Gegen den Willen von Rummenigge

Trotz Hoeneß-Kritik: FC Bayern prüft Einstieg in eSport

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Führen den FC Bayern schon seit Jahrzehnten: Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Präsident Uli Hoeneß sind offenbar bereit für den Einstieg ins eSport-Business.

Uli Hoeneß hat sich im vergangenen Jahr gegen den Einstieg in den eSport ausgesprochen. Nun prüft der FC Bayern aber dennoch, auf den Zug aufzuspringen. Obwohl auch Karl-Heinz Rummenigge dagegen ist.

Update vom 1. Februar 2019:

Der FC Bayern prüft, nun doch in den eSport einzusteigen. "Wir haben da jetzt eine offensivere Haltung eingenommen. Wir haben eine Analyse vorgenommen, die wir demnächst auch innerhalb des Vorstands diskutieren und besprechen werden, ob wir uns diesem Thema nicht doch nähern, weil es aus wirtschaftlichen Zukunftsgedanken interessant werden könnte", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge auf dem Sportbusiness-Kongress SPOBIS in Düsseldorf.

"Wir waren ursprünglich nicht dafür, weil uns diese Ballerspiele nicht so gefallen haben", sagte der Klubboss weiter. Präsident Uli Hoeneß hatte eSport erst im August heftig kritisiert: "Junge Leute sollen Sport auf dem Trainingsplatz treiben. Es gibt beim FC Bayern auch Bestrebungen. Ich bin dagegen, stehe aber relativ allein da. Ich sehe ein großes Problem auf uns zukommen. Das darf auf keinen Fall olympisch werden."

Hoeneß soll sich gegen eSport-Abteilung ausgesprochen haben

München - Der FC Bayern steht für Fußball - klar. Doch der deutsche Rekordmeister im Kicken hat auch noch andere Abteilungen. Die Basketballer wurden vor Kurzem Deutscher Meister und Pokalsieger, hinzu kommen noch Abteilungen für Schach, Handball, Sportkegeln oder Tischtennis. Im Breitensport ist der FCB also auch vertreten. Einer möglichen neuen Abteilung aber erteilte Präsident Uli Hoeneß jetzt offenbar eine Absage: Es geht um den Digital-Sport.

Wie die Bild berichtet, sei Hoeneß gegen den Einzug einer Abteilung für eSport, also Computer- und Konsolen-Spiele auf Profi-Niveau, an der Säbener Straße. Die Begründung: Diese Art von Sport passe nicht zum FC Bayern München. Bemerkenswert dabei: Angeblich gab es innerhalb des Vereins bereits Bestrebungen eine solche Sparte aufzubauen, entsprechende Gerüchte gab es schon Ende 2016. Das Machtwort von Uli Hoeneß dürfte diese aber im Keim erstickt haben.

eSport ist seit Jahren auf dem Vormarsch, mehrere Bundesligisten betreiben bereits Abteilungen. Der FC Schalke 04, der VfL Wolfsburg und auch RB Leipzig sind die Vorreiter, auch Bayer Leverkusen, Hertha BSC, der VfB Stuttgart und der Club aus Nürnberg sind mittlerweile im Geschäft. eSport ist der sportliche Wachstumsmarkt schlechthin, in Deutschland steht der schlafende Riese aber noch am Anfang.

fw, sid

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