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Tischtennis: Lahm verrät seinen Lieblingsgegner

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Von: Armin Linder

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Spielt gerne Tischtennis, findet das Thema aber überbewertet © dapd

München - Aus der Sache mit dem Tischtennisspielen beim DFB-Team ist schon eine Art Running Gag geworden. Philipp Lahm hat eigentlich keine Lust darauf, verrät aber trotzdem seinen Lieblingsgegner.

Da hat Uli Hoeneß etwas angerichtet! Denn die Aussagen des Bayern-Präsidenten hallen immer noch nach. Kurz vor der EM, so Hoeneß, sei im Kreis der Nationalmannschaft "ja nur noch darauf geachtet worden, zu welchem Formel-1-Rennen man noch alles fahren sollte, damit die Spieler bei Laune gehalten wurden. Ständig ging es in der Vorbereitung darum, welche Tischtennisplatte wohin geflogen werden musste, möglichst noch auf den Mont Blanc. Manchmal ist weniger mehr." Der Konter von Bastian Schweinsteiger folgte prompt: "Vielleicht hätte er lieber Basketball-Körbe gehabt. Da ist er besser. Das kriegen wir auch noch hin."

Inzwischen hat auch Philipp Lahm zum Thema Stellung bezogen. In einem Interview vom Montag stellte er klar, dass er eher bei Bayern Tischtennis spiele als beim DFB-Team. Natürlich wird er nun auch in einem weiteren Interview auf das Thema angesprochen. "Wahrscheinlich wird hier irgendwo eine Platte rumstehen, weil wir eigentlich immer eine dabei haben", so Lahm im "Sommermärchen-Hotel" von 2006. "Aber ich habe bei der Nationalmannschaft schon länger nicht mehr gespielt. Ich verstehe die Debatte sowieso nicht ganz. Ich spiele bei Bayern auch Tischtennis." Auf die Frage, ob es überhaupt noch Gegner gebe, seit Arne Friedrich weg ist, antwortet Lahm: "Thomas Müller. Das sind heiße Duelle."

Philipp Lahms Traumhochzeit

Wenngleich Lahm einräumt, dass sein Zimmer in dem Hotel von 2006 "sich auch weiterentwickelt" habe, soll die Luxus-Debatte nun ein Ende haben. Im selben Interview fordert Lahm eine Rückbesinnung auf die Grundtugenden des Fußballs. Beim jüngsten 6:1 in Irland sei wichtig gewesen, "dass die Mannschaft sich an die Basis erinnert hat. Wir haben uns zuletzt ja auf etwas andere Dinge konzentriert. Es muss einfach wieder diese letzte Konzentration in den Kopf jedes einzelnen Spielers rein".

Für die Kritik des Dortmunders Mats Hummels, der nach dem Länderspiel in Österreich einen Stellungsfehler von Lahm angeprangert hatte, zeigte der Kapitän indes wenig Verständnis. Hummels habe "eine Szene erklärt, das ist legitim. Ob man dabei Namen nennen muss, ist aber eine andere Frage."

Generell forderte Lahm einen bedachteren Umgang mit den Medien. Man lebe in "einer öffentlichen Welt, in der alles registriert wird. Da muss ich auf die Wortwahl achten und darauf, wie ich mich verhalte. Das müssen die jüngeren Spieler vielleicht noch lernen.“ Die Gefahr sei stets gegeben, „dass es viele Nebengeräusche gibt und dass darüber das Spiel in den Hintergrund gerät".

Einem Führungsspieler wie Bastian Schweinsteiger gesteht er aber kritische Worte durchaus zu, wie etwa dessen Anmerkung zum fehlenden Zusammenhalt bei der EM. "Wenn ein erfahrener Profi so etwas sagt, dann sollte jeder Spieler mit den Ohren schlackern und sich fragen: Hoppla, was meint er da? Hat er vielleicht recht?", erklärte Lahm erneut.

al/sid

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