Er ähnelt in seiner Spielweise Robert Lewandowski

Transfer: Ancelotti bringt diesen 100-Millionen-Stürmer ins Gespräch

+
Verpflichtet der FC Bayern München demnächst Andrea Belotti vom FC Turin? Trainer Carlo Ancelotti bringt den 100-Millionen-Mann ins Gespräch.

Transfergerücht: Verpflichtet der FC Bayern München demnächst Andrea Belotti vom FC Turin? Trainer Carlo Ancelotti bringt den 100-Millionen-Mann ins Gespräch.

München - Das wäre wirklich eine Transfer-Granate, wie sie Uli Hoeneß bei der Meisterfeier angedeutet hatte! Zur Erinnerung: Der FCB-Präsident hatte gegenüber Journalisten betont: Um den mit etlichen Stars gespickten Bayern-Kader noch zu verstärken, brauche man „ziemliche Granaten“. Eine solche wäre Andrea Belotti vom FC Turin. Der Stürmer traf in der aktuellen Saison in der Serie A in bislang 37 Pflichtspielen 27 Mal.

Bayern-Trainer Carlo Ancelotti brachte Belotti nun in einem Interview mit der italienischen Zeitung Corriere della Sera als möglichen Transfer-Kandidaten ins Gespräch. Auf die Frage, ob man beim FC Bayern auch den italienischen Markt beobachte, antwortete Ancelotti: „Natürlich. Wie hoch ist nochmal die Klausel von Belotti?“ Der Bayern-Trainer spielt damit auf italienische Medienberichte an, wonach Belottis Ausstiegsklausel in seinem noch bis 2021 laufenden Vertrag beim FC Turin 100 Millionen Euro betragen soll. Im Fall dieses Stürmers würde der FC Bayern in bisher unbekannte Transfer-Dimensionen vorstoßen. Uli Hoeneß hatte ja am Rande der Meisterfeier auch betont: „Wenn wir einen Spieler haben wollen, werden wir auch Dinge machen, die wir noch nicht gemacht haben.“ Hoeneß schloss zwar eine Summe von mehr als 100 Millionen Euro an Transferausgaben für eine Saison nicht aus. Allerdings betonte er auch: "Für einen Spieler nicht, aber das Gesamtkonzept kann natürlich mal viel sein." Ob Hoeneß im Hinblick auf Andrea Belotti seine Meinung noch mal revidiert?

Natürlich weiß auch Caro Ancelotti, dass der italienische Markt „überall teuer“ ist, wie er im Interview bekannte. Er brachte gleich noch ein paar Spieler ins Gespräch, deren Entwicklung ihm auch sehr gut gefällt: Marco Verratti (Paris Saint-Germain), Lorenzo Insigne (SSC Neapel) und Roberto Gagliardini (Inter Mailand). 

In Sachen Andrea Belotti könnte der FC Bayern Konkurrenz aus der Premier League bekommen. Auch Manchester United soll sich wegen des langfristigen Ausfalls von Zlatan Ibrahimovic für den 23-Jährigen Stürmer-Star interessieren. 

Andrea Belotti zum FC Bayern München? Diese Erfahrungen hat der Verein mit italienischen Stürmern

Mit italienischen Stürmern hat der FC Bayern bislang unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Während Ruggiero Rizzitelli seinerzeit die in ihn gesetzten Erwartungen nur sehr bedingt erfüllen konnte, schlug der Transfer von Luca Toni voll ein. Gut möglich, dass die Fans des Rekordmeisters demnächst wieder einen Angreifer aus Italien im Bayern-Trikot bestaunen dürfen.

News vom 17. Februar 2017: Belotti ist Italiens Senkrechtstarter

Wie die in Turin erscheinende, La Stampa bereits im Februar 2017 berichtete, soll Andrea Belotti auf der Wunschliste von Trainer Carlo Ancelotti stehen. Der italienische Coach ist offenbar von den technischen und körperlichen Fähigkeiten des 23-Jährigen sowie dessen mannschaftsdienlichem Spiel äußerst angetan. Erste Kontakte mit der Vorstandschaft der Turiner sollen geknüpft worden sein, die laut La Stampa in ein offizielles Angebot münden könnten.

Belotti ist italienischer Nationalstürmer und einer der Senkrechtstarter des italienischen Fußballs. Im Sommer 2015 wechselte er für 8,4 Millionen Euro von US Palermo aus Sizilien ins norditalienische Piemont - und hat seinen Marktwert inzwischen um einiges vervielfacht.

