Die nette Rückkehr des Ex-Münchners

Kroos scherzt über seine Spanischkenntnisse

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Lustiges Wiedersehen: Pep Guardiola (r.) und Toni Kroos.

München - Erstmals nach seinem Weggang kehrt Toni Kroos zurück in die Münchner Arena. Die Kollegen empfangen ihn herzlich, Guardiola lobt seinen Ex-Schützling. In der neuen Saison will Kroos mit Real „den letzten Schritt machen“.

Nach dem Schlusspfiff scherzte Toni Kroos erst mit Pep Guardiola, danach plauderte er mit seinen ehemaligen Kollegen Thomas Müller, Philipp Lahm und Mario Götze. Ein Jahr nach seinem Weggang vom FC Bayern zu Real Madrid ist der Fußball-Weltmeister in seiner alten Heimat Allianz Arena herzlich empfangen worden. „Ich habe hier immer gerne gespielt“, berichtete Kroos am Rande des Audi Cups in München, bei dem die Spanier das Finale 0:1 gegen Bayern verloren. „Das erste Mal mit Real ist natürlich auch etwas Schönes.“

Hatte es bei Kroos' Abschied vor zwölf Monaten noch leise Misstöne gegeben, der filigrane Mittelfeldtechniker sei bei Bayern nicht genug wertgeschätzt worden, war die Rückkehr ein Wiedersehen mit Freunden. Coach Guardiola fand lobende Worte. „Ich war glücklich, sein Trainer zu sein“, sagte er. „Er war schon ein Top-Spieler. Aber mit mehr Erfahrung ist er jetzt ein noch besserer Spieler.“

Auf die Rückkehr des Spielmachers hatten sie sich in München gefreut, sie war vielen eine willkommene Abwechslung zur etwas angespannten Situation mit den kleinen Debatten um Trainer, Aufstellung und Personalsituation. Guardiola etwa interessierte vor dem Testturnier am meisten, wie denn Kroos' Spanischkenntnisse nach zwölf Monaten Madrid seien. „Ich glaube, dass sein Deutsch deutlich besser ist als mein Spanisch“, witzelte der Spieler daraufhin und erinnerte grinsend daran, dass „Guardiola ja auch ein Jahr mehr Zeit gehabt“ habe.

Auch die ehemaligen Mitspieler bereiteten Kroos einen herzlichen Empfang. „Das Wiedersehen mit Toni war schön, weil man doch eine längere gemeinsame Zeit hatte. Es ist immer schön, alte Weggefährten wieder zu treffen“, erklärte Kapitän Lahm.

Spaßvogel Müller hatte bereits vor dem direkten Duell der beiden europäischen Spitzenclubs deutlich gemacht, dass er „dem Toni schon gern eins auswischen“ würde - was am Ende gelang. „Der Kontakt war immer gut, wir haben immer wieder etwas miteinander zu tun. Ich habe ihn ja nicht aus meinem Leben verbannt und seine Nummer gelöscht, weil er von Bayern München weggegangen ist“, erzählte Müller.

Weil Kroos vor einem Jahr seinen Kontrakt in München nicht verlängern wollte, verkauften die Bayern den zentralen Mittelfeldspieler an den spanischen Konkurrenten. Die Zielsetzungen haben sich für den Weltmeister mit dem Wechsel aber nicht verändert. „Die großen Vereine gehen immer in den Wettbewerb, um ihn am Ende des Tages auch zu gewinnen“, berichtete Kroos, der sich in einem Jahr neben Stars wie Cristiano Ronaldo, Gareth Bale und James Rodriguez seinen Stammplatz im Team der „Galaktischen“ gesichert hat.

Im Vorjahr waren beide Clubs im Halbfinale der Champions League gescheitert, Real ging nach den zusätzlich verpassten Siegen in der Liga und im Pokal sogar ohne Trophäe in die Sommerpause. „Ich hoffe, dass wir dieses Jahr den letzten Schritt machen und die Titel holen“, betonte Kroos.

dpa

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