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FC Bayern dank Geldsegen handlungsfähig: Brazzo verhandelt wegen de Ligt

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Von: Manuel Bonke

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Matthijs de Ligt könnte der nächste Königstranfser des FC Bayern werden. Hasan Salihamidzic verhandelte am Montag in Turin wegen eines Wechsels.

München - Die Botschaft der Turiner Fans war eindeutig: Als Matthijs de Ligt (22) am Sonntagvormittag zum Trainingsauftakt von Juventus am Vereinsgelände ankam, skandierten die Tifosi seinen Namen und brüllten: „Bleib bei uns!“ Doch der niederländische Abwehrspieler möchte zum FC Bayern wechseln, an dieser Entscheidung wird auch die entgegengebrachte Fanliebe nichts ändern.

Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic (45) bastelt im Hintergrund eifrig am nächsten Königstransfer. Nachdem sich Brazzo bereits vergangene Woche mit dem Management des Spielers in Mailand getroffen hat, wird er am Montag zu weiteren Verhandlungen in Turin erwartet (alle Infos zum de-Ligt-Transfer im News-Ticker).

FC Bayern: Salihamidzic heute zu nächster Verhandlung um de Ligt in Turin

Während sich die Münchner und der Spieler dem Vernehmen nach über die vertraglichen Rahmenbedingungen einig sind – de Ligt soll einen Fünfjahresvertrag erhalten und geschätzt um die 18 Millionen Euro brutto verdienen –, steht hinter der Höhe der Ablöse noch ein großes Fragezeichen. Zwar hat der Innenverteidiger eine Ausstiegsklausel in Höhe von 120 Millionen Euro, doch die ist aus Bayern-Sicht zu hoch, um sie zu aktivieren.

Trotzdem sind die Verantwortlichen beim deutschen Rekordmeister gewillt, für den neuen Wunsch-Abwehrchef tief in die Tasche zu greifen. Eine Summe von 70 bis 75 Millionen Euro steht im Raum.

FC Bayern München: Woher kommt die plötzliche Investitionsfreude?

Doch woher kommt der plötzliche Geldsegen, nachdem sich der Klub zu Beginn der Corona-Pandemie einen knallharten Sparkurs verpasst hat? Einerseits haben die Münchner Macher in Zeiten von Geisterspielen seriös gewirtschaftet und nicht unnötig viel Geld ausgegeben. Nun sind die Zuschauer wieder zurück in den Stadien.

Dadurch sind Millionen-Investitionen für Vorstand und Aufsichtsrat besser planbar. Andererseits konnten durch Spielerverkäufe von Marc Roca (zwölf Millionen/Leeds United) und Omar Richards (zehn Millionen/Nottingham) Transfer-Einnahmen generiert werden.

De Ligt startete am Sonntag mit Juventus in die Vorbereitung
De Ligt startete am Sonntag mit Juventus in die Vorbereitung. © Nicolò Campo/Lapresse via ZUMA Press/dpa

FC Bayern: Durch die Verteilung der Champions-League-Gelder winken knapp 100 Millionen Euro

Und darüber hinaus winken den Bayern durch die Verteilung der Champions-League-Gelder Einnahmen von knapp 100 Millionen Euro. Laut des offiziellen UEFA-Auszahlplans für die Saison 2022/2023, der am 4. Juli an die Klub-Verantwortlichen verschickt wurde und dem WDR vorliegt, bringt alleine die Qualifikation für die Königsklasse-Gruppenphase jedem Teilnehmer mehr als 15 Millionen.

Pro Sieg gibt’s 2,8 Millionen. Beim Einzug in die K.o.-Runde winken folgende Beträge: 9,6 Millionen (Achtelfinale), 10,6 Millionen (Viertelfinale), 12,5 Millionen (Halbfinale), 15,5 Millionen (Finale) und als Champions-League-Sieger gibt’s 20 Millionen extra. Bayern profitiert zudem durch den sogenannten Zehn-Jahres-Koeffizienten von Erfolgen aus der Vergangenheit und kann sich auf weitere 30 Millionen Euro freuen.

FC Bayern: Geldsegen dank Champions League

Sollte Trainer Julian Nagelsmann (34) mit seinem Team das Halbfinale erreichen und wie im Vorjahr alle Gruppenspiele gewinnen, stehen 94,5 Millionen Euro auf der Habenseite, die TV-Gelder noch nicht mit eingerechnet. Alleine mit diesen Einnahmen könnte der Transfer von de Ligt locker gestemmt und das erste Jahresgehalt gezahlt werden. Mittlerweile scheint der Verein wieder so gut betucht, dass sogar Namen wie der von Tottenham-Stürmer Harry Kane (28) als möglicher Neuzugang kursieren.

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