Bayern - ManCity im ZDF

TV-Kritik: Der Shit von Schmidt

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Oliver Welke (l.) und Oliver Kahn im ZDF.

München - Die Champions League ist zurück - und mit ihr auch der übertragende Sender ZDF. Unser TV-Kolumnist hat Oliver Schmidt jedenfalls nicht vermisst bei der Partie Bayern - ManCity. Die TV-Kritik:

Jetzt wissen wir, was wir seit Mai vermisst haben – die Champions League, die Hymne und den Bundesfranzler. Und wir wissen, wen wir garantiert nicht vermisst haben: Oliver Schmidt, den Sprach-Schlumpf vom Zweiten, der seinen Ruf als Deutschlands bizarrster Fußballkommentator am Mittwoch souverän untermauerte.

Das Vorspiel: Lief ab 19 Uhr bei Sky, praktisch als Solo-Show des prächtig aufgelegten Franz. Nur Moderator Jan Henkel durfte kurz mitulken, als er Markus Hörwick zum „Medien-Sportdirektor“ des FC Bayern beförderte, quasi zum Presse-Sammer. Ansonsten Beckenbauer pur. Zum FC Barcelona fiel ihm ein: „Die Nachfolger von Pep haben ihre Probleme gehabt.“ Das stimmt, Tito Vilanova ist zum Beispiel gestorben. Dann philosophierte er über moderne Grasgeflechte, erzählte vom Krieg („Wir haben noch auf Dreck, Matsch, Eis und Schnee gespielt“) und zitierte Nelson Mandela auf Giesing-Englisch: „Se Schport häs se Pauer to tscheng se world.“ Herrlich!

Die Ollis: Wir dachten ja zuerst, da steht Judith Rakers. Aber es war nur Oliver Kahn mit der sonnenhoniggoldgelben Haarfarbe der Tagesschau-Frau. Mit schwarzen Streifen drin könnte er jederzeit als Gelber Engel beim ADAC anfangen. Die Ha-ha-Ollis gaben sich betont albern. „Pep würde sogar den TSG Schwachhausen stark reden“, wusste Kahn. Und Welke hatte ein Scherzlein einstudiert: „Alonso ist ein bisschen wie eine Waschmaschine. Selbst aus dreckigen Pässen macht er eine saubere Angelegenheit.“

Der Schmidt: Merkwürden hatten auch etwas geübt. Er empfing die Nation mit dieser skurrilen Ansprache: „Der Elfzylinder aus der bayerischen Edelmanufaktur Baujahr 2014 steht noch in der Entwicklungsphase, obwohl einige wichtige Bauteile fehlen, und andere noch nicht wieder serientauglich sind.“ Welche Substanzen nimmt Schmidt ein? Das wollen wir auch! Oder, noch besser: Wir wollen ihn nicht, den Shit vom Schmidt! Danach wurde es schlimmer. Der Faxenonkel sinnierte, ob die NSA den gesperrten ManCity-Trainer Pellegrini überwacht. Haha. Und er hetzte exklusiv: „Es gibt die eine oder andere Stimme in München, die bereits rummäkelt an Robert Lewandowski.“ Nach dem epochalen Satz „Bayern sucht das Loch im dichten Gefecht“ haben wir den Ton abgestellt. Lieber Stummgeschwätz als Dummgeschwätz.

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Jörg Heinrich

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