Kolumne des Bayern-Trainers

Thomas Wörle über Champions-League-Viertelfinale: Es kann noch schiefgehen…

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Thomas Wörle

FC Bayern München  - Es war ein Hinspiel, wie es für die Frauen des FC Bayern nicht besser hätte laufen können. 4:0 gewann die Mannschaft gegen den FC Rossiyanka. In unserer Kolumne warnt Coach Thomas Wörle exklusiv sein Team vor dem Rückspiel.

Mit unserem 4:0 daheim gegen den FC Rossiyanka vor einer Woche haben wir eine gute Grundlage für den möglichen Einzug ins Champions-League-Viertelfinale gelegt. Das wäre das erste Mal in der Vereinsgeschichte!

Trotzdem dürfen wir uns vor dem Rückspiel heute nicht zu sicher sein. Auch beim Heimspielsieg konnten wir das erste Tor erst in der 41. Minute erzielen, bis dahin war es schwierig. Ich rechne in Moskau mit ganz anderen, kniffligen Bedingungen. Zum einen werden wir wohl bei -10 bis -12 Grad auflaufen müssen. Das sind Temperaturen, die wir in Deutschland nur höchst selten erleben. Um uns an die Kälte zu gewöhnen, sind wir – natürlich mit passender Kleidung und geeignetem Schuhwerk – am Dienstag schon nach Russland gereist. Wir brauchten die Zeit, um uns an die Gegebenheiten zu gewöhnen.

Zum anderen bestreitet Rossiyanka die Heimspiele auf Kunstrasen. Für uns ist das eine Umstellung. Wir haben vorab mit einem kleinen Teil der Mannschaft bei uns in Aschheim auf Kunstrasen trainiert und eine Abschlusseinheit im Stadion der Russinnen gehabt. Das ist schon etwas anderes. Es wird wohl eine gewisse Zeit brauchen, bis wir den ungewohnten Untergrund zu handeln wissen.

 

Ich erwarte, dass meine Mannschaft geschlossen und kompakt agiert. Gleichzeitig wollen wir nicht nur verteidigen, sondern das Heft in die Hand nehmen. Einige unserer Spielerinnen wie Verena Faißt, Mel Behringer, Sara Däbritz oder Simone Laudehr sind nach wie vor angeschlagen. Sie alle sind zwar mit im Gepäck, aber wir müssen abwarten, wie einsatzfähig sie sind. Die Russinnen werden ihren Heimvorteil ausspielen und mit geballter Power agieren. Wir werden es mit einer anderen, entschlosseneren Mannschaft zu tun haben, als vor einer Woche. Was haben sie zu verlieren? Nichts! Wir müssen also von der ersten Sekunde an hochkonzentriert sein.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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