Bayern fliegen optimistisch in die Ukraine

"Da werden wir sicher keine acht Tore schießen"

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Thomas Müller (l.) mit Pep Guardiola bei seiner Auswechslung.

München - Rechtzeitig zum Champions-League-Spiel in der Ukraine ist der FC Bayern wieder in der Spur. Und wie! Doch Karl Hopfner und Pep Guardiola bremsen die Euphorie.

Die Generalprobe ist geglückt, der FC Bayern auf der Suche nach seiner Topform endlich fündig geworden. Die Gala gegen hilflose Hamburger hatte sogar Trainer Pep Guardiola verzückt. „Wir haben gut gespielt. Gratulation an meine Mannschaft“, lobte Perfektionist Pep nach dem 8:0 über den bemitleidenswerten HSV. Pünktlich zum Beginn der K.o.-Runde der Königsklasse haben die Münchner ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Alle Achtung!

Doch trotz des höchsten Sieges seit 1984 – ein 9:0 gegen Offenbach – traten die Bayern mit Blick auf die Partie morgen Abend gegen Schachtjor Donezk auf die Euphoriebremse. Denn nicht nur sportlich wartet eine schwere Aufgabe auf die Roten. Der Krim-Konflikt und die schweren Kämpfe in der Ostukraine gehen an den Münchnern nicht spurlos vorbei – auch wenn das CL-Achtelfinale 1000 Kilometer entfernt vom Kriegsgebiet in Lemberg ausgetragen wird. „Natürlich bekommt man das mit. Das geht jedem ans Herz“, gab Arjen Robben unumwunden zu. Dennoch müssen sich die Bayern auf das Duell mit dem ukrainischen Meister fokussieren. „Wir haben ein schwieriges Spiel vor der Brust“, betonte Holger Badstuber: „Und darauf muss die Konzentration zu 100 Prozent liegen.“

Nach zuletzt drei etwas schwächeren Auftritten zu Beginn der Rückrunde hat der Rekordmeister jetzt wieder in die Spur gefunden. Vor allem die Art und Weise des Sieges stimmte Guardiola glücklich. „Ich bin zufrieden, auch weil wir wieder zu unserem Spiel gefunden haben“, analysierte der Spanier. 20 Minuten hielten die Hanseaten dicht, ehe Thomas Müller per Elfer den Bann brach – und bei den Hamburgern alle Dämme. Neben Müller trafen auch Mario Götze und Robben doppelt, einen Treffer erzielte der Holländer sogar mit rechts. „Über seinen rechten Fuß machen wir öfter mal Witze, weil er eigentlich ja gar keinen hat“, erklärte Bastian Schweinsteiger später grinsend seinen Jubel, als er Robbens rechten Schuh nach dessen Tor zum 4:0 (47.) putzte.

Präsident Hopfner bremst Euphorie

Präsident Karl Hopfner.

Präsident Karl Hopfner sprach vom „besten Spiel der Rückrunde“, während Müller alle Lobeshymnen abwiegelte: „Die ersten drei Spiele waren nicht so brillant, da wurden wir ein bisschen hinterfragt. Jetzt will ich nicht, dass wir nach einem 8:0 auf den Mond geschossen werden. Das geht mir ein bisschen zu schnell.“ Unterstützung erhielt er von Guardiola. „Gestern hatten alle Angst, dass wir die Bundesliga nicht gewinnen und jetzt spricht man von Perfektion“, schmunzelte der Coach. Der nächste Schritt in diese Richtung soll morgen Abend (20.45 Uhr, Sky) gegen Donezk gemacht werden. „Da werden wir sicher keine acht Tore schießen“, meinte Müller, während Robert Lewandowski, der gegen den HSV nach 319 torlosen Minuten auch wieder traf, das Ziel für den Trip ins Ungewisse ausgab: „Es wäre gut, wenn wir da gewinnen. Dann hätten wir eine gute Ausgangsposition.“

sw, lop

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