Zwei Assists gegen Hannover 96

Müllers starkes Comeback - aber eine Sache will er ändern

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Lauf- und lautstark: Thomas Müller zählte beim Bayern-Sieg über Hannover zu den besten Spielern.

Beim Sieg über Hannover 96 überzeugte Bayerns Comebacker Thomas Müller als zweimaliger Tor-Vorbereiter. Doch rundherum zufrieden ist er nicht.

München - Fünf Wochen haben die Fans darauf warten müssen, pünktlich zur Vorweihnachtszeit müllert es wieder beim FC Bayern. Gegen Hannover feierte Thomas Müller nach überstandenem Muskelfaserriss sein Comeback. Der Kapitän glänzte sofort als doppelter Vorlagengeber für die Torschützen Arturo Vidal und Kingsley Coman.

„Das Comeback ist gut gelaufen, ich war gut im Spiel integriert. Ich muss noch ein bisschen an der Eigensinnigkeit arbeiten. Ansonsten bin ich nicht unzufrieden“, so das Müller-Fazit. Eigensinnigkeits-Appell vom Vorzeige-Bayer? Was Müller meint: Gegen Hannover hatte er mehrmals die Möglichkeit, den Abschluss zu suchen, entschied sich aber für ein Zuspiel auf die Kollegen. „Das ist eine Kopfsache. Man muss sich etwas mehr vornehmen. Wenn eine Abschluss-Situation da ist, dann schließt man ab - einfach mal gar nicht hochgucken“, sagte der 28-Jährige.

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Kurze Pflegeeinheit nach dem Spiel

Nach 81 Minuten war das Müller-Comeback am Samstag beendet. „Ich habe alles gut überstanden und habe nach dem Spiel gleich direkt eine kurze Pflegeeinheit hingelegt - höchst professionell. Alles im grünen Bereich“, berichtete der Nationalspieler. Durchaus wahrscheinlich also, dass Müller schon am Dienstag im Königsklassen-Knaller gegen Paris (20.45 Uhr/bei uns im Live-Ticker) sein nächstes Startelf-Debüt gibt.

Das wäre ganz nach dem Geschmack von Mats Hummels, der vor allem auf Müllers Raumgefühl gegen die französische Star-Truppe setzt: „Wir sagen es immer wieder: Er ist unheimlich wichtig mit seinen Wegen, die er macht. Er sorgt für Bewegung im Spiel. Unser Spiel ist deutlich weniger statisch, wenn er auf dem Platz ist. Er schafft für sich selber und andere Platz.“

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Müller will nicht „groß über das Schicksal“ klagen

Der Angreifer fiebert dieser Partie nach dem verpassten Pokal-Drama gegen Leipzig oder dem Gänsehaut-Spiel im Celtic Park entsprechend entgegen: „Wenn man solche Spiele im Fernsehen sieht, da ist es nicht ganz einfach zu Hause auf der Couch. Aber ich bin kein Typ, der groß über das Schicksal klagt.“

Im Duell gegen die Pariser Superstars um 222-Millionen-Mann Neymar kann Thomas Müller sein und das Schicksal des FC Bayern wieder selbst mitbestimmen. Wer weiß: Vielleicht zeigt der Offensivmann dann schon die von sich selbst geforderte Eigensinnigkeit und glänzt nicht nur als Vorbereiter, sondern auch als Torschütze.

bok, lop

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