Flinker Senegalese

Transfergerücht: Holt FC Bayern München diesen 14-Tore-Mann?

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Transfergerücht: Holt FC Bayern München Keita Baldé von Lazio Rom?

München - Der FC Bayern München sucht variable Offensivkräfte. Nun rückt wohl Keita Baldé in den Favoritenkreis. Nur ein Transfergerücht oder steckt mehr dahinter?

Bei einem typischen Serie-A-Ergebnis denkt der Fan an ein 0:0, 1:0 oder 1:1. Also einem Spiel, in dem viel Wert auf die Defensive gelegt wurde. Am 7. Mai trennten sich Lazio Rom und Sampdoria Genua 7:3. Mit verantwortlich für die Torflut der Römer war Keita Baldé. Ein Tor und zwei Vorlagen steuerte der Offensivmann zu dem Erfolg bei. Nicht nur Genua konnte den Senegalesen nicht stoppen. Der Außenstürmer bereitete schon vielen Abwehrreihen in Italien Kopfzerbrechen.

Warum kann Keita Baldé den FC Bayern München weiterhelfen? 

35 Spieltage der Serie-A-Saison 2016/2017 sind gelaufen. Baldé stand 19-mal in der Startelf. Trotzdem gilt er als Stammspieler. Sein Fehlen im Januar ist dem Afrika Cup geschuldet, der gebürtige Spanier war für Senegal im Einsatz. In seinen 29 Spielen für die Biancocelesti erzielte er 14 Tore und legte fünf auf. Eine beachtliche Statistik. Intern liegt er damit auf dem zweiten Rang der Torschützenliste - hinter Ex-Dortmunder Ciro Immobile, der 25 Treffer auf seinem Konto hat. Zu den Stärken des Senegalesen zählen Schnelligkeit, Kreativität und natürlich das Dribbling. Keita Baldé ist Außenspieler und variabel einsetzbar, er ist 1,84 Meter groß. Auf engsten Raum und in der Nähe des Strafraums ist er kaum zu halten oder nur durch Fouls zu stoppen. Dadurch, dass er viele Gegenspieler auf sich zieht, bekommen klassische Mittelstürmer wie Immobile genug Platz und Zeit, um Tore zu machen. 

Bei den Bayern wäre er eine sinnvolle Ergänzung zu Arjen Robben und Franck Ribéry. Ein designierter Nachfolger der beiden, Douglas Costa, musste sich in letzter Zeit hin und wieder Kritik anhören und wird als möglicher Sommerabgang gehandelt. Baldé wurde beim FC Barcelona ausgebildet und wechselte in der U19 zu Lazio. Bei den Adlern besitzt er ein Vertrag bis 2018. Präsident Claudio Lotito hat mit dem Senegalesen dem Vernehmen nach noch keine Gespräche über eine Vertragsverlängerung geführt.  Das würde bedeuten, er könnte spätestens im Sommer 2018 ablösefrei wechseln oder in der folgenden Transferperiode unter Wert verkauft werden. Transfermarkt.de schätzt seinen Marktwert auf 17 Millionen Euro ein. Laut sportnotizie24.it sind viele europäische Spitzenklubs an dem Talent interessiert.

Obwohl Keita Baldé als beidfüßig gilt, kommt er meist über die linke Seite. Hin und wieder zieht er von Linksaußen in die Mitte und schließt mit rechts ab. Mit diesen Aktionen hat er schon mehrere sehenswerte Tore erzielt. Unberechenbar machen den 22-Jährigen seine Übersteiger, die nicht in die Mitte, sondern meist Richtung Grundlinie führen und er so den Ball mit links in den Strafraum flanken kann. 

Wäre Baldé Keita für den FC Bayern München ein Problem abseits des Platzes?

Die ersten zwei Spieltage der laufenden Saison hatte sich Baldé Keita selbst suspendiert. Sich selbst suspendieren? Ja, beim Tabellenvierten lief zu Saisonbeginn im Hintergrund einiges schief. Marco Bielsa, der argentinische Trainer, wurde verpflichtet, trat aber nach 48 Stunden wegen Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und der Vorstandschaft wieder zurück. Kurz darauf meldete sich Keita auf Twitter und warf dem Verein Verfehlungen vor:

„Ich kann das Verhalten, mit dem sie mich behandeln, nicht mehr akzeptieren. Dinge wurden versprochen und nie eingehalten, überschrittene Deadlines, geänderte Programme. Ich habe mehrere Male mit dem Präsidenten und dem Sportdirektor gesprochen, habe ihnen meine Meinung und meinen Standpunkt klar gemacht, niemanden hat dies gekümmert.“

Gerüchten zufolge wollte Keita so einen Transfer provozieren. Die ersten zwei Liga-Spiele im vergangenen August, die noch in der Wechselfrist lagen, stand er nicht im Kader. Die Behauptung des Senegalsen, er sei verletzt, glaubte der Verein nicht so recht und sah sein Verhalten als „inakzeptabel“ an.  Am 11. September 2016, nachdem die Transferperiode beendet war, gab er unter Trainer Simone Inzaghi am 3. Spieltag gegen Chievo Verona sein Comeback. In 38 Minuten Einsatzzeit legte er das einzige Tor Lazios beim 1:1 vor. Er entwickelte sich in der laufenden Saison wieder zum Stammspieler und war eine tragende Säule des Champions-League-Aspiranten. 

Einige Highlights aus der Saison 2016/2017

Wen holen die Bayern als Verstärkung? Wir haben bereits alle Transfergerüchte zum FC Bayern München im Überblick zusammengefasst

AnK

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