„Er ist zu Höherem berufen“

„Robbery“-Nachfolger gesucht: Matthäus hat brisanten Tipp

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Christian Pulisic steht beim BVB noch bis 2020 unter Vertrag.

Christian Pulisic zählt trotz seines jungen Alters zu den Leistungsträgern bei Borussia Dortmund. Das weckt Begehrlichkeiten bei anderen Topklubs. Lothar Matthäus rät dem FC Bayern, sich um den Flügelflitzer zu kümmern.

News vom 5. November 2017 

Karl-Heinz Rummenigge hat die Diskussion um die Besetzung der Flügelpositionen beim FC Bayern selbst befeuert. Man müsse sich die Frage stellen, ob Franck Ribéry noch die Zukunft bedeute, oder ob sich der Rekordmeister ab kommenden Sommer neu aufstellen müsse auf den Außenbahnen, hatte der Vorstandsboss in einem Sky-Interview erklärt. Der 34-jährige Franzose ist derzeit verletzt, sein Vertrag in München läuft kommenden Sommer aus. Auch sein kongenialer Mitspieler auf der rechten Außenbahn, Arjen Robben, kommt dem Karriereende immer näher - klar ist: der FC Bayern muss den Umbruch angehen.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat da einen guten Rat für seinen ehemaligen Klub. "Wenn Bayern München irgendwann mal Ersatz für Robben und Ribery sucht, dann müssen sie ihre Fühler nach Christian Pulisic ausstrecken", sagte der Sky-Experte am Rande des Topspiels zwischen BVB und FCB am Samstag. Eine Erklärung lieferte der 56-Jährige natürlich mit: "Er ist 19 Jahre alt und hat hohe Qualität. Mit seinem Selbstvertrauen und seiner Geschwindigkeit ist er zu Höherem berufen."

Allerdings wäre eine Verpflichtung des US-Nationalspielers mit einiger Brisanz verbunden. Vor etwa einem halben Jahr waren Gerüchte aufgetaucht, wonach der FC Bayern sich für die BVB-Talente Pulisic, Julian Weigl und den inzwischen zum FC Barcelona gewechselten Ousmane Dembélé interessiere. Rummenigge hatte damals betont, dass der FC Bayern keinen dieser Spieler dem BVB wegschnappen wolle: „Ich kann heute garantieren, dass wir keinen dieser Spieler kontaktiert haben oder kontaktieren werden. Wir haben ein komplett entspanntes und seriöses Verhältnis zu Borussia Dortmund.“

News vom 20. Juni 2017

Mario Götze, Robert Lewandowski, Mats Hummels - in der jüngeren Vergangenheit wechselten einige der besten Spieler von Borussia Dortmund die Seiten von Gelb zu Rot. Doch zumindest im Fall von Christian Pulisic wird sich das nicht wiederholen. Der US-Amerikaner sagte in seiner Heimat zu Penn Live: „Nein, das könnte ich nicht machen.“ Und ergänzte: „Ich darf das eigentlich gar nicht sagen, aber ne.“ 

Im Januar unterzeichnete der 18-Jährige eine Vertragsverlängerung mit den Dortmundern bis 2020. Allein in dieser Saison lief das große Talent wettbewerbsübergreifend in 43 Partien auf, darunter in entscheidenden Spielen in der Champions League und im DFB-Pokal. 

Auch in die Premier League zu Manchester United - dem Bericht von Penn Live zufolge sein Lieblingsklub als Kind - zieht des den jungen Offensivspieler nicht: „Als ich klein war, wollte ich in der Premier League spielen, aber nun, da ich in der Bundesliga spiele, plane ich keinen Wechsel.“ Denn: „Ich bin dort richtig glücklich.“

Scheint also, als würde Pulisic dem BVB erhalten bleiben. 

Update vom 28. April 2017: Wen verpflichtet der FC Bayern nach dem Dopple-K.o. in der Champions League und im DFB-Pokal? Welche Top-Stars hat der Rekordmeister auf der Einkaufsliste? Wir haben alle aktuellen News zu Transfers und alle Transfergerüchte zum FC Bayern München zusammengefasst.

