Kahn lacht über "Kasperltheater"

Müller vor laufenden Kameras aus TV-Studio "entführt"

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Thomas Müller war zunächst nur kurz bei der Analyse im ZDF-Studio.

München - Nach dem Ausscheiden gegen den FC Barcelona kam es im ZDF noch zu einer kuriosen Szene: Thomas Müller wurde direkt aus dem TV-Studio in die Kabine beordert. Oliver Kahn zeigte Unverständnis.

Es müssen ziemlich wichtige Worte für Pep Guardiola gewesen sein, anderenfalls wäre so eine Aktion wohl nicht passiert: Nach dem Abpfiff und dem endgültigen Ausscheiden gegen Barcelona war Thomas Müller bei Oliver Kahn und Oliver Welke im ZDF-Studio, um den beiden Rede und Antwort zu stehen. Doch es war nur ein kurzer Auftritt - zunächst.

Müller fand erst einmal lobende Worte für die Fans: "Großes Kompliment an die Fans. Ich denke, die Unterstützung war selten so groß. Auch wenn wir jetzt insgesamt ausgeschieden sind. Da bekommt man - auch wenn man zusammen mit den Fans schon bisschen was erlebt hat - doch eine Gänsehaut." Und er legte noch einen echten Müller-Spruch nach: "Das kommt bei mir nicht so oft vor, wenn ich ehrlich bin."

Hörwick "entführt" Müller aus dem TV-Studio

Danach äußerte er sich zur Debatte um seine Auswechslung. "Ich habe mich nicht über den Wechsel geärgert. Ich habe mich mehr darüber geärgert, dass wir 3:2 verlieren obwohl wir 1:0 in Führung gehen und richtig gute Torchancen hatten. Wir haben das Spiel durch die Situationen hinten und vorne verloren und dass wir unsere Torchancen nicht genutzt haben."

Daraufhin korrigierte ihn Welke erst einmal: "Sie wissen aber schon, dass sie heute 3:2 gewonnen haben, oder?" Müller daraufhin: "Ja nee, ist schon klar, mir geht es eher ums große Ganze. Heute war sehr viel mehr möglich trotz des 0:3 im Hinspiel."

Dann schauten sich Kahn, Müller und der Moderator noch einmal die Tore in der Wiederholung an. Während die Aufzeichnung zum 1:1-Ausgleich eingeblendet wurde, konnte man als Zuschauer eine Stimme aus dem Off hören: "Bitte alle in die Kabine." Welke ist irritiert und beschreibt den Zuschauern die Szene: Offenbar kam in diesem Augenblick Mediendirektor Markus Hörwick ins Studio und gab an Müller die Order, sofort in die Kabine zur Mannschaft zu kommen. Und der tat wie ihm geheißen.

Müller wird aus dem Studio geholt - Welke fassungslos

Die leichte Fassungslosigkeit war Welke anzumerken. "Oli, was bedeutet das denn?" Der gab süffisant zurück: "Weiß ich nicht, Kasperltheater halt." Und löste damit beim Moderator ein Lachen aus. Die zwei machten dann aber einfach zu zweit weiter. Kahn gab seine Meinung zu den Stellungsfehlern von Schweinsteiger, Alonso und Benatia zum Besten.

Oliver Welke war weiter konsterniert: "Ich habe das in 20 Jahren Sportberichterstattung noch nicht erlebt, dass einem die Spieler einfach so aus dem Studio entführt werden. " Kahn versuchte sich noch einmal in einer Erklärung: "Pep Guardiola hat wahrscheinlich gesagt, er möchte alle Spieler in der Kabine haben und was auch immer er ihnen erzählen wird, ihm ist es offenbar sehr wichtig." Daraufhin Welke, der auch die Satire-Sendung "heute-Show" beim ZDF moderiert: "Vielleicht darf er ja noch zurückkommen und 'Tschüss' sagen oder so? Er ist wirklich weg, wir haben hier keine Falltür im Boden."

Einige Minuten später kam Müller dann tatsächlich zurück. Und stand direkt für die weitere Analyse zur Verfügung. Welke kommentierte das wie folgt: "Und was soll ich sagen? Da ist er wieder! Er hat den Weg wieder zurückgefunden. Was war denn jetzt so wichtig? Ich dachte schon, ich habe etwas Falsches gesagt?" Müller gab eine leicht dürftige Erklärung von sich: "Der Trainer hat noch ein paar Worte an uns gerichtet. Er hat sich einfach bei uns bedankt. Der Rest bleibt intern."

Müller: Guardiola verabschiedete sich nicht

Laut Müller verabschiedete sich Guardiola aber definitiv nicht in Richtung Manchester City. "Auf gar keinen Fall." Nach dem kurzen Vorfall, der vier bis fünf Minuten dauerte, ging es dann auch direkt in der Analyse weiter.  Für die Zuschauer sicher lustig anzusehen, und Welke und Kahn lösten die Situation auf die ihnen eigene humorvolle Weise.

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Guardiola jedenfalls ist als emotionaler Vertreter seines Fachs bekannt. Und man kann sich gut vorstellen wie wichtig es ihm gewesen sein muss, dass die Mannschaft seine Worte als Ganzes hören bekam.

In der ZDF-Mediathek kann man sich die Szene noch einmal anschauen (Ab Minute 135:45).

bix

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