Heynckes-Nachfolger gesucht

Brazzo verrät Fahrplan für Bayerns Trainersuche: Hinweis auf Tuchel?

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Thomas Tuchel ist aktuell ohne Trainerjob. Kommt er nächsten Sommer zum FC Bayern?

Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat ausgeplaudert, wann der FC Bayern den Nachfolger für Jupp Heynckes bekannt geben will. Der Zeitpunkt könnte für Thomas Tuchel als neuen Trainer des Rekordmeisters sprechen.

News vom 3. Dezember

Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat sich am Samstag bei Sky zur Trainersuche des FC Bayern geäußert und dabei den Zeitplan des Rekordmeisters offenbart. „Ende Januar, Anfang Februar werden wir schon etwas bekanntgeben. Da müssen wir langsam schauen, wer Trainer wird“, erklärte der Bosnier.

Ob er damit einen versteckten Hinweis gegeben hat? Wenn die Bekanntgabe Anfang des nächsten Jahres erfolgen soll, wird es sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht um einen Trainer handeln, der dann noch bei einem anderen Klub in Lohn und Brot steht. Zu negativ wäre das Echo bei dessen Noch-Arbeitgeber.

Von den immer wieder gehandelten Ralph Hasenhüttl, Julian Nagelsmann, Jürgen Klopp, Niko Kovac und Thomas Tuchel trifft diese Voraussetzung nur auf letzteren zu: Tuchel ist seit seiner Trennung von Borussia Dortmund im vergangenen Sommer arbeitslos. Lediglich noch für Jogi Löw, der ebenfalls hin und wieder wieder mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wird, würde eine solche Verlautbarung wohl keine Schwierigkeiten bedeuten.

News vom 30. November

Mit Jupp Heynckes und Karl-Heinz Rummenigge hat Thomas Tuchel zwei große Fürsprecher beim FC Bayern - daher ist die Personalie weiterhin hochaktuell an der Säbener Straße, berichtet die Sport Bild. Ein Hauptgrund, warum es nach der Trennung von Ancelotti nicht direkt mit einem Engagement klappte, war der Zeitpunkt: Mitten in der Saison, ohne eigene Vorbereitung und ohne Einfluss auf die Zusammenstellung des Kaders war Tuchel die sofortige Unterschrift wohl zu heikel, zumal sich der engagierte Trainer ein Sabbatjahr zum Durchschnaufen verordnet hatte. Doch kommenden Sommer fällt dieses Argument weg, Tuchel könnte sich bei einer Entscheidung für seine Person in Ruhe auf den anstrengenden Job in München vorbereiten und bereits im Vorfeld einige Strippen ziehen.

Doch die Bayern sollten nicht zu lange mit einer Entscheidung warten. Tuchel ist nicht nur in der Bundesliga, sondern beispielsweise auch in der Premier League begehrt. Der amtierende Titelverteidiger FC Chelsea ringt mit seinem italienischen Coach Antonio Conte derzeit um den Anschluss, liegt aber bereits elf Punkte hinter Tabellenführer Manchester City zurück. Eine Wiederholung des Meistertitels scheint unwahrscheinlich. Sollte man an der Stamford Bridge zu der Erkenntnis kommen, dass Conte nicht mehr der richtige Trainer für die Blues ist, könnte sehr schnell Bewegung in die Personalie Tuchel kommen - und der zögernde deutsche Rekordmeister eventuell in die Röhre gucken. 

Darum fiel Tuchel durch - Bayern mit spezieller Einschränkung bei Trainersuche

München - Egal, wen man fragt, sein Name wird immer genannt, wenn es um die Nachfolge von Jupp Heynckes als Trainer des FC Bayern München geht: Thomas Tuchel, bis vergangenen Sommer Trainer von Borussia Dortmund. Mit dem BVB wurde er in der vergangenen Saison Dritter in der Bundesliga und holte den DFB-Pokalsieg, dennoch trennten sich die Wege von Tuchel und Schwarzgelb.

Fachlich ist der taktik- und detailverliebte Coach über jeden Zweifel erhaben. Tuchel brachte den Dortmundern Ballbesitzfußball à la Pep Guardiola bei, entwickelte das Team im Gesamten und junge Spieler im Speziellen weiter. Beste Beispiele: Ousmane Dembele und Julian Weigl. Ein weiterer Pluspunkt: Der Schwabe spricht fließend Spanisch und ein bisschen Französisch.

Mehrfach wurde der 44-Jährige daher als Topfavorit auf das Heynckes-Erbe beim Rekordmeister genannt, zum Beispiel von der Sport Bild. Bereits vor der befristeten Rückkehr des Triple-Trainers war Tuchel (44) beim Rekordmeister als Nachfolger von Carlo Ancelotti im Gespräch gewesen. Nachdem Heynckes zum vierten Mal als Bayern-Coach vorgestellt worden war, hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge umgehend betont, dies sei keine Entscheidung gegen Tuchel gewesen. Schon im Frühjahr 2015 hatte sich FCB-Präsident Uli Hoeneß in München das erste Mal mit dem Übungsleiter getroffen, um über eine mögliche Zusammenarbeit zu sprechen.

Intensive und aufreibende Gespräche sollen die Münchner Alphatiere nach der Ancelotti-Trennung dazu gebracht haben, zunächst Abstand von der „Idee Tuchel“ zu nehmen. In einer Telefonkonferenz, der neben Rummenigge und Tuchel auch Vereins-Präsident  Hoeneß beiwohnte, hatte sich der Coach der Sport Bild zufolge nicht zu einer schnellen Zusage durchringen können. Das war wohl ziemlich befremdlich für das Selbstverständnis der beiden FCB-Bosse, die den Trainerposten beim Rekordmeister als einen der europaweit begehrtesten erachten und wohl von Tuchels Vorgehensweise irritiert waren.

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