Trotz Tuchfühlung zur Spitze

„Zu langsam, nicht gefestigt“: Ex-Bayern-Profi kritisiert Spielweise

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Haben sich mit dem FC Bayern wieder an die Tabellenspitze herangepirscht: Jerome Boateng (l.) und Arjen Robben zählen zu den Stützen der Roten.

Beim FC Bayern geht es oft um mehr als nur das nackte Ergebnis. So hat auch der Sieg beim Hamburger SV nicht alle Experten überzeugt. Rückendeckung gibt es von einem Konkurrenten.

München - Der FC Bayern hat binnen einer Woche wieder Kurs auf die Tabellenspitze genommen. Fünf Punkte holte der Rekordmeister an den beiden jüngsten Spieltagen auf Spitzenreiter Borussia Dortmund auf und liegt nur noch drei Tore hinter dem Rivalen. Die Patzer des Konkurrenten wurden ausgenutzt. Damit scheint gerade einmal dreieinhalb Wochen nach der Entlassung von Trainer Carlo Ancelotti wieder alles im Lot zu sein an der Säbener Straße.

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Doch waren sie nach den torreichen Siegen über Freiburg und Celtic Glasgow zuletzt verstummt, wagen sich einige Kritiker nach dem mühevollen 1:0 beim Hamburger SV nun wieder aus der Deckung. Auch der langjährige Bayern-Profis Thomas Strunz, mittlerweile Experte bei „Sport1“, erkennt diverse Probleme beim Tabellenzweiten. „Das Spiel war viel zu langsam angelegt. Die Mannschaft ist in sich noch nicht gefestigt. Man hat auch gemerkt, dass viele Spieler neu reingekommen sind“, betonte der 49-Jährige in der Sendung „Doppelpass“.

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Strunz: „Mannschaft muss sich deutlich steigern“

Im gleichen Atemzug warnt der Europameister von 1996 mit Blick auf die Duelle mit RB Leipzig und den Auftritt in Dortmund: „Das sind alles aber keine Maßstäbe. Jetzt kommen die Wochen, in denen die Bayern anders gefordert werden. Die Mannschaft muss sich deutlich steigern, wenn sie ihre Ziele erreichen will.“

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Weit weniger Sorgen macht sich da ausgerechnet ein Liga-Konkurrent. „Die Bayern stehen immer noch ganz vorne. Wenn ein 1:0-Sieg in die Zange genommen wird, dann ist es gleich eine Krise“, monierte Rudi Völler die oftmals kleinliche Kritik am Liga-Krösus. Der Sportdirektor von Bayer Leverkusen sieht die Roten noch immer auf einem guten Weg: „Es ist vielleicht nicht so prickelnd wie in den vergangenen Jahren, aber sie haben immer noch genügend Qualität.“ Das sollen die Titelkonkurrenten in den kommenden Tagen zu spüren bekommen.

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mg

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