Möglicher Ersatz bei Lewy-Abgang?

FCB und Icardi: Verhandlungen wohl nur unter einer Bedingung möglich

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Mauro Icardi steht bei Inter noch bis 2021 unter Vertrag.

Immer wieder wird spekuliert, dass der FC Bayern für Robert Lewandowski nur eine Übergangsstation ist. Offenbar sorgt der Rekordmeister vor. Doch bei einem Kandidaten gibt es mehrere Hürden.

News vom 10. November 2017

Die Chancen auf eine Verpflichtung von Mauro Icardi durch den FC Bayern tendieren offenbar gegen Null. Wie die Bild berichtet, würde Inter Mailand für seinen Kapitän eine Ablöse von 100 Millionen Euro aufrufen - eine Preisklasse, die sich die Münchner den Aussagen der Bosse aus den vergangenen Monaten zufolge wohl nicht antun werden. Das Boulevardblatt schreibt sogar, dass die Italiener mit dem Argentinier bereits über eine Verlängerung des 2021 auslaufenden Vertrags gesprochen haben sollen. Nur falls Inter die Qualifikation für die Champions League verpassen sollte, sei der aus China finanziell unterstützte Klub überhaupt zu Gesprächen über einen möglichen Verkauf bereit.

Der ehemalige Bayern-Stürmer Giovane Elber hält derweil große Stücke auf den Torjäger. „Ein ganz guter Junge. Schnell, super Ballbehandlung, schon ein Führungsspieler. Ihn muss man beobachten. So ein Spieler würde Bayern gut tun“, wird der Brasilianer in der Bild zitiert.

News vom 9. November 2017

Seit Lewandowski fernab des FC Bayern mit der polnischen Nationalmannschaft unterwegs ist, wird seine Einstellung gegenüber Medien offenbar etwas lockerer. Gibt sich der Torjäger vor und nach Spielen des Rekordmeisters meist wortkarg und verbirgt seine wahre Meinung hinter den üblichen Fußballfloskeln, traut er sich im heimischen Umfeld wohl etwas mehr Mundakrobatik zu.

So gab er während einer Länderspielreise im September dem Spiegel ein brisantes Interview,in dem er die Transferpolitik des FCB als mutlos kritisierte. Aktuell ist Lewandowski wieder mit Polen unterwegs und legte prompt in einem Reuters-Interview nach. Der FC Bayern müsse sich bei Transfers kreativer verhalten, zudem forderte der 29-Jährige alle ein bis zwei Jahre neue Topstars.

Lewandowski erneuert Kritik an Transferpolitik des FC Bayern

Außerdem beschwerte sich Lewandowski über fehlende Stürmer-Alternativen im Kader und deutete indirekt an, seine jüngste Verletzung könnte mit den fehlenden Pausen für ihn zusammen hängen: "Ich hatte eine kleine Verletzung. Ich hatte aber nicht die Gelegenheit, zu pausieren oder kürzer zu spielen, weil andere Spieler verletzt waren", so Lewandowski: "Manchmal hilft es, 20 oder 30 Minuten kürzer zu spielen oder mal ein Spiel auszusetzen, damit alles wieder okay ist. Vielleicht war ich nur verletzt, weil ich keine Zeit zur Regeneration hatte."

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Viele Beobachter des Fußballgeschäfts wittern hinter Lewandowskis Kritik Methode. Möchte der Torjäger seinen vorzeitigen Abgang beim Rekordmeister vorbereiten? Es ist kein Geheimnis, dass der 2014 von Borussia Dortmund zum FC Bayern gewechselte Angreifer ein großes Karriereziel hat: den Gewinn der Champions League. Hartnäckig halten sich die Gerüchte, Lewandowski wolle bei Real Madrid sein Karriereglück finden, auch wenn FCB-Präsident Uli Hoeneß zuletzt ein deutliches Machtwort sprach.

Doch wie das spanische News-Portal Don Balon berichtet, haben die Verantwortlichen des Rekordmeisters einen Plan B in der Hinterhand. Sollte Robert Lewandowski tatsächlich den FC Bayern verlassen, haben die Bosse offenbar Mauro Icardi von Inter Mailand als Nachfolger im Visier.

FC Bayern München: Winter-Transfergerüchte 2017/2018 und aktuelle News

Der 24-jährige Argentinier zählt zu den aktuellen Superstars der wiedererstarkten Serie A. Er ist Kapitän der Nerazzurri und ein ähnlicher Stürmertyp wie Lewandowski. Trotz „nur“ 1,81 Metern Körpergröße kann Icardi die Bälle im Sturmzentrum gut halten und weiterleiten und verfügt zudem über einen ausgeprägten Torriecher. Mit seinem Spielstil würde er perfekt in die Bundesliga passen, schreibt Don Balon.

In der aktuellen Saison traf er in zwölf Ligaspielen bereits elf Mal, insgesamt stehen 92 Buden in 168 Serie-A-Partien für den in Rosario geborenen Angreifer zu Buche.

Für den FC Bayern zu teuer? Icardis Ausstiegsklausel liegt bei 110 Millionen Euro

Vertraglich ist Icardi noch bis 2021 an Inter gebunden, also genauso lange wie Lewandowski an den FC Bayern. Für eine Ausstiegsklausel von 110 Millionen Euro könnte er Inter vorzeitig verlassen, die Mailänder arbeiten laut italienischen Medienberichten derzeit daran, das „Schmerzensgeld“ auf 150 Millionen Euro anzuheben. Der aktuelle Marktwert des argentinischen Nationalspielers beträgt 50 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de). 

Inter belegt in der Meisterschaft derzeit nur Rang 5, eine Rückkehr zu den glorreichen Zeiten - noch 2010 gewann Inter die Champions League - gestaltet sich trotz größerer Investitionen als steinig. Gut möglich also, dass Superknipser Icardi sich beruflich verändern möchte.

Die dann fällige Abösesumme könnte der FC Bayern aber wohl nur dann stemmen, wenn er mit einem Lewandowski-Verkauf einen dreistelligen Millionenbetrag einnehmen würde. Auch der FC Arsenal und der FC Chelsea sollen die Fühler nach Icardi ausgestreckt haben.

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