Transfergerücht

Coman dachte an Abschied: So haben ihn die Bayern-Bosse überredet

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Kingsley Coman zu Transfergerüchten: „Ja, ich dachte an einen Abschied vom FC Bayern München.“

Kingsley Coman zu Transfergerüchten: „Ja, ich dachte an einen Abschied vom FC Bayern München.“ So haben ihn die Bosse zum Bleiben überredet.

News vom 29. Mai 2017

München - Also waren die Transfergerüchte doch nicht aus der Luft gegriffen! Kingsley Coman, der mit Manchester City in Verbindung gebracht wurde (siehe unten), hat nun erstmals seine Wechsel-Absichten eingeräumt: "Ich habe darüber nachgedacht, den Verein zu verlassen, ja", sagte er dem Magazin kicker. In seiner ersten Saison unter dem neuen Trainer Carlo Ancelotti lief es bekanntlich nicht allzu gut für den 20-Jährigen. „Das war ein kompliziertes Jahr für mich“, blickt er zurück. Wenige Einsätze, zudem laborierte er an einer Verletzung. "Das hat mich ganz schön ausgebremst", räumt Coman ein. "Vielleicht hat danach auch ein wenig das Vertrauen des Trainers gefehlt." 

Coman, der unter Pep Guardiola noch als Ribéry-Nachfolger galt, fiel Mitte November nach einem Kapselriss im Sprunggelenk gut zwei Monate aus. Als er im Januar wieder zurückkehrte, hatte er nach eigenem Bekunden große Probleme, seinen Platz im Team zu finden. "Ich kam zurück in eine Mannschaft, die funktionierte. Seinen Platz zu erobern, Spielzeiten zu erlangen, wenn die Mannschaft sich gefunden hat, ist schwierig. Gerade hier aufgrund der großen Konkurrenz." All diese Umstände ließen in ihm den Gedanken reifen, den FC Bayern München zu verlassen.

Im Hinblick auf einen Weggang suchte er das Gespräch mit den Bayern-Bossen. Die konnten ihn aber zu einem Verbleib in München überreden, verrät Coman dem kicker. "Sie haben mir das Gefühl gegeben, dass sie mir auf lange Sicht vertrauen, auch schon nächste Saison. Sie sagten, ich soll weiterarbeiten und dann würden sich die Dinge richten." 

Ende April zog der FC Bayern München die mit Juventus Turin vereinbarte Kaufoption und verpflichtete Kingsley Coman für 21 Millionen fest. "Die gezogene Option hat sich nur mit meinem Einverständnis realisieren lassen“, sagt der Franzose. „Sie hätten das nicht gemacht, wenn ich im Kopf gehabt hätte, den Verein zu verlassen."

Was seine Zukunft beim FC Bayern angeht, so gibt Coman sich optimistisch. Er wertet es als positives Signal, dass Carlo Ancelotti ihn beim Saisonfinale gegen Freiburg oder beim vorzeitigen Titelgewinn in Wolfsburg spielen ließ. „Der Trainer wollte damit ein Signal an uns junge Spieler und die Fans senden. Es zeigt, dass er auf mich zählt und ich bin sicher, dass es in der nächsten Saison besser wird."

News vom 9. Mai 2017

Kingsley Coman hat in der französischen Fußball-TV-Sendung „Telefoot“ über seine Zukunft geplaudert, zumindest über seine kurzfristige. "Normalerweise spiele ich nächste Saison für Bayern. Aber man weiß nie, was passiert“, sagte der französische Nationalspieler, dessen Kaufoption die Bayern Ende April zogen. Doch der 20-Jährige kennt die schnelllebigen Mechanismen des Profigeschäfts nur zu gut: „Wenn sie morgen, auch wenn es unrealistisch ist, Ronaldo und Messi holen, könnte meine Zukunft woanders liegen.“ Andererseits wollte er auch nicht ausschließen, gar bis zu seinem Karriereende in München zu bleiben.

Coman legt höchsten Wert auf Einsätze. Nach einer für ihn auch wegen Verletzungen eher enttäuschenden zweiten Saison an der Säbener Straße hofft er in der kommenden Spielzeit auf mehr Spielpraxis. Angesprochen auf das Interesse von Manchester City mit Ex-Bayern-Coach Pep Guardiola sagte Coman:  "Ich bin jung und in einer Phase, wo ich Spielzeit benötige. Wenn das hier nicht der Fall wäre und die Situation kompliziert wäre, würde ich einen Wechsel in Betracht ziehen." Er habe aber mit dem Technischen Direktor Michael Reschke und dem Präsidenten Uli Hoeneß „über ihr Projekt und meine Rolle darin gesprochen und jetzt ist alles geregelt“. Hört sich so an, als könnten sich Guardiola und ManCity weitere Abwerbungsversuche sparen.

Transfer-Gerücht: Holt Pep Guardiola Coman für 60 Millionen zu Manchester City?

