Zwei Bundesligisten sind ebenfalls interessiert

Stibitzt der FC Bayern Klopp diesen treffsicheren U17-Weltmeister?

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Rhian Brewster gehört im Jugenbereich zur Crème de la Crème Europas. 

Offenbar hat der FC Bayern München seine Fühler nach Rhian Brewster von Liverpool ausgestreckt. Der U17-Nationalspieler gilt als eines der größten Sturm-Talente Europas. 

Dass Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig großes Interesse an Rhian Brewster haben, ist nichts Neues. Beide Teams sind immer auf der Suche nach perspektivischen Verstärkungen ihrer Mannschaften und wurden dabei zuletzt auch immer wieder auf der Insel fündig. Englische Talente schätzen die vergleichsweise hohe Durchlässigkeit zwischen Jugend und Profimannschaften in der Bundesliga. Etwas, dass in England durch die finanzielle Potenz der Premier-League-Klubs kaum vorhanden ist. Nun berichtet das englische Online-Portal fussballstadt.com, dass auch der FC Bayern Interesse an dem Sturm-Juwel hat und die beiden erstgenannten Bundesliga-Klubs noch ausstechen könnte. Doch wer ist dieser Brewster überhaupt und würde der FC Liverpool ihn wirklich ziehen lassen?

Brewster schießt England zum Titel

Brewster sorgte bei der U17-WM 2017 erstmals international für Furore. Mit acht Turniertoren schoss er seine Engländer zum WM-Titel. Insgesamt traf er in 23 Spielen für die U17 20 Mal. Beim FC Liverpool spielt er der inzwischen 18-jährige Mittelstürmer inzwischen sogar in der U23 - ein klares Indiz für das große Talent des gebürtigen Londoners. Auch hier konnte er überzeugen: Brewster traf in elf Partien fünf Mal, steuerte zudem sieben Vorlagen bei.

Dann allerdings setzte ihn eine Knöchelverletzung außer Gefecht. Liverpool möchte den Youngster eigentlich unbedingt halten, doch seine Vertragsposition ist vertrackt: Fakt ist jedenfalls, dass Brewster noch keinen Profivertrag bei den Reds besitzt und sich wohl sträubt einen solchen zu unterschreiben, da er mehr Spielpraxis wolle. 

Liverpool setzt auf Abschreckung 

Doch nun wird es komplizierter: So berichtet der Telegraph, dass der FC Liverpool die Option besitze, seinen Jugendvertrag einseitig um ein Jahr zu verlängern. In diesem Fall dürfte Brewster gar nicht mit Vereinen außerhalb der Premier League verhandeln. Liverpool sei in diesem Fall durchaus gewillt die schweren Geschützte aufzufahren und gegen den potentiellen Aufnahme-Verein wegen „illegaler Annäherung“ vorzugehen.

Allerdings weiß auch der FC Liverpool, dass es schwierig ist einen wechselwilligen Spieler im Verein zu halten. Von der schlechten Außenwirkung auf andere Talente, die der Umgang des Vereins mit Brewster von zukünftigen Transfers zu den Reds abhalten könnte, ganz zu schweigen. 

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Alles nur Taktik?

Wahrscheinlicher ist es daher, dass die Drohung mit juristischen Schritten eher ein verhandlungstaktischer Schachzug ist. Um einen Rechtsstreit zu vermeiden, könnten sich beide Vereine beispielsweise auf eine Transfersumme einigen - die dann natürlich deutlich höher ist, als die sonst für Jugendspieler anfallende Ausbilduntgsentschädigung. Ein genau solches Szenario gab es beim Wechsel von Jadon Sancho von Manchester City zu Borussia Dortmund. Damals zahlte der BVB knapp acht Millionen Euro Ablöse.

Sollte dieser Mechanismus auch im Falle des Brewster aktiviert werden, hätte der FC Bayern sicherlich sehr gute Chancen auf einen Transfer. Schließlich könnte man die aufgerufene Ablösesumme deutlich leichter stemmen als beispielsweise Borussia Mönchengladbach. 

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dk

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