Wie Robert Lewandowski beherrscht Belotti die gesamte Klaviatur eines modernen Stürmers. Im Strafraum ist er brandgefährlich, schließt oft mit dem ersten Ballkontakt ab und weiß, wo das Tor steht. In der aktuellen Saison traf er in 21 Serie-A-Spielen stolze 17 Mal, fünf Mal kam er in der Squadra Azzurra zum Einsatz und netzte für Italien drei Mal ein. Seine Treffer bejubelt Belotti übrigens immer mit einer Imitation eines Hahnes, was ihm den Spitznamen „Gallo“ einbrachte. Das etwas merkwürdig anmutende Ritual hat allerdings wenig mit Belotti selbst zu tun, sondern mit einem besten Kumpel Juri, der mit Nachnamen Gallo heißt.

Ausstiegsklausel von 100 Millionen Euro für ausländische Klubs

Neben seinem ausgeprägten Torriecher ist Belotti mit 1,81 Meter zwar kein Riese, aber körperlich doch so robust, dass er als sogenannter „Wandspieler“ mit dem Rücken zum Tor stehend Bälle gut behaupten und verteilen kann. Außerdem verfügt Belotti über einen schnellen Antritt, der ihn im Eins-gegen-Eins ebenfalls gut aussehen lässt. Unerlässlich für einen Angreifer im heutigen Fußball: Belotti arbeitet für die Mannschaft auch defensiv mit, ist sich für keinen Laufweg zu schade und weiß sich in Zweikämpfen zu behaupten.

Andrea Belotti und Mats Hummels (r.) - demnächst Klubkollegen?

Erst im Januar hatte Turins Sportdirektor Gianluca Petrachi bestätigt, dass der Klub ein 65-Millionen-Euro-Angebot des FC Arsenal dankend abgelehnt habe. Vergangenen Dezember hatte Belotti seinen Vertrag bis 2021 ausgeweitet - mit einer ziemlich wichtigen Klausel. Will ein ausländischer Verein den Offensivmann verpflichten, muss er mindestens 100 Millionen Euro auf den Tisch legen. "Der Markt bestimmt den Wert eines Spielers. Aber die Preise, die wir jetzt haben, sind übertrieben - für jeden. Wenn es einen Verein gibt, der diesen Preis zahlen will, okay. Aber hoffentlich wird Belotti mindestens so lange bleiben, wie ich Trainer von Turin bin“, sagte Torino-Coach Sinisa Mihajlovic, angesprochen auf die hohe Ablösesumme.

Eine Summe, die zwar nicht in Stein gemeißelt ist, aber vor der englische Vereine wie Chelsea und Manchester United ebensowenig zurückschrecken wie Spaniens „Königliche“ von Real Madrid oder Frankreichs Hauptstadtklub Paris St. Germain. Viel Konkurrenz also für den FC Bayern im Werben um Italiens vielleicht größtes Offensivtalent.

FC Bayern München: Alle Transfergerüchte im Überblick

Welche Spieler holt der Rekordmeister zur Saison 2017? Wer verlässt die Bayern? Wir haben bereits alle Transfergerüchte zum FC Bayern München zusammengefasst.

WhatsApp-News zum FC Bayern gratis aufs Handy: tz.de bietet einen besonderen Service für FCB-Fans an. Sie bekommen regelmäßig die neuesten Nachrichten zu den Roten direkt per WhatsApp auf Ihr Smartphone. Und das kostenlos: Hier anmelden!

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Fiete einfach arpserviert: Warum kommt der FCB-Youngster unter Kovac nicht zum Zug? 
Fiete einfach arpserviert: Warum kommt der FCB-Youngster unter Kovac nicht zum Zug? 
Bayern-Profis nutzen freien Tag und feiern auf der Wiesn - auch FCB-Legenden gönnen sich eine Mass
Bayern-Profis nutzen freien Tag und feiern auf der Wiesn - auch FCB-Legenden gönnen sich eine Mass
Trainer-Hammer beim FC Bayern? Ex-Bundesliga-Coach offenbar als Kovac-Ersatz im Gespräch
Trainer-Hammer beim FC Bayern? Ex-Bundesliga-Coach offenbar als Kovac-Ersatz im Gespräch
Rassismus-Eklat um Lukaku: Italienisches Sportgericht mit unfassbarem Urteil 
Rassismus-Eklat um Lukaku: Italienisches Sportgericht mit unfassbarem Urteil 

Kommentare