Topklubs sind hellhörig geworden

Was Stuttgarts Shooting-Star zum Interesse aus München sagt

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Benjamin Pavard von Aufsteiger Stuttgart zieht zunehmend das Interesse europäischer Topklubs auf sich.

Defensiv-Allrounder Benjamin Pavard hat sich u. a. in den Fokus des FC Bayern gespielt. Was sagt der französische Neu-Nationalspieler zur vermeintlichen Sympathie der Spitzenklubs?

News vom 27. November 2017

In einem Interview mit dem Sportmagazin kicker spricht Benjamin Pavard über das Interesse diverser europäischer Topklubs. Der 21-Jährige, den der VfB Stuttgart im Sommer 2016 für fünf Millionen Euro von Frankreichs Erstligist OSC Lille loseiste, hat sich laut Berichten auch ins Rampenlicht des FC Bayern gespielt. „Mit diesen Dingen beschäftige ich mich überhaupt nicht. Dazu ist es nicht die Zeit. Ich bin kein Typ, der deswegen abhebt. Im Moment zählt nur der VfB für mich“, bekundet der Defensiv-Stratege, der bei den Schwaben sowohl als Außenverteidiger wie auch im Zentrum zum Einsatz kommt.

Außerdem nutzt Pavard das Gespräch für ein Lob an Trainer Hannes Wolf, der einen großen Anteil am zuletzt steilen Aufstieg des Franzosen besitzt. „Ich bin ihm sehr dankbar, dass er immer hinter mir gestanden hat. Er hat mir Vertrauen geschenkt und Spielpraxis gegeben. Er hat mir sehr geholfen, mich weiterzuentwickeln. Vor Stuttgart war ich noch ein Junge, hier bin ich erwachsen geworden. Ich bin zum Mann geworden“, so der Verteidiger weiter. Der Vertrag von Benjamin Pavard beim VfB Stuttgart endet im Sommer 2020, im deutschen Oberhaus konnte das Abwehrass bereits einen Treffer erzielen (beim 3:0 gegen Freiburg am 10. Spieltag).

News vom 15. November 2017

München - Mit Verpflichtungen von Stuttgarter Spielern hat der FC Bayern schon einige Volltreffer gelandet. Giovane Elber und Mario Gomez schossen die Roten zu so manchem Titel. Aktuell vertritt Sven Ulreich den viermaligen Welttorhüter Manuel Neuer während dessen verletzungsbedingter Pause höchst überzeugend. Vielleicht gesellt sich schon bald ein neuer Name zu diesem Kreis, dem auch Dieter Hoeneß oder Thomas Strunz angehören.

Wie der französische Sportjournalist Loic Tanzi während der TV-Übertragung des Länderspiels zwischen Deutschland und Frankreich (2:2) auf dem Sender „SFR Sport“ verriet, zeigen der FC Bayern und Borussia Dortmund Interesse an Benjamin Pavard. Der Defensiv-Allrounder mit Faible für die Innenverteidigung absolvierte in Köln sein zweites Länderspiel, kam wie bei seinem Debüt vier Tage zuvor beim 2:0 über Wales als Joker auf der rechten Seite der Viererkette zum Einsatz.

Stuttgart zahlte fünf Millionen Euro Ablöse

Der 21-Jährige spielt seit 2016 für den VfB, kam trotz des Abstiegs der Schwaben für fünf Millionen Euro von OSC Lille und unterschrieb bis 2020. Damals hatte noch Jan Schindelmeiser das Sagen beim fünfmaligen Deutschen Meister. Dessen Nachfolger ist ebenfalls Pavard-Fan. „Der Junge hat absolute Top-Qualität und für die Art und Weise, wie er die Saison bisher bestritten hat, kann man ihm nur ein Kompliment machen“, lobt VfB-Sportvorstand Michael Reschke, der bis vor wenigen Monaten noch Transfers für den FC Bayern einfädelte.

Stuttgarts neuer starker Mann weiß, dass in der Personalie Schwerstarbeit auf ihn zukommen wird: „Es wird eine Herausforderung sein, ihn langfristig in Stuttgart zu halten. Aber wir suchen Lösungen.“ Die Gespräche über eine vorzeitige Vertragsverlängerung sollen nach Informationen aus Frankreich vorerst auf Eis gelegt worden sein.

Ein echter Senkrechtstarter: Benjamin Pavard hat sich von der 2. Liga in die Equipe Tricolore gespielt.

RB-Trainer Hasenhüttl dementiert Gerüchte

Dazu kommt: Die Bayern und der BVB sind offenbar nicht die einzigen Interessenten - im Sommer soll OGC Nizza mit dem Lockenkopf verhandelt haben, auch AS Rom und RB Leipzig wurden bereits als mögliche Abnehmer gehandelt. Das wiederum schmeckte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl gar nicht. „Ich habe das auch gelesen. Aber so viel ich vom Sportdirektor und von mir gehört habe, ist das kein Thema“, dementierte der Österreicher die Gerüchte.

Die rasche Entwicklung Pavards dürfte ihm dennoch nicht entgangen sein. Musste der junge Franzose in der vergangenen Saison noch als Rechtsverteidiger aushelfen, ist er in dieser Spielzeit aus der Innenverteidigung nicht mehr wegzudenken. Bis zu seinen ersten Länderspielen hatte er noch keine Pflichtspielminute verpasst.

„Trage noch mehr Verantwortung“

Die dem Schlendrian geschuldeten Ballverluste gehören der Vergangenheit an, was sich der Rechtsfuß in der Stuttgarter Zeitung so erklärt: „Vielleicht hängt das mit meinem Positionswechsel zusammen. In der zentralen Innenverteidigung trage ich schließlich noch mehr Verantwortung als auf außen. Hinter mir kommt ja nur noch der Torwart.“

Vor ihm könnte die WM in Russland liegen. Reschke sieht durchaus realistische Chancen: „Für ihn spricht, dass er in der Defensive sehr vielseitig einsetzbar ist.“ Für diese Flexibilität steht auch eines von Pavards beiden großen Vorbildern: Sergio Ramos. Daneben schaut er auch zu Mats Hummels auf - vielleicht ja schon bald im täglichen Training.

FC Bayern München: Winter-Transfergerüchte 2017/2018 und aktuelle News

mg/pf

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