Champions League auf Sky

TV-Kritik: Krass drauf, der Franz!

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Coole Hose, Franz.

München - Franz Beckenbauer, Experte bei Sky, steht im Mittelpunkt der TV-Kritik von Jörg Heinrich beim Champions-League-Abend auf Sky. Auch Sepp Blatter bekommt sein Fett weg.

Es gibt sensationelle Neuigkeiten von der Verstopfung des FIFA-Präsidenten. „Sepp Blatter sitzt noch immer auf dem Thron, und will da auch nicht runter“, berichtete Sky-Reporter Marc Behrenbeck am Dienstag vor dem Bayern-Spiel. Und der junge Mann fügte aufgeregt hinzu: „Wie lange hält er sich auf dem Thron, ohne atmen zu können?“ Offenbar steht es im Duell Blatter vs. Platini immer noch 00. Vielen stinkt’s bereits, und sie fragen sich: Was macht der Blattersepp so lange auf dem Thron? Hat er sich am tz-Sportteil festgelesen?

Franz Beckenbauer konnte kein Licht ins anrüchige Dunkel bringen. Der Kaiser, angetreten im FCB-roten Beinkleid, verriet schon wieder nicht, wie die WM 2006 nach Deutschland verschachert wurde. Stattdessen franzelte er unverbindlich: „Ich bin mit dem Sepp Blatter befreundet, bin mit dem Michael Platini befreundet. Für beide ist es eine gute Gelegenheit, wenn gegen sie ermittelt wird.“ So positiv sieht nur der Franz das Leben. Der Blattersepp im Zuchthaus? Eine gute Gelegenheit! Wunderbar, wenn man im Knast sitzt – es regnet nicht rein, man hat keinen Ärger mit dem Weibsvolk, und muss nicht jeden Tag einen Parkplatz für sein Auto suchen.

Der Franz war eh krass drauf. Über Ex-Real-Legende Iker Casillas ätzte er: „Nicht mehr der Frischeste.“ Klarer Fall, der Torwart ist ein Standfußballer, genau wie Vidal. Überragendes Kaiser-Highlight: Moderator Michi Leopold erkundigt sich, wie man Bayernstars für Spiele wie gegen Zagreb motiviert. Der Franz, knallhart: „Drohen nützt nix, Kastration auch nix.“ Stimmt. Denn: Eier, wir brauchen Eier!

YouTube-Kasper C-Bas durfte leider auch wieder mitmachen. Der Typ ist so lustig, wie von der Straßenbahn überfahren zu werden. Oder wie ein offenes Raucherbein. Genau genommen ist er der Didi Hamann im Lustigsein. Trost verschaffte Marcel Reif. Der Elder Statesman von Sky, der Henry Kissinger des Fußballs, hat schon alles gesehen, und kommentierte die Torflut angemessen unaufgeregt. Sein Fazit nach Lewandowskis zweitem Tor: „Ich zähl jetzt einfach nicht mehr mit, am Ende machen wir nen Strich runter.“ Und seine Taktikanalyse in der 58. Minute: „Jetzt geben wir mal nem begabten Nachwuchsspieler ne Chance: Thomas Müller kommt.“ Marcel Reif bleibt auf dem Kommentatoren-Thron.

Jörg Heinrich

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