Nagelsmann offenbar woanders im Gespräch

Der FC Bayern sucht einen Trainer - Warum will niemand diesen Job?

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Der Platz auf der Bayern-Bank ist begehrt – sollte man meinen…

Was ist da los? Der FC Bayern hat einen Traumjob zu bieten: Trainer beim Rekordmeister, sehr guter Verdienst, tolle Reisen. Ab 2018 soll die Stelle frei sein - nur findet sich anscheinend niemand. 

München - Titel-Garantie, sehr gute Verdienstmöglichkeiten und Dienstreisen in die schönsten Städte Europas. Das Job-Profil des künftigen Bayern-Trainers klingt eigentlich recht verlockend. Trotzdem läuft die Suche nach dem neuen Übungsleiter schleppend. Anders ist die jüngste Aussage von Uli Hoeneß über Jupp Heynckes („Ich halte es für möglich, dass er über den Sommer hinaus Trainer bleibt“) nicht zu interpretieren. 

Don Jupp reagierte schroff auf den forschen Vorstoß: „Das hat nichts mit Freundschaft zu tun. Es gibt ganz klar eine Vereinbarung bis zum Ende der Saison. Man hat nun genügend Zeit, einen Trainer zu finden.“ Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge verriet: „Jupp Heynckes hat mich gefragt, warum Uli das gesagt hat.“ Auf tz-Nachfrage, ob der FCB mit einem weiteren Jupp-Jahr Zeit bei der Trainersuche gewinnen wolle, erklärte Rummenigge: „Nein, überhaupt nicht! Wir werden uns in aller Ruhe mit dem Thema auseinandersetzen. Ich kann mir vorstellen, dass Jupp dabei auch eine Rolle spielen wird. Alles andere ist vom Zeitfaktor her kein Problem.“ 

Eine Voraussetzung für die Stelle als FCB-Trainer: die deutsche Sprache

Laut Kalle wird ab Sommer 2018 definitiv ein neuer Trainer auf der Bank sitzen. Doch bis jetzt haben die Bosse noch keinen geeigneten Kandidat gefunden. Warum will eigentlich niemand diesen Job? Für den deutschen Rekordmeister gibt es bei der Trainersuche nur eine konkrete Voraussetzung – die deutsche Sprache. 

Und genau das könnte zum Knackpunkt für die Roten werden. Denn auch wenn sich momentan viele junge und talentierte deutsche Trainer in der Bundesliga tummeln, Bayern-Format haben die wenigsten. Thomas Tuchel hätte es und galt daher nach dem Rauswurf von Carlo Ancelotti lange als Favorit. Allerdings gilt Tuchel menschlich als schwierig. 

Julian Nagelsmann will Karriere beim Erzrivalen machen

Die Bosse suchten daraufhin das Gespräch mit Mats Hummels, der bereits in Dortmund unter ihm spielte. Um den ehemaligen BVB-Trainer ist es seitdem ruhig geworden – zu ruhig? Ein anderer Topkandidat kann nun ebenfalls von der Liste gestrichen werden: Trainer-Wunderbubi Julian Nagelsmann. Der möchte seinen nächsten Schritt auf der Karriereleiter wohl ausgerechnet beim Erzrivalen machen. Borussia Dortmund hat den Hoffenheim-Trainer laut WAZ ganz oben auf dem Wunschzettel für die Nachfolge des glücklosen Peter Bosz. Nagelsmann hat eine Ausstiegsklausel in seinem bis 2021 dotierten Vertrag, die ihn bereits 2019 für fünf Millionen Euro Ablöse zu einem anderen Verein führen könnte. Außerdem gilt der 30-Jährige als äußerst kluges Köpfchen. 

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann (r.)

Daher ist ihm nicht entgangen, dass der BVB für ambitionierte Trainer ein ideales Sprungbrett ist, wie die Entwicklungen von Jürgen Klopp und Tuchel gezeigt haben. Und was man als potenzieller FCB-Coach nicht vergessen darf: Die Bosse führen ein Eigenleben. Das hat die Heynckes-Aussage von Hoeneß erneut bewiesen. Sicher ein weiterer Grund, warum das Bewerbungsverfahren an der Säbener so schleppend läuft. 

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