Erst in der vergangenen Woche hat der FC Bayern bei Kingsley Coman (kam im Sommer 2015 auf Leihbasis von Juventus Turin) die Kaufoption gezogen. Als Ablösesumme sind 21 Millionen Euro im Gespräch. Der 20-Jährige Franzose hat an der Säbener Straße einen Vertrag bis 2020 unterschrieben. In einer Pressemitteilung verkündete Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge: „Kingsley Coman ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft unserer Mannschaft, daher haben wir uns entschieden, die Option zu ziehen. Kingsley ist ein hoffnungsvoller Spieler mit großem Potential. Wir sind überzeugt, dass er uns in den nächsten Jahren weiterhelfen wird.“

Nur wenige Tage nach dieser Verlautbarung könnte der FC Bayern in Versuchung geraten, Kingsley Coman wieder gehen zu lassen. Und zwar zu seinem ehemaligen Trainer Pep Guardiola. Laut der renommierten englischen Zeitung The Times soll Manchester City bis zu 50 Millionen Pfund - umgerechnet knapp 60 Millionen Euro - für den Mittelfeldspieler bieten. „Manchester City versucht noch immer, Kingsley Coman in diesem Sommer zu verpflichten - auch nachdem er in der vergangenen Woche final von Juventus Turin zu Bayern München wechselte“, schreibt die Zeitung. Das Verhältnis zwischen Coman und Guardiola soll noch immer sehr gut sein.  In der vergangenen Woche habe es bereits ein Treffen zwischen dem Management des Franzosen  und Vertretern von ManCity gegeben, um die Möglichkeiten eines Transfers auszuloten. Dabei soll den Engländern mitgeteilt worden sein, dass ein Transfer im Sommer zu Manchester City weiterhin möglich ist und der FC Bayern München die Kaufoption nur gezogen habe, um die potentielle Ablösesumme für Coman in die Höhe zu treiben. In diesem Fall könnte man Karl-Heinz Rummenigges Beteuerung, „dass er uns in den nächsten Jahren weiterhelfen wird“ rein wirtschaftlich deuten. In Zeiten, in denen die Premier-League-Clubs enorme Summen aus der TV-Vermarktung bekommen, muss auch der FC Bayern schauen, wo er bleibt.

Kingsley Coman: Das würde für einen Transfer vom FC Bayern München zu Manchester City sprechen 

Aus Sicht von Coman mag auch manches für einen Weggang vom FC Bayern München sprechen: In der vergangenen Saison konnte das Nachwuchstalent nicht wirklich überzeugen. Der 20-Jährige kam lediglich in 18 Bundesliga-Spielen zum Einsatz, bei denen er 2 Tore machte und eine Vorlage gab. In der Startelf stand er nur in neun Spielen. Seinen Platz bei Trainer Carlo Ancelotti scheint er noch nicht gefunden zu haben. Aktuell gilt er bestenfalls als Joker. An Arjen Robben und Franck Ribéry kommt er derzeit nicht vorbei. Nach dem Aus im DFB Pokal gegen Borussia Dortmund forderte ARD-Experte Mehmet Scholl sogar, die Bayern-Bosse sollten noch überlegen, ob sie die Kaufoption wirklich ziehen wollen. 

In der vergangenen Saison sah alles noch ganz anders aus. Als der Trainer des FC Bayern noch Pep Guardiola hieß, konnte Coman seine überragende Grundschnelligkeit weit besser zur Geltung bringen. Zudem gibt es Anzeichen, wonach die Atmosphäre zwischen dem Franzosen und seinen Teamkollegen nicht die beste sein könnte. Wie „Le Parisien“ vor kurzem vermeldete, fühle Coman sich vom Rest der Mannschaft „isoliert“.

Es wäre also nicht ganz unvorstellbar, dass der FC Bayern Kingsley Coman für knapp 60 Millionen Euro zu Pep Guardiola gehen lässt. Auf der anderen Seite hätte das Geschäft einen schalen Beigeschmack, nachdem der Franzose erst vor wenigen Tagen einen langfristigen Vertrag in München unterschrieb. In diesem Fall würde die Verpflichtung des Franzosen als reine Verhandlungstaktik erscheinen, um Coman im Sommer profitabel weiterzuverkaufen.

Allerdings ist der FC Bayern auch ein Konzern, der wirtschaftlich agiert. Ob die Bosse sich ein Transferplus von fast 40 Millionen Euro wirklich entgehen lassen? Zumal die Bayern die stolze Summe, die Manchester City für Coman überweisen könnte, gleich in eine hochwertigen Alternative investieren könnten. Zum Beispiel in Julian Brandt, den Offensivallrounder von Bayer Leverkusen.  Wie hatte Mehmet Scholl vor kurzem noch betont? „Ich glaube, dass Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß verrückte Dinge machen werden.“

Allerdings brauchen die Bayern perspektivisch auch einen Ersatz für Ribéry und Robben. Auch wenn es für Coman zuletzt nicht allzu rosig aussah, könnte er auf die Zukunft setzen. Coman ist erst 20 Jahre alt. „Robbery“ sind Mitdreißiger, die in zwei bis drei Jahren ihre Karriere beenden könnten.  

Fazit: Dieses Transfer-Gerücht ist nicht besonders wahrscheinlich. Vermutlich plant der FC Bayern München langfristig mit Kingsley Coman. Möglicherweise läuft es in der kommenden Saison auch wieder besser für den Franzosen. Ein Fragezeichen aber bleibt: Würden die Bayern-Bosse nicht doch schwach werden, wenn Manchester City wirklich 60 Millionen Euro auf den Tisch legt?

FC Bayern München: Alle Transfergerüchte im Überblick

Welche Spieler holt der Rekordmeister zur Saison 2017? Wer verlässt die Bayern? Wir haben bereits alle Transfergerüchte zum FC Bayern München zusammengefasst.

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fro

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