Borussia Dortmund siegte am Dienstagabend überzeugend und deutlich gegen die bisherige DFB-Pokal-Überraschungsmannschaft aus Lotte. Das Team von Trainer Thomas Tuchel ließ den Gastgebern am Ende keine Chance und gewann deutlich mit 3:0. 

München - In der ersten Halbzeit hatten die Schwarz-Gelben noch ihre liebe Mühe mit dem Drittligisten, der die Partie laufstark und aggressiv begann, und so einige Schwächen in der Dortmunder Defensive aufdeckte. Das erlösende 1:0 für den Ruhrpott-Klub erzielte dann Christian Pulisic - und der erhielt nach der Partie von ARD-Experte Mehmet Scholl ein Sonderlob - inklusive einer Prophezeiung bezüglich eines kommenden Transfers.

Mehmet Scholl prophezeit FCB-Attacke auf Christian Pulisic

In der traditionellen Nachbereitung der Partie sprachen ARD-Experte Mehmet Scholl und Moderator Alexander Bommes zunächst mit Lotte-Trainer Ismail Atalan, danach kam Thomas Tuchel auf einen Plausch ins Studio. Gemeinsam sahen sich die drei das 1:0 von Christian Pulisic an - und Scholl geriet sogleich ins Schwärmen.

„Mein absoluter Lieblingsspieler. Und leider hört er (Thomas, Anm. d. Red.) das nicht gern, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Bayern wahrscheinlich irgendwann an ihn rangehen. Weil er einfach diese spezielle Qualität hat die es nicht oft gibt, um auf den Außenbahnen Überzahl zu schaffen und Situationen zu entwerfen, zu denen es normal nie kommen würde“, schwärmte Scholl.

Tuchel bremst: „Der könnte noch in der A-Jugend spielen“

Thomas Tuchel lächelte über Scholls Prophezeiung gekonnt hinweg und beschwerte sich danach lachend bei Moderator Bommes: „Der junge Kerl ist Jugendspieler, der könnte noch in der A-Jugend spielen. Deshalb bremse den Mehmet da.“

Der junge US-Amerikaner hat bei Borussia Dortmund noch einen langfristigen Vertrag. Erst im Januar hatten die Verantwortlichen den Kontrakt mit dem talentierten Offensiv-Mann bis 2020 verlängert. Dass der erst 18-Jährige aufgrund seiner tollen Leistungen nicht unter dem Radar der Bayern bleiben wird, dürfte klar sein. Zuletzt hatte sich Pulisic durch sein Tor im Achtelfinal-Rückspiel gegen Benfica Lissabon sogar schon einen Platz in den Annalen des BVB gesichert. Dort wird er nun als jüngster Champions-League-Torschütze geführt.

Wie realistisch ist ein Pulisic-Transfer zum FC Bayern?

Dass der FC Bayern also mittlerweile ein Auge auf den BVB-Youngster geworfen haben dürfte, scheint unstrittig. Doch der langfristige Vertrag von Pulisic könnte für einen möglichen Transfer ein ausreichend großes Hindernis sein - Pulisics Marktwert beträgt laut transfermarkt.de außerdem bereits jetzt 12 Millionen Euro. Tendenz steigend. 

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Zwar muss der Rekordmeister aus München über kurz oder lang die Weltklasse-Flügelzange Robbéry ersetzen, doch mit Kingsley Coman und Douglas Costa stehen derzeit noch zwei weitere Außenspieler mit großem Talent zur Verfügung. Ein Transfer ergäbe daher auch für Pulisic erst nach dem Karriereende von Robben und Ribéry Sinn. Ansonsten drohte dem Youngster zu wenig Spielzeit - und das hemmt die Entwicklung. So oder so, ein Transfer von Borussia Dortmund zum FC Bayern beherbergt immer ausreichend Sprengstoff. Das hat die jüngere Vergangenheit mit den Transfers von Mario Götze, Robert Lewandowski und Mats Hummels bewiesen.

Video: Nur Reservist! Was macht Kimmich?

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sdm/Video: snacktv

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