Bayern siegt gegen Darmstadt

TV-Kritik: Flauschi und der liebe Tom

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Kuschel-Bommes und der Arbeitsverweigerer.

München - Der ARD-Moderator beim Pokalspiel der Bayern gegen Darmstadt ist leicht zu beeindrucken und Scholli kennt sich mit Zahnfleisch aus. Die TV-Kritik vom Dienstagabend.

Von drauß vom Waldi komm ich her! Diese Zeiten sind im Ersten lang vorbei. Heutzutage moderiert Kuschel-Bommes, und macht aus dem Bayern-Pokalspiel eine Wohlfühl-Orgie, die so harmonisch daherkommt wie das Weihnachtssingen des gemischtkatholischen Männergesangvereins Bad Büchslhofen. „Also das ist schon immer wieder ’n beeindruckendes Bild“, jubilierte Bommes beim Anblick der rot erleuchteten Allianz Arena, „das steigert gleich die Vorfreude doch immens“. Recht viel informativer wurde seine Moderation auch danach nicht.

Dass Alex Bommes das Spiel ansagte, steigerte die Vorfreude ganz und gar nicht immens. Bei Darmstadt-Trainer Dirk Schuster erkundigte er sich: „Wie haben Ihre Spieler gekuckt, als Sie ihnen in der Kabine gesagt haben, wir packen das heute Abend?“ Ob Schuster das wirklich gesagt hat, war wurscht – es klang halt so nett. Danach sprach Flauschi-Bommes über das Thema, das an diesem Abend ganz Deutschland nicht bewegte: „Sie sind 1995 Torschütze des Monats gewesen.“ Da fehlte nur noch die Information, dass Urgroßmutter Schuster 1928 den ersten Hundefrisiersalon in Chemnitz aufgemacht hat.

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Mehmet Scholl vermeidet, abgeschreckt vom Beispiel Effenberg, nach wie vor die Aufnahme einer geregelten Berufstätigkeit, und redet lieber über Fußball. Das macht er gut, eine Verschwendung ist es trotzdem. „Die Bayern liegen langsam auf dem Zahnfleisch“, diagnostizierte Doktor Scholl – wundgelegen. Bei Kommentator Bartels war die Frage: Auf welchem der 319 Münchner Christkindlmärkte hat er vor dem Spiel seine Überdosis Glühwein genossen? Oder schafft er es auch unberauscht, so viel Unfug zu reden?

Der „liebe Tom Bartels“ (O-Ton vom lieben Bommes) erinnerte an Darmstadts „Hinspiel“ gegen Bayern und hatte den Rasen interviewt: „Der Rasen macht einen vernünftigen Eindruck.“ Kein extrovertierter Krawall-Rasen also. Später unterstellte er Kingsley Coman „fehlende Technik“ – und dem FCB Unsportlichkeit: „Keine Frage, dass die Bayern insbesondere hier zuhause immer auf einen Bonus bei den Schiedsrichtern hoffen.“ Und Glühwein-Thommy schwadronierte, dass die 4. Offiziellen nie Probleme mit Pep hätten. Allerdings weiß Bibiana Steinhaus davon nichts. Fazit: Wenn’s kein Punsch war, dann zumindest ein tiefer Zug am Weihrauch-Pfeiferl.

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Jörg Heinrich

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