuelle News: Welche Spieler sind beim FC Bayern München im Gespräch?
Vergleich mit Pep und Carlo: Wie Heynckes das FCB-Training umkrempelt
Vergleich mit Pep und Carlo: Wie Heynckes das FCB-Training umkrempelt

Kommentare